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Aktuell Europa

+++ Live-Ticker: 31 Tote bei Brand in Odessa +++

Die Unruhen in der Ukraine greifen jetzt auch auf die südukrainische Hafenstadt Odessa über. Im Zuge blutiger Ausschreitungen kamen mindestens 40 Menschen ums Leben. Lesen Sie die Entwicklung im Live-Ticker.

23.01 Uhr - Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Medienberichten auch in der ostukrainischen Stadt Kramatorsk Stellungen der Separatisten angegriffen. Nach unbestätigten Angaben der russischen Agentur Ria Nowosti soll es Tote und Verletzte gegeben haben. Kramatorsk liegt etwa 20 Kilometer südlich von Slowjansk.

22.28 Uhr - Die moskautreuen Separatisten in der Ostukraine wollen ihre Geiseln nach russischen Angaben unter Bedingungen freilassen. Die festgehaltenen Militärbeobachter der OSZE sollten in die Obhut des russischen Sondergesandten Wladimir Lukin kommen, der sich derzeit in der Ostukraine aufhalte. Das teilte das Außenamt in Moskau nach einem Telefonat von Außenminister Sergej Lawrow mit dem Schweizer Bundespräsidenten und amtierenden OSZE-Vorsitzenden Didier Burkhalter mit. Voraussetzung sei, dass Lukins Mission nicht von ukrainischen Truppen behindert werde. Burkhalter habe zugesagt, entsprechend auf Kiew einzuwirken.

21.36 Uhr - Ukrainische Regierungstruppen sind gegen Warnungen aus Russland mit schweren Waffen ins Zentrum der von Separatisten besetzten Stadt Slowjansk vorgerückt. Die Agentur Interfax zitierte Separatisten, wonach elf gepanzerte Fahrzeuge sowie mehrere Busse mit Infanterie ins Zentrum eingedrungen sind. Die russische Staatsagentur Itar-Tass meldete, das Hauptquartier der prorussischen Aktivisten liege unter Beschuss. Das Verteidigungsministerium in Kiew teilte mit, dass zwei Soldaten bei einem Feuergefecht in der Ostukraine getötet worden seien.

21:34 Uhr - Die offiziellen Stellen in Kiew können noch nicht über die Urheberschaft des Feuers in Odessa Auskunft geben. Auch die Opfer des Gebäudebrandes sind noch nicht identifiziert worden; die Zahl der Toten wurde auf 31 Personen reduziert. Medienberichten zufolge sollen sich im Gebäude prorussische Demonstranten aufgehalten haben, Kiew-treue Anhänger sollen dann Brandbomben in das Gebäude geworfen haben. Diese Berichte sind aber bisher noch nicht bestätigt worden.

21:02 Uhr - Das ukrainische Innenministerium spricht beim Brand in Odessa von "krimineller Brandstiftung". 30 Personen seien durch das Feuer im Gewerkschaftsgebäude (Artikelbild) am Rauch erstickt, acht Menschen kamen beim Sturz durchs Fenster um.

20:54 Uhr - Bei dem Brand des Gewerkschaftsgebäudes in Odessa sind nach Angaben der Polizei 38 Menschen getötet worden.

20:07 Uhr - In der Ukraine finden die Unruhen kein Ende. Mittlerweile wurde in Odessa am Schwarzen Meer das Gewerkschaftsgebäude in Brand gesetzt, ein weitere Mann wurde bei getötet. Damit steigt die Zahl der Toten in Odessa auf vier Personen. In Slowjansk soll es derweil wieder Schusswechsel zwischen prorussischen Aktivisten und dem ukrainischen Soldaten geben.

19:58 Uhr - Kanadische Soldaten werden an einem gemeinsamen NATO-Manöver mit polnischen und amerikanischen Militärs teilnehmen. Das Büro des kanadischen Premierminister teilte mit, dass die 50 Soldaten die Übung in Swidwin (Polen) mit durchführen werden.

