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Wirtschaft

Lokführer wollen streiken

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat für Freitag zu einem bundesweiten befristeten Streik im Personen- und Güterverkehr aufgerufen. Das kündigte der GDL-Vorsitzende Manfred Schell am Montag in Frankfurt am Main an. Die genaue Streikzeit werde die GDL am Donnerstag bekannt geben. Schell bedauerte das Scheitern der Gespräche und gab dem Bahn-Vorstand die Schuld dafür. Die GDL kehre nunmehr zu ihren ursprünglichen Tarifforderungen zurück, erklärte Schell. Diese umfasse eine Verkürzung der Arbeitszeit von 41 auf 40 Wochenstunden sowie eine Entgelterhöhung um 31 Prozent. Die Deutsche Bahn steht dadurch nach Einschätzung der Konzernspitze vor einem harten Arbeitskampf. Das Unternehmen werde sich von der relativ kleinen Gruppe der Lokomotivführer mit Streiks nicht erpressen lassen, sagte Bahn-Personalvorstand Margret Suckale am Montag in Berlin. 8000 streikwillige Lokführer bedeuteten bei 240.000 Mitarbeitern gerade einmal drei Prozent der Belegschaft, hob sie hervor. Der angekündigte Streik der Lokführergewerkschaft GDL schade dem gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland und gefährde damit Arbeitsplätze, sagte Suckale.