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Aleppo

+++ Liveticker: Das Grauen von Aleppo +++

Wieder schwere Gefechte in Aleppo, der Abzug der Rebellen gescheitert: Die Lage in der nordsyrischen Großstadt erinnert immer drastischer an das Kriegsschicksal von Sarajevo oder Grosny. Hierzu der DW-Liveticker:

Das Wichtigste in Kürze:

Heftige Kämpfe und neue Luftangriffe haben die Hoffnung auf ein Ende des Krieges in Ost-Aleppo und die Rettung der Menschen aus der Stadt zerstört. Die zuvor angekündigte Evakuierung des Gebietes fand nicht statt. Bereitstehende Busse, die Verletzte und Zivilisten aus dem Kampfgebiet bringen sollten, wurden nicht genutzt. 

Ärzte ohne Grenzen: Menschen fürchten Racheakte 

17.55 Uhr: Die Lebensbedingungen der Menschen in Ost-Aleppo sind nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen katastrophal. Sie schliefen auf Straßen, in Autos und Moscheen und hätten keine Nahrung und kein Wasser. Zudem fürchteten sie Racheakte.

17.34 Uhr: UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein erklärt, die Wiederaufnahme der Bombardements in Ost-Aleppo durch die syrische Armee und deren Verbündete sei sehr wahrscheinlich ein Kriegsverbrechen.    

17.10 Uhr: Das syrische Regime will nach der Rückeroberung von Aleppo weiter mit Härte militärisch gegen seine Gegner vorgehen. "Von einer Feuerpause kann keine Rede sein", sagte Präsident Baschar al-Assad. Mit Milde könnten nur "Terroristen" rechnen, die sich ergeben würden oder den Kampfort verließen. 

Syriens Machthaber Baschar al-Assad (Foto: picture-alliance/dpa/Sana Handout)

Syriens Machthaber Baschar al-Assad

16.58 Uhr: Rund 2000 Menschen haben vor der russischen Botschaft in Kuwaits Hauptstadt gegen die Unterstützung des Assad-Regimes durch Moskau demonstriert.

16.47 Uhr: Der iranische Verteidigungsminister Hussein Dehghan hat seinem syrischen Kollegen Fahd Dschassem al-Freidsch telefonisch zu den "Siegen der syrischen Armee und der Widerstandskräfte bei der Befreiung der Stadt Aleppo aus den Händen der Terroristen" gratuliert. 

16.15: Der syrische Machthaber Baschar al-Assad erklärt in einem Fernseh-Interview, sollte es der künftige US-Präsident Donald Trump mit der Bekämpfung des Terrorismus ernst meinen, könne er Syriens "natürlicher Verbündeter" werden.

"Aleppo sieht aus wie Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg"

16.06 Uhr: Der Chefberater der Hilfsorganisation World Vision, Tim Costello, mahnt eine politische Lösung für Syrien an. "Aleppo sieht aus wie Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg", sagte Costello. "Wenn wir den Menschen nicht helfen, sind wir nur Barbaren."

15.58 Uhr: Die Vereinten Nationen appellieren an die syrische Regierung, dafür zu sorgen, dass es in Ost-Aleppo nicht zu Übergriffen und Racheakten kommt. Die UN-Ermittler für Kriegsverbrechen gehen nach eigenen Angaben auch Berichten nach, dass die Rebellen Zivilisten festhalten und dass sich Kämpfer unter den Zivilisten verbergen.

Zerstörte Häuserfronten in Aleppo (Foto: picture-alliance/dpa/TASS/T. Abdullayev)

Ohne Worte

15.50 Uhr: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier teilt mit, er habe mit seinen Kollegen in Russland und dem Iran, Sergej Lawrow und Mohammed Dschawad Sarif, telefoniert. Die Lage der Menschen in Aleppo sei verzweifelt und zum Verzweifeln.
 

15.13 Uhr: Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF verlangt uneingeschränkten Schutz für die Zivilbevölkerung in Aleppo. UNICEF-Sprecherin Ninja Charbonneau sagte, es hätten sich neue Notlager gebildet, zum Beispiel in einer ehemaligen Fabrikhalle oder anderen leerstehenden Gebäuden. Doch gebe es dort keinen Schutz vor der Kälte und auch keine sanitären Anlagen.

14.56 Uhr: Syrische Rebellen beschießen zwei von ihnen belagerte schiitische Dörfer in der Provinz Idlib. Nach Informationen von Kriegsbeobachtern gab es dabei Opfer. Die Belagerung der beiden Dörfer Fua und Kefraja hat der mit Syriens Regierung verbündete Iran zum Anlass genommen, die Evakuierung Ost-Aleppos zu stoppen.

14.45 Uhr: Paris schaltet als Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Aleppo um 20 Uhr die Beleuchtung des Eiffelturms ab. Dies teilte Bürgermeisterin Anne Hidalgo mit.

14.42 Uhr: Die Bundesregierung fordert ein sofortiges Ende der Kämpfe, einen Zugang zu Verletzten und humanitäre Korridore für die Zivilbevölkerung in Aleppo. Zugleich verlangte Regierungssprecher Steffen Seibert von Russland und dem Iran, entsprechenden Druck auf den syrischen Machthaber Baschar al-Assad auszuüben.

sti/wl (afp, ape, dpa, rtr)