19:53 Uhr - Die Chefs der deutschen Konzerne Metro, E.ON und Siemens werden trotz der Ereignisse in der Ukraine am Wirtschaftsforum in St. Petersburg vom 22. bis 24. Mai teilnehmen. Für E.ON und Metro werden die Chefs Johannes Teyssen und Olaf Koch nach St. Petersburg fliegen. Siemens erklärte, es sei noch offen, wer anreise. Konzernchef Joe Kaeser steht allerdings schon auf der Liste der Teilnehmer für das Forum, dessen Schirmherr Russlands Präsident Wladimir Putin ist. Es ist eines der wichtigsten Treffen von Führungskräften aus Wirtschaft und Politik in Russland. Der US-Aluminiumhersteller Alcoa wird seinen Chef, den Ex-Siemens-Vorstand Klaus Kleinfeld, auf Bitten der US-Regierung nicht zum Treffen schicken. Lediglich der höchste russische Alcoa-Managern wird anwesend sein.

19:38 Uhr - Schlagabtausch im UN-Sicherheitsrat: Die Vertreter Frankreichs, Großbritanniens und der USA werfen Russland vor, die Aktivisten in der Ukraine ausgerüstet zu haben. "Russland stellt gerade fest, dass es die Kontrolle über diese Gruppen verlieren könnte", stellte der französische Botschafter ironisch fest. Der russische Vertreter rief in New York dazu auf, keine "fatalen Fehler" zu begehen. Es ist das 13. Mal, dass der UN-Sicherheitsrat wegen der Krise in der Ukraine zusammenkommt. Dass jetzt eine gemeinsame Resolution verabschiedet wird, gilt als unwahrscheinlich. Russland hatte schon vorherige Versuche mit seinem Veto blockiert.

19:30 Uhr - UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon schickt seinen Stellvertreter Jeffrey Feltman nach Moskau und Kiew. Dort wird Feltman in den kommenden Wochen "ranghohe Beamte und internationale Partner" treffen und sich um eine friedliche Lösung des Konfliktes bemühen, teilte der UN-Chef in New York mit. Das Ziel: Rückkehr zur Diplomatie.

19:06 Uhr - Die Sanktionen könnten laut US-Präsident Obama und Bundeskanzlerin Merkel in eine dritte Phase eintreten. Damit würde nicht nur auf einzelne Personen aus dem Umkreis des russischen Präsidenten Putin gezielt werden, sondern auf ganze Wirtschaftszweige und Branchen. Falls notwendig auch gegen die Interessen der EU-Partner, wie US-Präsident Obama in Washington betonte.

19:01 Uhr - Unter Leitung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am Freitagabend der Krisenstab des Auswärtigen Amts über die Lage in der Ukraine beraten. Dabei ging es nach Angaben des Ministeriums insbesondere um eine Lösung für das Team von westlichen Militärbeobachtern, die seit einer Woche im Osten des Landes festgehalten werden.

Zusammenstöße in Odessa, Ukraine (Foto: Reuters)

Auch in Odessa kam es zu Auschreitungen, mindestens drei Menschen wurden getötet

18:45 Uhr - Vor dem Hintergrund der eskalierenden Gewalt in weiten Teilen der Ost-Ukraine sei es offensichtlich, dass die prorussischen Aktivisten keine friedvollen Demonstranten seien, sagte US-Präsident Obama in Washington. Die Zahl der Toten bei den Auschreitungen in Odessa ist mittlerweile auf drei Personen gestiegen. Bei den Krawallen zwischen Separatisten und Kiew-Anhängern wurden 15 Menschen verletzt, wie die Polizei mitteilte.

18:40 Uhr - US Präsident Barack Obama hält einen befürchteten Stopp russischer Gas- und Öllieferungen nach Europa für "unrealistisch". Selbst in der schlimmsten Zeit des Kalten Krieges seien russische Energielieferungen an Europa weiter geflossen, sagte Obama in Washington.

