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Sport

Ljungberg macht Schweden glücklich

Mit einem "Last-Minute-Tor" hat Freddie Ljungberg Schweden vor einer erneuten Enttäuschung bewahrt und dem möglichen Achtelfinal-Duell mit Gastgeber Deutschland bei der WM einen großen Schritt näher gebracht.

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Matchwinner Freddie Ljungberg

Er hat nicht nur Sex-Appeal (immerhin wurde Ljungberg in einer Umfrage gerade zum "erotischsten Spieler der WM" gewählt) sondern auch "Köpfchen": Mit seinem Kopfball-Treffer in der 89. Minute sorgte der Stürmer von Arsenal am Donnerstagabend in Berlin für den späten, aber immens wichtigen 1:0-Erfolg über Paraguay, mit dem das "Drei-Kronen-Team" den zweiten Platz in der Gruppe B hinter England übernahm und gute Aussichten auf die Achtelfinal-Qualifikation hat. Paraguay hat nach der zweiten Turnier-Niederlage keine Chance mehr auf den Sprung in die nächste Runde.

Vor 72.000 Zuschauern im ausverkauften Olympiastadion begannen die Skandinavier das "Heimspiel", für das die Hälfte der knapp 100.000 schwedischen Kartenbesteller tatsächlich Einlass in die Arena fanden, gegenüber dem enttäuschenden 0:0 gegen Trinidad/Tobago mit Kim Källström statt Anders Svensson. Der Spielmacher sollte das zuletzt abgemeldete Offensiv-Trio mit Zlatan Ibrahimovic, Fredrik Ljungberg und Henrik Larsson besser in Szene setzen. Er kurbelte das Spiel auch unermüdlich an, doch Chancen entstanden meist nur aus Einzelaktionen.

Enttäuschender Ibrahimovic

Fußball, WM 2006, Schweden, Paraguay, 15.06.2006

Auch Kim Källström (hier beim Freistoß) zeigte ein starkes Spiel

Die größte Chance vergab der seit acht Monaten im Nationalteam erfolglose Ibrahimovic, als er freistehend nur ein Schüsschen zu Stande brachte. Auch Paraguay, das erneut mit den Bundesliga-Profis Nelson Valdez und Roque Santa Cruz angetreten war, blieb entgegen der angekündigten verstärkten Offensive harmlos und gab vor der Pause nur zwei Schüsse auf das Tor des von einer Gehirnerschütterung genesenen Andreas Isaksson ab.

Nach dem Wechsel ersetzte Schwedens Coach Lars Lagerbäck den enttäuschenden Ibrahimovic durch den Ex-Rostocker Marcus Allbäck, der für neue Impulse in der Offensive sorgte. Seine Hereinnahme hätte sich fast gelohnt, doch den Heber des Stürmers über Bobadillo wehrte Denis Caniza kurz vor der Linie ab.

Viele überhastete Aktionen

In der Folge verstärkten die Schweden im Wissen um die Notwendigkeit eines Sieges noch einmal ihre Angriffsbemühungen, doch die Aktionen blieben meist überhastet. Zudem fehlte Allbäck im Abschluss einfach das nötige Quäntchen Glück. Die Südamerikaner, bei denen der eingewechselte Münchner Julio dos Santos noch zu seinem WM-Debüt kam, mussten sich dann kurz vor Schluss doch noch geschlagen geben.

Durch einen 3:0-Sieg über Costa Rica hatte Ecuador am Nachmittag als erste Mannschaft das Achtelfinale erreicht- Damit wurde auch der Einzug der deutschen Nationalmannschaft unter die letzten 16 perfekt gemacht. Ebenfalls in die K.o.-Runde gelangte England, das den krassen Außenseiter Trinidad und Tobago nach einer blamablen Leistung erst in der Schlussphase mit 2:0 bezwang.

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