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Aktuell Deutschland

+++ Liveticker: Münchner Schießerei war "klassischer Amoklauf" +++

Am Tag nach der Bluttat von München werden die Hintergründe der Tat klarer: Die Ermittler gehen von einem Amoklauf aus. Bezüge zum islamistischen Terror gibt es nicht. Verfolgen Sie die Ereignisse in unserem Liveticker.

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München steht unter Schock - DW Nachrichten

Ein Überblick über die bisherigen Ereignisse:

  • Am Freitagabend erschießt rund um das Olympia-Einkaufszentrum in München ein Mann neun Menschen und verletzt 16 weitere zum Teil schwer. 2300 Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Busse und Bahnen stellen den Betrieb ein. München ist im Ausnahmezustand.
  • Nach Stunden gibt die Polizei Entwarnung. Die Ermittler sind überzeugt, dass die Bluttat von einem 18-jährigen Deutsch-Iraner verübt worden ist. Er hat sich nach Polizeiangaben selbst getötet.
  • Am Samstagmorgen durchsucht die Münchner Polizei eine Wohnung im Stadtteil Maxvorstadt. Das mehrstöckige Wohnhaus wurde weiträumig abgesperrt, Ermittler trugen Kartons aus dem Haus.
  • Auf einer Pressekonferenz am Mittag geben Polizei und Staatsanwaltschaft bekannt, dass sie von einem Amoklauf ausgehen. Bezüge zum islamistischen Terror fanden die Ermittler nicht.

13.34: Der türkische Außenminister Cavusoglu hat mitgeteilt, dass drei Türken unter den Getöteten sein sollen.

13.32 Uhr: Nach Informationen des griechischen Außenministeriums soll auch ein griechischer Staatsbürger unter den Todesopfern sein.

13.25 Uhr: Die Fahrer bei der Tour de France haben vor dem Start der 21. Etappe eine Schweigeminute eingelegt.

13.20 Uhr: Nach dem Amoklauf von München ist die Berliner Parade zum Christopher-Street-Day unter einem großen Polizeiaufgebot in Berlin gestartet. Es werden 750.000 Besucher erwartet.

13.08 Uhr: Seehofer will nach eigenen Worten in der kommenden Woche bei einer Kabinettsklausur Vorschläge zu rechtlichen Änderungen zur Verbesserung der Sicherheitslage unterbreiten.

12.54 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer äußert sich nach der Sondersitzung des Kabinetts: "Das sind sehr schwere Stunden."

12.51 Uhr: Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gibt es Hinweise, dass bei dem Täter "nicht unerhebliche psychische Störungen" vorliegen könnten. Außerdem habe es wohl "Probleme im aktuellen Bildungslebenslauf" bei dem 18-Jährigen gegeben.

12.45 Uhr: Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kündigt einen Trauerakt im Münchner Landtag am Sonntag in einer Woche an. Bis dahin würden die Mitglieder der Staatsregierung ihre Teilnahme an Bierzelt- und Festveranstaltungen absagen.

12.40 Uhr: Die Tat ereignete sich am fünften Jahrestag der Anschläge von Norwegen, als ein Massenmörder in Oslo und auf der Insel Utoya 77 Menschen tötete. Laut Polizei gibt es "offensichtlich Zusammenhänge" zwischen dem norwegischen Täter Breivik und dem Münchner Amokläufer.

12.36 Uhr: Die Ermittler gehen Hinweisen nach, wonach sich der 18-Jährige Zugriff zu einem fremden Facebook-Account verschafft und darüber Menschen zum Tatort gelockt haben soll. Details dazu müssen laut Polizei aber noch geklärt werden.

12.30 Uhr: Die neun Todesopfer wurden in und vor dem Schnellrestaurant sowie im Bereich des Einkaufszentrums gefunden, sagt Polizeipräsident Andrä.

12.25 Uhr: Das im Internet kursierende Video, auf dem der mutmaßliche Täter auf einem Parkhausdach steht und mit Passanten spricht, ist nach Einschätzung der Polizei echt

12.23 Uhr: Laut Polizei gab es keine Festnahmen im Bezug zu der Tat.

12.19 Uhr: Ob sich die Tat gezielt gegen Jugendliche gerichtet habe, könne er "weder bestätigen noch dementieren", sagte Polizeipräsident Andrä. Das werde eine Frage der Ermittlungen sein.

12.16 Uhr: Nach Ansicht von Polizeipräsident Hubertus Andrä war der massive Polizeieinsatz gerechtfertigt. Es sei absolut "richtig und notwendig gewesen", in dieser Stufe einzusteigen, sagte er. Die Polizei habe die höchste Einsatzstufe ausgelöst, die zur Verfügung gestanden habe. Angesichts der vielen Hinweise auf weitere Schauplätze sei das umfassende Vorgehen nötig gewesen, sagte Andrä.

12.15 Uhr: Bei den Todesopfern handelt es sich nach Angaben der Ermittler vor allem um Jugendliche. Demnach waren acht Opfer zwischen 14 und 20 Jahre alt. Zudem sei eine Person im Alter von 45 Jahren ums Leben gekommen.