USA und Deutschland: Angela Merkel und Barack Obama in Washington (Foto: Getty Images)

Angela Merkel und Barack Obama in Washington

18:23 Uhr - Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Barack Obama Russland gedroht, weitere Sanktionen einzuleiten, falls Russland die Lage in der Ukraine weiter außer Kontrolle bringe. Russland müsse seinen Einfluss auf militärische Gruppen in der Ukraine geltend machen. Nach einem Gespräch mit dem US-Präsidenten in Washington hat auch Angela Merkel weitere Sanktionen nicht ausgeschlossen. Die geplanten Wahlen in der Ukraine sollten mit Hilfe der OSZE so vorbereitet werden, dass sie echte Fortschritte bringen, sagte Merkel. Die Diplomatie habe Vorrang.

18:02 Uhr - Russland hat ukrainische Angaben zurückgewiesen, wonach bewaffnete russische Saboteure versucht hätten, über die Grenze in die Ukraine zu gelangen. Dieser Bericht entspreche nicht der Realität, meldet die Nachrichtenagentur Itar Tass unter Berufung auf den russischen Geheimdienst FSB.

17:43 Uhr - Der Chef der selbsternannten Republik von Donetsk, Denis Pushilin, teilte mit, dass der Angriff ukrainischer Truppen auf Slowjansk die Freilassung der sieben OSZE-Beobachter verzögern wird.

17:17 Uhr - Der UN-Sicherheitsrat wird sich auf Drängen Russlands noch am Freitagabend (MESZ) mit der Krise in der Ukraine befassen. Bei vergangenen Sitzungen zum Thema hatten sich einige der 15 Mitglieder teils heftig gestritten. Einen Resolutionsentwurf, in dem der Anschluss der Krim an Russland verurteilt werden sollte, hatte Moskau mit seinem Veto blockiert.

17:00 Uhr - Bei der Offensive in Slowjansk hat es zahlreiche Tote gegeben. Interimspräsident Oleksander Turtschinow sprach von "vielen Toten" auf Seiten der Gegner Kiews. Turtschinow bestätigte zudem den Tod von zwei ukrainischen Soldaten. Die prorussischen Kräfte sprachen dagegen von drei getöteten Kämpfern und drei toten Zivilisten. Die Regierung in Kiew wirft den prorussischen Kräften vor, sich in bewohnten Gebieten zu verschanzen und Zivilisten als Schutzschilde zu missbrauchten.

16:40 Uhr - Bei Krawallen in Odessa zwischen prorussischen Separatisten und Anhängern der Regierung in Kiew ist mindestens ein Mann erschossen worden. Der Mann sei von einer Kugel in der Lunge getroffen worden, teilte die Polizei mit. Demonstranten hätten Brandsätze und Steine geworfen.

16:10 Uhr - In der südukrainischen Hafenstadt Odessa haben sich pro-russische Aktivisten und ukrainische Demonstranten eine Straßenschlacht geliefert. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Odessa war bislang von den Unruhen weitgehend verschont geblieben.

15:54 Uhr - Russland fordert, dass sich der UN-Sicherheitsrat umgehend mit der ukrainischen Offensive befasst. Das melden russische Medien.

15:50 Uhr - Die großen Scharmützel scheinen abgeebbt zu sein, aber die Lage ist weiter angespannt:

15:37 Uhr - Auch an der Börse werden die Vorgänge mit Nervosität registriert. Die Nachrichtenagentur Reuters zitiert einen Börsianer mit den Worten, Anleger hielten sich zurück, da befürchtet werde, dass die Lage in der Ukraine am Wochenende eskaliere. Deshalb lägen die Kurse des Deutschen Aktienindexes und des EuroStoxx50 trotz ansonsten guter Daten im Minus.

