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Der Anschlag von Berlin

+++Live-Ticker: "Seid wachsam!"+++

Zwölf Menschen sind bei dem LKW-Anschlag in Berlin getötet worden. Der Generalbundesanwalt geht vorläufig von einem Terrorakt aus. Die Suche nach dem Täter beginnt möglicherweise von vorn. Die Entwicklung im Live-Ticker.

Video ansehen 00:31

Merkel legt Blumen an Anschlagsort nieder

17.20 Uhr - Die Kölner "Silvesterplanung läuft ungehindert weiter", wie die Pressesprecherin der Domstadt, Inge Schürmann, der DW versichert. Eine Absage der Feierlichkeiten sei bislang nicht geplant. Allerdings behalte man sich vor, das Sicherheitskonzept noch einmal anzupassen.

17.10 Uhr - Von den 49 Verletzten liegen noch 25 in den Krankenhäusern, gibt die Senatsverwaltung für Gesundheit bekannt. 14 von ihnen seien sehr schwer verletzt. Dass aber 24 Menschen wieder zu Hause bei ihren Angehörigen sein könnten, mache Hoffnung, twittert die Polizei. 

17.00 Uhr - Auf den Weihnachtsmärkten in Deutschland patrouillieren inzwischen mehr Polizisten. Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt hatte eine robuste Präsenz angekündigt. An den Eingängen von Weihnachtsmärkten würden Polizisten mit Maschinenpistolen und Schutzwesten postiert. Steinbarrieren würden aufgebaut.

16.40 Uhr - Die Sozialdemokraten haben nach dem Berliner Terrorakt zum Zusammenhalt aufgerufen. "Wir trauern um die Opfer, wir sind auch zornig über diesen Mordanschlag", schreiben Generalsekretärin Katarina Barley und der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel in einem Brief an alle SPD-Mitglieder. "Aber unsere Werte, unsere Freiheit sind mächtiger als der Hass und der Terror."

16.00 Uhr - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilt den Berliner Anschlag als "terroristischen Angriff". Er spreche den Familien der Opfer sowie der Regierung und dem deutschen Volk sein tiefstes Mitgefühl und Beileid aus, sagt Ban in New York.

15.15 Uhr - In der Gedächtniskirche tragen sich Kanzlerin Merkel und ihre Bundesminister in das Kondolenzbuch ein. 

15.00 Uhr - Bundeskanzlerin Merkel ist mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier und Innenminister Thomas de Maizière auf dem Breitscheidplatz eingetroffen, dem Ort der LKW-Attacke.

14.50 Uhr - Ein oder mehrere Täter könnten weiterhin auf freiem Fuß sein, sagt BKA-Chef Münch. Zudem sei die Tatwaffe nicht gefunden worden.

14.40 Uhr - Holger Münch, Präsident des Bundeskriminalamtes, warnt vor möglichen Folge-Anschlägen. In zeitlicher Nähe zu einem solchen Anschlag sei mit "erheblichen weiteren Attentats-Risiko" zu rechnen. Es sei noch unklar, ob der Angriff auf den Weihnachtsmarkt einen islamistischen Hintergrund habe, sagt Münch.

14.45 Uhr - Der Generalbundesanwalt bestätigt die Zweifel an der Schuld des festgenommenen Pakistaners. Die Ermittler müssten sich "mit dem Gedanken vertraut machen, dass der Festgenommene eventuell nicht der Täter war oder zur Tätergruppe gehörte", sagt er. Auch sei unklar ob es sich um einen oder mehrere Täter handele.

Deutschland BKA-Pressekonferenz zu Anschlag in Berlin (Reuters/C. Mang)

Generalbundesanwalt Peter Frank (Bildmitte) auf der Bundespressekonferenz

14.35 Uhr - Generalbundesanwalt Peter Frank spricht auf der Bundespressekonferenz von einem vermuteten "terroristischen Hintergrund". Noch habe sich aber niemand zu der Tat bekannt. 

