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Aktuell Afrika

Live-Ticker: Geiselnahme in Mali zu Ende

Nach dem Überfall auf ein Hotel in Bamako befinden sich keine Geiseln mehr in der Hand der Angreifer. Die Terroristen haben sich verschanzt und werden von Spezialeinheiten verfolgt. Mindestens 27 Menschen wurden getötet.

Das ist bislang passiert:

  • Am Morgen hatten mehrere bewaffnete Angreifer das Luxushotel Radisson Blu in der malischen Hauptstadt Bamako gestürmt.
  • Die Angreifer riefen Sicherheitskreisen zufolge "Allahu Akbar" (Gott ist groß).
  • Einheimische Soldaten sowie Spezialkräfte aus den USA und Frankreich sind vor Ort.

Hier die jüngsten Entwicklungen:

20:31 MEZ: Der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Drian sagte, der algerische Dschihadist Mokhtar Belmokhtar habe womöglich eine Schlüsselrolle inne. "Es steckt vermutlich hinter den Attacken, aber wir sind noch nicht ganz sicher." Der Algerier Mokhtar Belmokhtar ist ein wichtiger Anführer des Al-Kaida-Ablegers im Islamischen Maghreb (AQIM).

19:55 MEZ: Olivier Salgado, Sprecher der UN-Mission, bestätigt, dass zwei Dschihadisten bei der Erstürmung des Hotels getötet wurden. Der Zugriff sei noch nicht beendet. Spezialeinheiten durchkämmten jeden Raum, um sicher zu gehen, dass es nicht noch weitere Tote gibt.

19:20 MEZ: UN-Generalsekretär BanKi Moon hat die bewaffnete Geiselnahme in dem Hotel in Bamako scharf verurteilt. Bansprach in New York von einem "abscheulichen Terrorangriff" und zeigte sich "besorgt", weil der Angriff zu einem Zeitpunkt komme, an dem das Mali"große Fortschritte" im Friedensprozess zwischen der Regierung und den Tuareg-Rebellen im Norden des Landes mache.

18:44 MEZ: Deutschland ist auch nach dem islamistischen Terrorangriff auf das Luxushotel zu einer Ausweitung seines Engagements in Mali bereit. Dies kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier an. "Wir schauen gemeinsam mit unseren Partnern, wie und wo das am wirkungsvollsten geschehen kann", sagte Steinmeier bei einem Besuch in Sambias Hauptstadt Lusaka.

Video ansehen 01:29

Mali: Mehr als 80 Geiseln aus Hotel befreit

18:25 MEZ: Bei dem islamistischen Terrorangriff hat es vermutlich keine deutschen Todesopfer gegeben. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte während eines Besuchs in Sambia: "Nach allem, was wir wissen, sind unter den Toten keine Deutsche." Nach neuesten Angaben hielten sich zu Beginn der Geiselnahme vier Bundesbürger, statt wie bisher vermutet zwei Deutsche, in dem Luxushotel Radisson Blu auf. Steinmeier sagte, alle vier hätten das Hotel unversehrt verlassen können.

17:55 MEZ: In den oberen Stockwerken des Hotels halten sich nach Angaben des malischen Sicherheitsministeriums immer noch islamistische Angreifer verschanzt.

17:32 MEZ: Zwei Angreifer sind Sicherheitskreisen zufolge getötet worden. Verletzte Zivilisten würden aus dem Hotel gebracht.

17:01 MEZ: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagt, alle Deutschen, die sich in Mali aufhielten, hätten sich in der Botschaft gemeldet.

Video ansehen 01:30

Walter Steinmeier: Reaktion auf Geiselbefreiung

17:00 MEZ: Die Geiselnahme in dem Luxushotel in der malischen Hauptstadt Bamako ist beendet. In dem Hotel würden keine Geiseln mehr gefangen gehalten. Das sagte der malische Innenminister Salif Traoré.

16:58 MEZ: Wie die Nachrichtenagentur AFP meldet, sind bei der Geiselnahme in Bamako nach Angaben aus ausländischen Sicherheitskreisen mindestens 18 Menschen getötet worden. 18 Leichen seien aus dem Hotel Radisson Blu geborgen worden, hieß es. Zwei Angreifer sollen getötet worden sein. Die Regierung gestätigte bisher nur drei Tote.

Mali Geiselnahme Hotel in Bamako Befreiung von Geiseln

Dieser Hotelgast konnten von den Spezial-Einheitskräften befreit werden

16:41 MEZ: Zwei mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Gruppen haben sich laut Medien zu dem Anschlag auf das Radisson Blu bekannt. Der arabische TV-Kanal Al-Dschasira meldete, er habe eine entsprechende Erklärung erhalten. Auch die mauretanische Nachrichtenseite Al-Akhbar berichtete, verantwortlich seien die Terrorgruppen Al-Murabitun und Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQIM). In der Erklärung heißt es demnach, Bedingung für die Freilassung der Geiseln in einem Luxushotel sei die Befreiung von Glaubenskämpfern aus Gefängnissen in Bamako.

16:36 MEZ: Die Regierung des westafrikanischen Landes teilt mit, die Geiselnehmer hätten nunmehr keine Menschen mehr in ihrer Gewalt.

