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Schwerpunkte

Lokale Medien im Dienst von Vielfalt und Menschenrechten für marginalisierte Gruppen

Montag, 20. Juni 2011, 16:00 Uhr im Raum Ältestenrat

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“Wer nicht die Macht hat über die Geschichten, die unser Leben bestimmen, die Macht sie neu zu erzählen, neu zu erfinden, sie zu dekonstruieren, darüber zu scherzen und sie im Lauf der Zeit zu verändern, ist wirklich machtlos, denn er kann keinen neuen Gedanken denken.“ (Salman Rushdie: 1000 Tage im Ballon)

Die jüngsten Aufstände in Tunesien, Ägypten und Libyen haben einmal mehr die Macht sozialer Netzwerke gezeigt, Gesellschaften aufzurütteln und massiven sozialen und politischen Wandel einzuleiten.

Neue Technologien, besonders Mobiltelefone, haben den Austausch von Informationen auch in Gesellschaften am Rande der „Informationsgesellschaft“ stark verändert; die Entwicklung erschwinglicher neuer Medien ermöglicht den Zugang zu zuvor unzugänglichen Informationen. Doch wenn wir uns mit diesem massiven und raschen sozialen Wandel befassen, konzentrieren wir uns häufig eher auf die Technik als auf die Möglichkeiten, die durch das Kreieren und den Austausch unserer Geschichten sowie das Schaffen alternativer Perspektiven des Möglichen entstehen. Die Macher von lokalen Medien haben bereits seit einiger Zeit diese Möglichkeiten erkannt und sich für demokratischere alternative Strukturen in der Welt eingesetzt. Neue Technologien erleichtern dies und demokratisieren diesen Vorgang, doch er ist noch nicht abgeschlossen. Die Kommunikation innerhalb der lokalen Gruppe ermöglicht es, dieses Ziel weiter zu verfolgen.

Außerhalb des Blickfelds der Massenmedien wenden lokale Medien auf der ganzen Welt sehr einfache Maßnahmen an, um marginalisierte Gruppen durch den Austausch miteinander zu stärken. Diese tapferen Medienmacher arbeiten häufig alleine und sind, ebenso wie die von ihnen vertretenen marginalisierten Menschen, Brutalität und Unterdrückung häufig schutzlos ausgeliefert. Und doch stehen sie bei der Verteidigung der Menschenrechte in vorderster Front und sorgen für Vielfalt und einen anderen Blickwinkel auf die häufig verborgenen Geschichten unterdrückter Menschen.

Moderation:
Alvito de Souza
Secretary General, SIGNIS

Panelists:
Steve Buckley
Expert in comparative media policy, law and regulation, former president of AMARC

Brenda Burrell
Co-founder and Technical Director of Kubatana.net, Head of Freedom Phone

Ian Pringle
Communication Specialist, Commonwealth of Learning

Frank Smyth
Journalist security coordinator for the Committee to Protect Journalists (CPJ)




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