14.30 Uhr - Papst Franziskus spricht von einem "fürchterlichen Akt der Gewalt". Seine Heiligkeit nehme Anteil an der Trauer der Hinterbliebenen und bekunde sein Mitgefühl und seine Nähe in ihrem Schmerz, heißt es aus dem Vatikan. Im Gebet vertraue der Papst die Verstorbenen der Barmherzigkeit Gottes an und bitte um Genesung der Verletzten.

14.15 Uhr - "Wir sind jetzt erschüttert, aber diese Taten erschüttern nicht unsere Überzeugungen", sagt Gauck weiter. "Die Bürger könnten darauf vertrauen, dass der Staat entschlossen handeln werde, um Sicherheit zu gewährleisten.

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Gauck: "Der Hass der Täter wird uns nicht zu Hass verführen"

14.10 Uhr - Bundespräsident Joachim Gauck wählt in seiner Ansprache andere Vokabeln als die Bundespolitiker: Er spricht im Zusammenhang des Anschlags von "Terror". Die Willkür der Tat sei ein Wesensmerkmal des Terrors, sagt das Staatsoberhaupt.

13.50 Uhr - Die große Silvesterfeier in der Hauptstadt wird nicht abgesagt. Allerdings werde das Sicherheitskonzept für die Veranstaltung überarbeitet, sagt Innensenator Andreas Geisel vor der Presse. Er rät den Berlinern, "einen kühlen Kopf zu bewahren und keine Unruhe zu verbreiten".

13.36 Uhr - Polizeipräsident Kandt äußert Zweifel daran, ob der festgenommene Pakistaner der Täter ist: "Es ist unsicher, ob das wirklich der Fahrer war." 

13.15 Uhr - Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller dankt den Sicherheitskräften und allen Helfern für ihren Einsatz. Das Brandenburger Tor werde am Abend zum Gedenken an die Opfer in den deutschen Landesfarben angestrahlt.

13. 15 Uhr - Die Polizeipräsenz in der Bundeshauptstadt werde deutlich erhört, sagt Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt. Das gelte für die Weihnachtsmärkte aber auch für Sportereignisse, die Silvesterparty am Brandenburger Tor und den gesamten öffentlichen Raum.

12.47 Uhr - Bundesinnenminister Thomas de Maizière teilt nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts mit, dass es sich definitiv um einen Anschlag gehandelt hat. Der Lastwagen wurde demnach bewusst in die Menschenmenge gesteuert. "Wir haben es mit einem brutalen Attentat zu tun", bekräftigt der CDU-Politiker. Zum Hergang sagte de Maizière, der LKW mit polnischem Kennzeichen sei absichtlich  auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gerast. Nach jetzigem Erkenntnisstand hat sich der Fahrer danach vom Tatort entfernt. Eine Person wurde festgenommen, bestätigte de Maizière. Der Mann streite die Tat ab. Der Festgenommene stammt nach de Maizières Worten "wohl aus Pakistan". Er sei Silvester 2015 eingereist und im Februar in Berlin aufgetaucht. Sein Asylverfahren sei noch nicht abgeschlossen, nachdem mehrere Versuche einer Anhörung nicht zustande gekommen seien. In den entsprechenden Terror-Dateien sei der Mann bislang nicht vertreten.

12.27 Uhr - Die Bundesliga kündigt für alle Spiele am Dienstag und Mittwoch eine Schweigeminute und das Tragen von Trauerflor an. "Damit möchten wir ein Zeichen der Verbundenheit mit den Betroffenen, aber auch mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Hauptstadt setzen", sagt DFL-Präsident Reinhard Rauball.

12.08 Uhr - DW-Redakteurin Rosalia Romaniec berichtet aus Warschau, der Inhaber der Speditionsfirma, der der LKW gehört, habe den Toten auf dem Beifahrersitz als seinen vermissten Cousin identifiziert. Im polnischen Staatsfernsehen habe er gesagt, auf ihm vorgelegten Fotos habe er Stichwunden gesehen.

12.01 Uhr - Der nach dem vermutlichen Terrorakt Festgenommene streitet offenbar jede Tatbeteiligung ab. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Sicherheitskreise.

