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Aktuell Deutschland

+++ Live-Ticker: Attentäter von München handelte laut Polizei allein +++

Terror oder Amok? Der Hintergrund der tödlichen Schießerei in einem Einkaufszentrum der bayerischen Landeshauptstadt ist noch offen. Die Polizei gibt aber für die Bevölkerung Entwarnung - nach Stunden im Ausnahmezustand.

Video ansehen 01:17

Pressekonferenz der Münchner Polizei

Die bisherigen Ereignisse im Überblick:

  • Im Norden Münchens schießt am Freitagabend ein Mann auf Besucher des Olympia-Einkaufszentrums (OEZ).
  • Die Polizei spricht zunächst von einem "Terrorverdacht".
  • Nach offiziellen Angaben werden im OEZ mindestens neun Menschen tödlich verletzt, die Zahl der weiteren Verletzten wird zuletzt mit 16 angegeben.
  • Nahe dem Tatort wird ein zehnter Leichnam gefunden, bei dem es sich um den mutmaßlichen Täter, einen 18-jährigen Deutsch-Iraner, handelt. Die Polizei geht nicht mehr von Mittätern aus.
  • Die Polizei teilt mit, für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr mehr. Es gibt ein Info-Telefon: 089 29101910. Außerdem nennen die Behörden eine Vermissten-Nummer: 0800 775 6350.

5.35 Uhr: Unsere ARD-Kollegen von der Tagesschau bringen einen Kurzüberblick im Video.

5.24 Uhr: Die Polizei spricht allen, die von den Ereignissen betroffen sind, ihre Anteilnahme aus. Auf Twitter schreiben die Beamten: "Wir sind in Gedanken bei allen Verletzten und Angehörigen und trauern um die Toten."

5.08 Uhr: Die Münchner Polizei kündigt für den Mittag eine weitere Pressekonferenz an. Dann soll der aktuelle Stand der Ermittlungen präsentiert werden.

4.59 Uhr: Die Menschen, die zur Arbeit wollen, können - bis auf einige Einschränkungen - wieder den Nahverkehr nutzen. Aber München ist immer noch gelähmt. Eine Reporterin des Bayerischen Rundfunks sagt: "Die Stadt ist heute eine andere, als ich sie vor zwölf Stunden erlebt habe."

4.29 Uhr: Während viele Einsatzkräfte nach einer strapaziösen Nacht zu Bett gehen, werden einige Menschen keinen ruhigen Schlaf finden - und das womöglich für lange Zeit: Außer denen, die durch Schüsse verletzt wurden, sind viele durch die Ereignisse traumatisiert. Betroffene werden weiter vom Kriseninterventionsteam betreut.

4.25 Uhr: Ähnlich wie in Paris haben viele Menschen über die sozialen Netzwerke spontan ihre Wohnung für Hilfesuchende geöffnet - als diese die Straßen wegen möglicher Komplizen auf der Flucht verlassen sollten, aber nicht wussten, wo sie Schutz finden könnten.

4.18 Uhr: Nachdem die unmittelbare Gefahrensituation sich beruhigt hat, richtet die Polizei den Blick auf die emotionale Seite der letzten Stunden. Bei allem Schrecken und trotz aller Wut und Trauer, die der Angriff ausgelöst hat - die Beamten zeigen sich auch "gerührt von der Hilfsbereitschaft der Münchner Bevölkerung" und sagen auf Twitter danke dafür.

4.14 Uhr: Nicht nur die Sicherheitskräfte - auch Ärzte, Sanitäter und Pflegepersonal brachte der Anschlag an die Grenzen der Belastbarkeit. Krankenhäuser riefen den Katastrophenalarm aus, weil die Behörden zunächst mit dem Schlimmsten rechneten. Alle einsatzbereiten medizinischen Mitarbeiter wurden in die Kliniken beordert.

4.07 Uhr: Der Pressesprecher der Münchner Polizei, Marcus da Gloria Martins, wird von vielen Medienvertretern gelobt - für seine sachliche, souveräne Art, mit der Ausnahmesituation umzugehen. Der 43-Jährige, dem man keine Ermüdung ansah, sagte erleichtert vor Journalisten: "Es ist tatsächlich so, dass wir wieder nach vorne gucken können." Jetzt könne der neue Tag beginnen.