15:18 Uhr - Angesichts der neuen Spannungen droht Russland der Ukraine abermals damit, die Gaslieferungen zu drosseln. Energieminister Alexander Nowak sagte, falls die Vorauszahlungen für Juni nicht bis Ende Mai eingegangen seien, könnten schon dann die Lieferungen eingeschränkt werden.

14:31 Uhr - Die ukrainischen Regierungstruppen haben bei ihrer Offensive in Slawjansk nach Angaben prorussischer Aktivisten nur wenige Straßen in Vororten Slowjansks eingenommen. "Den von Kiew kontrollierten Einheiten ist es nicht gelungen, die Stadt zu erobern", sagte ein Sprecher der Separatisten der Agentur Interfax. Die prorussischen Milizen kontrollierten weiterhin die ostukrainische Stadt mit etwa 125 000 Einwohnern.

Die ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf sieht die ukrainischen Truppen allerdings auf dem Vormasch:

13:54 Uhr - Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich über die in Slowjansk festgehaltenen OSZE-Beobachter besorgt geäußert. Zwar sei deren Zustand am Freitagmorgen den Umständen entsprechend gut gewesen. "Doch die Lage ist durch die jüngste Eskalation nicht einfacher geworden." Sie hoffe, dass die Bemühungen um eine Freilassung keinen Rückschlag erlitten, sagte von der Leyen.

13:45 Uhr - Bundesaußenminister Steinmeier fordert die Parteien dazu auf, zu den Vereinbarungen von Genf zurückzukehren. Dort hatten die Ukraine, Russland, die USA und die EU sich darauf geeinigt, "jede Form der Gewalt, Einschüchterung und provozierende Handlungen" zu unterlassen.

13:20 Uhr - Die russische Regierung hat vor dramatischen Folgen des Vorgehens der ukrainischen Armee gegen die Separatisten im Osten des Landes gewarnt und den Westen für die Krise mitverantwortlich gemacht. Der Einsatz gegen das eigene Volk sei ein Verbrechen und führe das Land in eine Katastrophe, heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums in Moskau. Es forderte außerdem den Westen auf, seine "destruktive Politik" bezüglich der Ukraine zu beenden.

Eine Frau hält Soldaten eine Ikone entgegen (Foto: Reuters)

Ikonen gegen Waffen

12:50 Uhr - Die Verhandlungen über eine Freilassung der in der Ostukraine verschleppten OSZE-Militärbeobachter haben nach Angaben von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier eine sensible Phase erreicht. Die Gespräche darüber liefen weiter und er könne sich daher nicht zu Details äußern, sagte Steinmeier nach Gesprächen mit seinem Schweizer Kollegen Didier Burkhalter in Bern. Burkhalter, der derzeit auch Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ist, forderte die bedingungslose Freilassung der Militärbeobachter. Steinmeier bezeichnete die Ukraine-Krise als enorme Herausforderung für alle Beteiligten.

12:35 Uhr - Prorussische Separatisten räumen nach Angaben des Kiewer Innenministeriums in der ostukrainischen Stadt Luhansk die besetzten Büros der Staatsanwaltschaft sowie ein Fernsehzentrum. Zuvor habe es Gespräche mit örtlichen Behördenvertretern gegeben, hieß es.

12:25 Uhr - Nach Attacken auf ukrainische Militärhubschrauber im Osten des Landes haben Regierungseinheiten nach eigenen Angaben vier mutmaßliche Schützen festgenommen. Das Verteidigungsministerium veröffentlichte Fotos von vier gefesselten Männern in Zivilkleidung mit über den Kopf gestülpten Säcken.

Nahe der Stadt Slowjansk waren zuvor zwei

Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 abgeschossen worden.

Zwei Besatzungsmitglieder wurden getötet und mehrere weitere verletzt. Eine weitere Maschine wurde getroffen, konnte aber sicher landen.

12:15 Uhr: Die Europäische Union sieht das militärische Vorgehen in der Ostukraine mit Sorge. Das teilte die Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Brüssel mit.

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