12.00 Uhr -  Die Bundesanwaltschaft will am Nachmittag in einer Pressekonferenz gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt die Öffentlichkeit über erste Ermittlungsergebnisse informieren.

11.33 Uhr - Die Tageszeitung "Die Welt" berichtet auf ihrer Online-Seite unter Berufung auf einen BKA-Lagebericht, der gefasste Verdächtige habe seit dem 2. Juni 2016 eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland.

11.18 Uhr - Die Bundeswehr hilft bei der Betreuung und Versorgung der Verletzten der Bluttat in Berlin. Einige von ihnen würden im Bundeswehr-Krankenhaus in der Hauptstadt behandelt, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Das Universitätsklinikum Charite hatte nach eigenen Angaben insgesamt 16 Verletzte des Anschlages aufgenommen, darunter mehrere Schwerstverletzte.

11.10 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in einer kurzen Ansprache im Kanzleramt der Opfer gedacht und der Ermittlerin und Helfern gedankt. Eine grausame und unbegreifliche Tat habe zwölf Menschen das Leben geraubt. Merkel vermied Schuldzuweisungen und Aussagen zu möglichen politischen Konsequenzen. Sie betonte aber, zum jetzigen Zeitpunkt sei von einem terroristischen Akt auszugehen. Die Tat werde bestraft werden, "so hart es unsere Gesetze verlangen". "Ich weiß, dass es für uns alle besonders schwer zu ertragen wäre, wenn sich bestätigen würde, dass ein Mensch diese Tat begangen hat, der in Deutschland um Schutz und Asyl gebeten hat." Sollte sich dieser Umstand bestätigen, wäre das "besonders widerwärtig".

Deutschland Merkel Statement zum Anschlag in Berlin (Reuters/H. Hanschke)

Kanzlerin Merkel: "Wir wollen nicht damit leben, dass uns die Angst vor dem Bösen lähmt."

11.05 Uhr - Das Sicherheitskabinett tritt um 11.30 Uhr zusammen, um über den Stand der Ermittlungen und Konsequenzen zu beraten.

10.40 Uhr - Russlands Präsident Wladimir Putin hat den mutmaßlichen Terroranschlag in Berlin als Verbrechen bezeichnet. Die Tat gegen friedliche Bürger sei grausam und zynisch, schrieb Putin in einem Telegramm an Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

10.35 Uhr - Aus Gründen der Rücksichtnahme auf die Opfer und deren Angehörige sollen allerdings die Weihnachtmärkte in Berlin an diesem Dienstag geschlossen bleiben, wie nach der Innenminister-Telefonkonferenz bekannt wurde.

10.33 Uhr - Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt haben sich die Innenminister von Bund und Ländern gegen eine Absage ähnlicher Veranstaltungen in Deutschland ausgesprochen. Dies teilte das Bundesinnenministerium nach einer Telefonkonferenz der Ressortchefs mit.

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Berlin nach Anschlag in Schockstarre

10.22 Uhr - Unter den Toten vom Berliner Breitscheidplatz befindet sich auch eine erschossene Person. Das sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter. Bei dem Toten handele es sich vermutlich um den polnischen Beifahrer des LKW.

09.54 Uhr - Bundeskanzlerin Angela Merkel will um 11 Uhr im Kanzleramt eine Erklärung zu der Tat am Breitscheidplatz abgeben.

09.42 Uhr - Die Polizei bittet die Bürger um weitere Mithilfe. Bilder und Videos von der Tat und dem Tatort sollen direkt an das Bundeskriminalamt  weitergegeben werden: 

09.20 Uhr - Nach der Todesfahrt am Breitscheidplatz  wurde ein Hangar auf dem früheren Flughafen Tempelhof durchsucht. Das bestätigte ein Sprecher des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten. Vier junge Männer seien befragt worden, es gab aber keine Festnahmen, sagte Sascha Langenbach. Der Einsatz mit zeitweise 250 Beamten sei gegen 8 Uhr nach fünfstündiger Dauer beendet worden. Auf dem Gelände befindet sich Berlins größte Flüchtlingsunterkunft.