3.48 Uhr: Noch immer kreisen Hubschrauber über München. Rückblickend lässt sich sagen: Der Täter hat die komplette Stadt lahmgelegt. Die Sicherheitsbehörden mussten alle Verkehrsverbindungen kappen, da sie zunächst Mittäter vermuteten - deren Flucht sollte verhindert werden. Seitdem die Polizei von einem Alleintäter ausgeht, normalisiert sich das Leben in der Stadt allmählich. Aber "Sicherheit geht vor Schnelligkeit", sagt die Polizei und bittet um Verständnis für noch andauernde Einschränkungen.

3.16 Uhr: Die Polizei korrigiert ihre früheren Angaben: Es seien 16 Menschen durch Schüsse verletzt worden.

2.50 Uhr: Mit diesem Ermittlungsstand kehrt für die Bevölkerung wieder ein Stück Normalität ein. Da die Polizei nicht mehr von weiteren flüchtigen Tätern ausgeht, ist die Warnung, in den Häusern zu bleiben, aufgehoben. Es bestehe keine Gefahr mehr.

Polizeipräsident Hubert Andrä (Mitte) auf der Pressekonferenz (Foto: Reuters)

Polizeipräsident Hubert Andrä (Mitte) auf der Pressekonferenz

2.43 Uhr: Die GSG 9, die Anti-Terror-Einheit der deutschen Bundespolizei, war laut Polizeipräsident Hubertus Andrä in München aktiv. Die im Dezember 2015 gegründete "Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus" der Bundespolizei - kurz BFE+ - sei dagegen nicht zum Einsatz gekommen. Insgesamt waren demnach 2300 Sicherheitskräfte im Einsatz.

2.41 Uhr: Insgesamt 21 Menschen seien verletzt in Krankenhäuser eingeliefert worden, sagt der Polizeipräsident weiter. Von ihnen seien 16 noch in Behandlung, drei von ihnen seien schwer verletzt.

2.40 Uhr: Dass die Polizei zunächst von drei Tätern ausging, erklärt Andrä mit einem Auto, dass am Tatort mit hoher Geschwindigkeit davongebraust sei. Dies habe aber nichts mit den schrecklichen Geschehnissen zu tun gehabt.

2.35 Uhr: Die Tatwaffe war offenbar eine Pistole und nicht - wie zwischenzeitlich vermutet - eine Langwaffe.

2.32 Uhr: Die Polizei kann viele Fragen der Journalisten beantworten - nur eine nicht: Das Motiv und der Hintergrund für die Tat seien noch völlig unklar, sagt Polizeipräsident Andrä.

2.25 Uhr: Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä gibt als mutmaßlichen Täter einen bisher nicht polizeibekannten 18-jährigen Deutsch-Iraner an, der beide Staatsbürgerschaften besaß. Er habe seit längerem in München gelebt. Der Mann, der sich selbst tötete, habe allein gehandelt. Die zunächst eingeleitete Fahndung nach zwei weiteren Tätern sei auf Zeugenaussagen zurückgegangen, die sich nicht bestätigt hätten.

2.17 Uhr: In diesem Moment betreten die Polizeivertreter den Saal zur Pressekonferenz.

2.13 Uhr: Der Live-Stream aus dem Münchner Polizeipräsidium läuft bereits. Doch bisher sehen wir nur die wartenden Journalisten im Bild.

1.49 Uhr: In wenigen Minuten soll die mehrmals verschobene Pressekonferenz der Polizei beginnen. Dann werden wir mehr über den bisherigen Ermittlungsstand erfahren.

1.28 Uhr: Ist das eine Wende bei den Hypothesen zum Tathergang? Die Polizei gibt eine erste "vorsichtige Entwarnung". Sie bestätigt noch einmal den Fund einer Person, die sich selbst getötet hat - und fügt neu hinzu: Es handele sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um "den Täter, der nach jetzigem Ermittlungsstand allein agiert hat". Bisher rechnete die Polizei mit bis zu drei Tätern.

