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Fokus Osteuropa

Lob für Albanien vom UN-Entwicklungsprogramm

Armut und niedriger Bildungsstand stellen ein Problem für Albanien dar. Doch die UNDP bescheinigt nun dem Land sichtbare Fortschritte im Kampf gegen diese Probleme. Kritik gab es für die anhaltende Krise im Parlament.

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Kinder sollen in der Schule Internet erhalten

Die menschliche Entwicklung und das Erreichen der Millenniumsziele der UN stellen auch die neue Regierung in Tirana vor große Herausforderungen. Kemal Dervis, Vertreter des UN Human Development Programme (UNDP) bewertete während eines Besuches Albanien als Vorbild für viele andere Entwicklungs- oder Schwellenländer. Während einer außerordentlichen Parlamentssitzung bedankte sich Dervis im Namen des UNDP für die konstruktive Zusammenarbeit, die sichtbaren Fortschritte bei der Bekämpfung der Armut. Albanien habe einen ausgewogenen Bildungsstand erreicht. Er forderte jedoch die albanischen Politiker auf, deutlichere politische Signale der Stabilität an potentielle Investoren zu senden.

Investoren durch politische Krise abgeschreckt

UN-Vertreter Dervis bedauerte aber auch, dass es zwischen der Mitte-Rechts-Koalition unter der Führung der Demokratischen Partei und der von den Sozialisten geführten Opposition auf parlamentarischer Ebene kaum konstruktive Zusammenarbeit gebe. An die Abgeordneten im Parlament gewandt, warnte Dervis während einer außerordentlichen Debatte über nachhaltige Entwicklung, dass Einigkeit in politischen Kernfragen für eine Fortsetzung des bisherigen Wachstumskurses des Landes unabdingbar sei. Die anhaltende politische Krise im Parlament schrecke Investoren ab: "Es wird in Zukunft nicht genug Investitionen in Albanien geben. Albaner selbst werden nicht genug investieren und es wird auch nicht genug direkte ausländische Investitionen geben."

Projekte für Internet an Schulen

Dervis fügte hinzu, dass die Region ein starkes Interesse an Stabilität und der Überwindung der politischen Krise habe. Er betonte den Willen der UN, Albanien auch in den kommenden fünf Jahren zu helfen. Zu diesem Zweck unterzeichnete Dervis mit Premierminister Sali Berisha eine größere Zahl von Projektvereinbarungen. Unter diesen Projekten ist eines zur Internet-Versorgung aller albanischen Grund- und Mittelschulen sowie zur Ausbildung der Schüler und Studenten an moderner Informationstechnologie. Andere Programme sollen die Beziehungen der albanischen Diaspora mit der Heimat stärken. Dahinter steckt die Absicht, Teile der ausgewanderten Intelligenz dazu zu bringen, mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung zurückzukehren oder auch in Albanien zu investieren. Ein weiteres Projekt zielt auf die Entwicklung des Umwelt- und Kulturtourismus.

Ani Ruci, Tirana
DW-RADIO/Albanisch, 11.4.2006 Fokus Ost-Südost

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