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Einschätzungen von Markus Kaim und Christoph Strack

08. 50 Uhr - Die Tageszeitungen "Die Welt" und "Bild" melden auf ihren Online-Seiten unter Berufung auf Ermittlerkreise, bei dem Mann, der einen Lastwagen gesteuert haben soll, handele es sich um einen 23 Jahre alten Flüchtling aus Pakistan.

08.47 Uhr - Der Vorsitzende des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bischof  Heinrich Bedford-Strohm, kündigte für 18.00 Uhr einen Gedenkgottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an. Der katholische Erzbischof von Berlin, Heiner Koch, lud für 12.00 Uhr in die St. Hedwigs-Kathedrale zu einem Gebet für die Opfer und ihre Angehörigen ein.

08.05 Uhr - Die Tageszeitung "Die Welt" berichtet auf ihrer Online-Seite, ein Sondereinsatzkommando der Polizei habe einen Hangar im stillgelegten Berliner Flughafen Tempelhof gestürmt. Dort sind Flüchtlinge untergebracht. Das SEK habe eine erste heiße Spur. Die Polizei lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.
 

07.58 Uhr - Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur soll der gefasste Tatverdächtige mehrere Identitäten genutzt haben. Die genaue Identifizierung sei auch deswegen schwierig. Laut dpa lebte der Mann in einer Berliner Flüchtlingsunterkunft.

07.18 Uhr -  Der Bürgermeister von Nizza hat die Todesfahrt des LKW-Fahrers in Berlin mit dem Terroranschlag in der südfranzösischen Stadt verglichen. "Gleiche Vorgehensweise. Gleiche blinde Gewalt. Gleicher Hass auf glückliche Menschen", schrieb Philippe Pradal von der republikanischen Partei auf Twitter. Ein Tunesier hatte am französischen Nationalfeiertag, dem 14. Juli, einen Lastwagen in eine Menschenmenge auf der Strandpromenade von Nizza gelenkt und 84 Menschen getötet.

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Birgitta Schülke berichtet vom Anschlagsort

07.05 Uhr - Der Sender rbb-Inforadio meldet unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass der festgenommene mutmaßliche Fahrer des LKW aus Pakistan stammt. Er sei am 31.12.2015 in Passau nach Deutschland eingereist und sei der Polizei wegen geringfügiger Delikte bekannt.
 

06.41 Uhr - Der Lastwagen wird nach Polizeiangaben zur weiteren Spurensicherung vom Tatort abgeschleppt.
 

06.40 Uhr - Die Berliner Polizei spricht über den Vorsatz hinaus in einem weiteren Tweet von einem "vermutlich terroristischen Anschlag". Alle polizeilichen Maßnahmen hierzu "laufen mit Hochdruck und der nötigen Sorgfalt".

06.01 Uhr - Die Ermittler gehen davon aus, dass der Lastwagen in Berlin vorsätzlich auf einen Weihnachtsmarkt gesteuert wurde. Das teilte die Polizei am Dienstagmorgen über Twitter mit.

04.01 Uhr - Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) geht nach seinem bisherigen Informationsstand von einem "Terroranschlag" auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin aus. "Nach allem, was wir wissen, müssen wir von einem Terroranschlag ausgehen", erklärte Jäger. Ein Sprecher Jägers sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Informationen, die wir bisher haben, lassen uns zu dieser Bewertung kommen." Jäger erklärte: "Deshalb verstärkt die NRW-Polizei abermals ihre Präsenz und Wachsamkeit." Wo erforderlich, trügen die Beamten Schutzwesten und Maschinenpistolen.

03.28 Uhr - Ein leitender Mitarbeiter des polnischen LKW-Unternehmens äußerte die Vermutung, dass jemand mehrfach geübt hatte, das Fahrzeug zu starten. Lukasz Wasik sagte dem Internetportal money.pl, obwohl der Laster eigentlich bis zu seiner Entladung am Dienstag stehen bleiben sollte, sei laut den von ihm überprüften GPS-Daten aus dem Lastwagen der Motor drei Mal gestartet worden. Um 19.34 Uhr sei der LKW schließlich losgefahren.

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