12.11 Uhr: Die Toten stammten alle aus München und Umgebung. Es seien keine
Auswärtigen oder Touristen betroffen gewesen, sagte Polizeipräsident Hubertus Andrä.

12.06 Uhr: Der 18-Jährige befand sich offenbar in psychiatrischer Behandlung.

12.04 Uhr: Die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es sich bei der
Tat um einen "klassischen Amoklauf" handelt. Es gebe keine anderen Anhaltspunkte.

12.02 Uhr: Der Täter habe über 300 Schuss Munition bei sich gehabt. Das sagte LKA-Präsident Robert Heimberger. Im Magazin habe sich noch Munition befunden, auch im Rucksack habe er Ladung gehbat.

12.00 Uhr: Der Täter hatte eine illegale Pistole mit Kaliber 9-Millimeter dabei.
Die Seriennummer war ausgefräst.

11.58 Uhr: Der Täter war 18 Jahre alt, Schüler. Er ist in München geboren und
aufgewachsen.

11.54 Uhr: Die Ermittler haben die elterliche Wohnung und vor allem dessen Zimmer durchsucht. Laut Andrä wurden keine Anhaltspunkte zur Terrororganisation IS gefunden. Stattdessen seien Unterlagen zum Thema Amok sichergestellt worden. Der mutmaßliche Täter habe im Vorfeld wohl damit beschäftigt.

11.52 Uhr: Laut Polizei gibt keine Hinweise auf weitere Täter. Das sagte Münchens Polizeipräsident Polizeipräsident Hubertus Andrä. Tat und Täter hätten keinen Bezug zunm Thema Flüchtlinge.

11.51 Uhr: Die Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft beginnt.

11.41 Uhr: Nach Angaben der kosovarischen Regierung sind unter den Todesopfern drei Bürger des Landes. Das erklärt das Außenministerium des Balkanstaates unter Berufung auf die deutschen Behörden.

11.40 Uhr: Der Beginn der Pressekonferenz verzögert sich noch.

11.25 Uhr: In wenigen Minuten soll die Pressekonferenz der Münchner Polizei beginnen.

11.16 Uhr: Am Tatort treffen erste Hinterbliebene der Opfer ein. Der Vater eines getöteten Jugendlichen tritt vor Journalisten und hält ein Foto seines Sohnes hoch. Zudem hat er Blumen mitgebracht.

11.08 Uhr: Eine Nachbarin des mutmaßlichen Täters hat den 18-Jährigen als "guten Menschen" beschrieben. "Er war eine gute Person, ein guter Mensch", sagte die 40-Jährige der Nachrichtenagentur AFP. "Ich habe ihn nicht einmal sauer gesehen, niemals habe ich Probleme mit der Polizei oder Nachbarn gehört." Die aus Mazedonien stammende Frau fügte hinzu: "Er hat gelacht wie ein normaler Mensch." Der Nachbarin zufolge ist der Vater des 18-Jährigen ein aus dem Iran stammender Taxifahrer, die Mutter habe früher bei der Warenhauskette Karstadt gearbeitet. Der mutmaßliche Täter hat demnach zudem einen jüngeren Bruder.

11.06 Uhr: Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter äußert sich entsetzt über die Tat. Alle städtischen Feste und Feiern seien für dieses Wochenende abgesagt. "Es sind schwere Stunden für München", sagte Reiter. Er sei von der großen Hilfsbereitschaft und Solidarität beeindruckt. "Unsere Stadt steht zusammen."

11.03 Uhr: Unter den Todesopfern befinden sich fünf Jugendliche. Das sagte ein
Polizeisprecher. Die vier anderen Toten außer dem mutmaßlichen 18 Jahre alten Todesschützen seien Erwachsene, ergänzte der Sprecher. Informationen des Bayerischen Rundfunks, wonach es sich um acht tote Mädchen und Jungen handeln soll, wollte der Sprecher nicht bestätigen.

10.56 Uhr: Schon vor der Pressekonferenz der Münchner Polizei werden erste Details zum Attentäter bekannt. Wie die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf Sicherheitskreise meldet, soll sich der 18-Jährige viel mit Computer-"Ballerspielen" beschäftigt und den Attentäter des Amoklaufs von Winnenden verherrlicht haben. 2009 hatte ein 17-Jähriger an seiner früheren Realschule in Winnenden bei Stuttgart und auf der Flucht 15 Menschen und sich selbst getötet. Aus den Sicherheitskreisen hieß es weiter, der Attentäter von München soll Probleme in der Schule gehabt haben. Er sei in Deutschland groß geworden, seine Eltern seien in den 1990er Jahren in die Bundesrepublik gekommen. Die Motive für die Bluttat seien noch unklar. Nach ersten
Erkenntnissen sei der junge Mann bislang nicht im Zusammenhang mit politisch motivierter Kriminalität in Erscheinung getreten. Es werde aber in alle Richtungen ermittelt.

wo/wl (dpa, afp, rts)

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