Mali Geiselnahme Hotel in Bamako (Foto: imago/PanoramiC)

Sicherheitskräfte umstellen die Hotelanlage

15:51 MEZ: Ein Sprecher des indischen Außenministeriums gibt bekannt, alle 20 indischen Geiseln seien frei.

15:44 MEZ: Via Twitter bekennen sich Unterstützer einer dem Al-Kaida-Netzwerk zugerechneten Islamisten-Gruppe zu dem Angriff auf das Hotel.

15:41 MEZ: Das Auswärtige Amt in Berlin gibt via Twitter bekannt, es sei ein Krisenstab eingerichtet.

15:39 MEZ: Sechs amerikanische Geiseln konnten aus dem Hotel befreit werden. Das teilte ein Sprecher des US-Militärs mit.

15:37 MEZ: Nach dem Anschlag auf das Radisson-Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako hat die EU-Trainingsmission in Mali (EUTM) den Behörden des Landes Hilfe angeboten. Drei Rettungshubschrauber sowie die Kapazitäten des rund 60 Kilometer entfernten Militärhospitals in Koulikoro stünden bereit, um Opfer der Anschläge zu versorgen, sagte ein EUTM-Sprecher. In dem Hospital arbeiten überwiegend deutsche Sanitätssoldaten. Hinzu komme ein Team serbischer Militärärzte. Die Hubschrauber der Mission stammten aus Südafrika und würden von der EU gestellt.

15:32 MEZ: Auch 40 französische Spezialeinheiten beteiligen sich an der Befreiung der Geiseln in dem Hotel. Das teilte ein französischer Militär-Sprecher mit.

15:09 MEZ: Sieben algerische Hotelgäste konnten von den Spezialeinheiten befreit werden.

15:00 MEZ: US-Spezialeinheiten unterstützen nach Angaben eines Vertreters des Verteidigungsministeriums die malischen Streitkräfte vor Ort. Die US-Einsatzkräfte würden die befreiten Geiseln in Sicherheit bringen.

14.55 MEZ: In Sicherheitskreisen heißt es, die Geiselnehmer hätten sich im siebten Stockwerk des Hotels verschanzt.

Karte von Mali mit Bamako, Timbuktu und Sevare (Grafik: DW)

Die Luftaufnahme zeigt das Hotelgelände in Bamako

14.50 MEZ: Augenzeugen berichten von schweren Feuergefechten im Hotel.

14:36 MEZ: Noch immer befinden sich nach Angaben des Hotelbetreibers Rezidor-Hotel-Group 137 Menschen in der Gewalt der Geiselnehmer. Es handele sich um 124 Gäste und 13 Mitarbeiter, teilt das Unternehmen, das das Radisson Blu in Bamako betreibt, mit. Zunächst hatte die in Brüssel ansässige Hotel-Gruppe gesagt, dass 140 Hotelgäste und 30 Mitarbeiter als Geiseln genommen wurden.

14:12 MEZ: Bei dem Zugriff sind auch zwei Deutsche freigekommen. Dies teilt Außenminister Frank-Walter Steinmeier während einer Afrika-Reise in Sambia mit. Ob sich noch weitere Deutsche in dem Hotel befinden, blieb zunächst unklar.

13:57 MEZ: Frankreichs Präsident François Hollande hat Mali Hilfe angeboten. Er habe Präsident Ibrahim Keita gesagt, dass Frankreich bereit sei, den Kräften Malis die "notwendige Unterstützung" zu geben, sagte Hollande in Paris. "Der Zugriff läuft und wir werden mit unseren Mitteln vor Ort dazu beitragen, die Befreiung der Geiseln erreichen zu können. Wir müssen einmal mehr standhaft bleiben und unsere Solidarität mit einem befreundeten Land zeigen", sagte der Staatschef. "Das ist umso wichtiger, als es in diesem Hotel von Bamako Touristen und Unternehmensvertreter aus vielen Ländern gibt." Er rief Franzosen in Maliauf, sofort Kontakt zur französischen Botschaft aufzunehmen.

13:49 MEZ: Ein bekannter Sänger aus Guinea, der unter den 170 Geiseln war, berichtet, er habe gehört, wie sich die Angreifer auf englisch verständigt hätten.

13.43 MEZ: Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu bestätigt, dass unter den Geiseln auch fünf Mitarbeiter einer türkischen Fluglinie gewesen seien. Auch diese Crew sei in Sicherheit.

13:29 MEZ: Air-France-Sprecher Ulli Gendrot sagt, Air France habe alle Flüge zwischen Paris und Bamako gestrichen. Aus dem belagerten Hotel in der malischen Hauptstadt Bamako sind bisher 80 Geiseln befreit worden. Unter den Gästen war auch eine zwölfköpfige Air-France-Crew. Alle Mitarbeiter seien aber an einem "sicheren Ort", teilte die französische Fluggesellschaft mit.

13:15 MEZ: "Die Angreifer sind immer noch drin. Wir hören hin und wieder Schüsse", sagt ein Augenzeuge.

13:07 MEZ: Frankreichs Präsident Francois Hollande erklärt, es werde alles getan, um die Geiseln in Bamako zu befreien.

Die Fortsetzung lesen Sie hier:

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