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Saterfriesisch

Loblied fürs Moor

Es ist eine Liebeserklärung an das Saterland und seine Sprache. In dem Lied "Seelter Läid" von Vikar Schulte geht es um die Einzigartigkeit der Insel im Moor und ihre Bewohner. Ein Loblied in Dialekt.

Verschneite Landschaft im Saterland

Auf Saterfriesisch

Ljude rakt et fuul un Lounde,

do ap Goddes Wareld stounde.

Man wät gungt deer wäil uur Seelter,
un uur't litje Seelterlound?

Seelter jeelde aal as Brure,

achtje, hälpe een de ure.
Träf´ se sik uk in de Framde,

hat et fluks: "Wie sunt ja früünd".

Ene Sproake un ann Glowe

un dät trjoue Haat, do dwo,

det wie uus am ljoosten säike

Sälskup bie dät aine Foulk.

Seelterlound, det druuch mien Wäse,

deer wol iek begreeuwen läse,

wier uk al min Baab' un Bääsje
sund truch't Äidenlieuend geen.

Huus, wier spielden wie as Bäid'ne

dät Ferstopjen in de Häid'ne,

Tikken, Räiden, Pingelpangel,
kuud iek die ferjete wäil?

Seelterlound, du läist ousleten,

fon de Wareld gans ferjeten.

Man din Faan häd uus uk heelden
fräi fon Fäinde, Kriech un Nood.

Seelter, wie häbe't hier goud raked

dan uus Lound häd sik ächt maked.

Häd et uus daach riekelk läwerd

Fjuur un Water un sääd Brood.

Wie sund luter een Lounds Loundjer,

Schäddeler, Romelster un Utändjer,

un wie tanke een un't sälge:
"Seelterlound, dät lieuje hooch!"


Hochdeutsche Übersetzung

Leute gibt es viel und Länder,

die auf Gottes Erde stehn,

doch was geht wohl über Sater,

übers kleine Saterland?

Sater gelten alle als Brüder,

achten, helfen all' einander.
Treffen sie sich in der Ferne,

heißt es gleich: "Wir sind doch Freund."

Eine Sprache und ein Glaube

und das treue Herz, die tun,

dass wir uns am liebsten suchen

Gesellschaft beim eig'nen Volk.

Saterland, das trug meine Wiege,

dort will ich begraben liegen,

wo auch schon mein Vater und Großvater
sind durchs Erdenleben gegangen.

Haus, wo wir als Kinder spielten

das Verstecken in der Scheune,

Fangen-, Rätsel-, Kinderspiele,
könnt' ich dich wohl je vergessen?

Saterland, liegst abgeschlossen,

von der Welt ganz vergessen.

Doch dein Moor hat uns auch gehalten
frei von Feinden, Krieg und Not.

Sater, wir haben's hier gut getroffen,

denn unser Land hat sich echt gemacht.

Hat es uns doch reichlich geliefert,

Feuer und Wasser und satt Brot.

Wir sind eines Landes Leute,

Scharreler, Ramsloher und Utendjer,

und wir denken stets das eine:
"Saterland, das lebe hoch!"

Text: Vikar Schulte

Redaktion: Hanna Grimm

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