1.16 Uhr: Ein weiteres Opfer ist nach Polizeiangaben seinen Verletzungen erlegen. Damit steigt die Zahl der Toten auf zehn. Darunter sei auch die Leiche eines möglichen Täters, sagt ein Polizeisprecher. Der öffentliche Nahverkehr in der Stadt hat seinen Betrieb unterdessen wieder aufgenommen.

1.13 Uhr: Die Pressekonferenz der Polizei ist nun für 2.00 Uhr angesetzt.

1.09 Uhr: Die Polizei spricht nun von 21 Verletzten, die der Rettungsdienst gezählt habe.

Spezialkräfte auf den Straßen (Foto: Reuters)

Spezialkräfte auf den Straßen

0.55 Uhr: Die Münchner Polizei hat laut "Focus" das mutmaßliche Fahrzeug des oder der Täter sichergestellt. Das Nachrichtenmagazin habe dies von einem Polizisten am Ort erfahren, heißt es. Der dunkelgraue Mittelklassewagen sei auf einem Abschleppfahrzeug abtransportiert worden.

0:48 Uhr: Nach Informationen der Münchner Boulevardzeitung tz hat oder haben der oder die Täter offenbar gezielt auf die Köpfe der Opfer gefeuert. Dies legten mehrere ähnlich Verletzungsmuster nahe.

0.44 Uhr: Im ganzen Freistaat wehen an diesem Samstag die Flaggen auf Halbmast. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer ordnet Trauerbeflaggung an.

0.40 Uhr: Außer von acht Getöteten sowie einem ebenfalls toten möglichen Täter geht die Polizei bisher von mindestens zehn Verletzten aus - Medien berichten sogar von mindestens 20 Verletzten. Weiter heißt es bei der Polizei: "Wir sind immer noch im Großeinsatz und können immer noch nicht entwarnen."

0.34 Uhr: Die Nachrichtenagentur dpa meldet unter Berufung auf Sicherheitskreise, in München seien außer den angeforderten Beamten der Anti-Terror-Einheit GSG 9 auch Spezialkräfte der neuen BFE+ im Einsatz. Die schwer bewaffnete Einheit der Bundespolizei wurde im Dezember 2015 nach den Terroranschlägen von Paris gegründet. BFE+ ist eine Kurzform für "Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit plus". Sie soll Einheiten wie die GSG 9 und die Spezialeinsatzkommandos (SEK) unter anderem bei Anti-Terror-Einsätzen unterstützen.

0.28 Uhr: Noch in der Nacht dürften neue Details bekanntwerden: Innerhalb der nächsten Stunden ist eine Pressekonferenz im Polizeipräsidium München geplant. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest.

0.19 Uhr: Die Münchner Polizei bittet noch einmal darum, keine Videos und Fotos mit Bezug zu den Ereignissen in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Statt dessen solle das Bildmaterial auf einen Server der Polizei hochgeladen werden - um bei der Fahndung zu helfen und nicht flüchtigen Tätern Hinweise auf das Vorgehen der Sicherheitskräfte zu geben.

0.16 Uhr: Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault erklärt via Twitter seine "Solidarität mit Deutschland, das in diesem Augenblick einer schweren Prüfung unterzogen wird".

0.15 Uhr: Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu schreibt im Kurznachrichtendienst Twitter auf deutsch, er verurteile den Angriff aufs schärfste: "Im Kampf gegen den Terrorismus stehen wir mit Deutschland zusammen."

0.13 Uhr: Nicht nur US-Präsident Barack Obama, auch andere Politiker im Ausland nehmen Anteil. Der britische Außenminister Boris Johnson sagt: "Wir sind alle schockiert und traurig. Wenn es sehr wahrscheinlich scheint, dass das ein weiterer terroristischer Vorfall ist, dann denke ich, dass es noch einmal beweist, dass wir es hier mit einem globalen Phänomen zu tun haben, einer globalen Krankheit."

0.09 Uhr: Kanzleramtsminister Altmaier erklärt im ARD-Fernsehen, noch seien alle Hypothesen offen.

Lesen Sie hier die Fortsetzung unseres Live-Tickers.

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