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Kultur

'Live Earth' rockt für die Umwelt

Es soll eines der größten Musikereignisse in der Geschichte sein: Mehr als 150 Künstler wollen mit Auftritten in acht Ländern auf allen Kontinenten auf den Klimawandel aufmerksam machen.

Konzert in Schanghai

Konzert in Schanghai

Traditionelle Tänze in Australien und High Tech in Japan: Sydney und Tokio haben am Samstag (7.7.) die Reihe der weltweiten "Live Earth"-Konzerte eröffnet, mit denen die Organisatoren um den früheren US-Vizepräsident Al Gore ihre Botschaft zum Klimaschutz in alle Welt tragen wollen. "Mit 'Live Earth' hoffen wir Menschen durch die Kraft der Musik zu verbinden und mit einer simplen, universellen Botschaft in die Pflicht zu nehmen: SOS. Folgt dem Ruf", wandte sich Gore an die Besucher in Tokio.

Angepeilt: Zwei Milliarden Zuschauer

Ein Aboriginal tanzt beim Konzert in Sydney

Ein Aboriginal tanzt beim Konzert in Sydney

Die längst nicht überall ausverkauften Konzerte in London, New York, Sydney, Tokio, Schanghai, Johannesburg, Rio de Janeiro, Hamburg und auch Washington - das kurzfristig hinzugekommen ist - sollen über die verschiedenen Zeitzonen der Erde hinweg 24 Stunden dauern. Zusammen mit der Übertragung im Internet und anderen Medien wollen die Veranstalter mehr als zwei Milliarden Menschen erreichen.

Zu den teilnehmenden Künstlern gehören Madonna in London, Shakira in Hamburg oder Lenny Kravitz an der Copacabana. "Wenn sich genug Menschen gemeinsam gegen die Klimakrise stark machen, bleibt den Unternehmen und Politikern nichts anderes übrig, als ebenfalls zu handeln", sagte 'Live 8-Initiator Kevin Wall, der das Musikspektakel zusammen mit Al Gore ins Leben gerufen hatte. Zu den erklärten Zielen der "Live Earth"-Bewegung gehöre es etwa, den Kohlendioxidausstoß bis 2050 um 90 Prozent zu reduzieren.

Konzert am Südpol

Konzert in Kyoto

Auch in Kyoto, wo 1997 das gleichnamige Klima-Protokoll unterzeichnet wurde, gab's ein Live Earth-Konzert

Um die Zahl aller Kontinente komplett zu machen, haben britische Forscher sogar ein Konzert in der Antarktis angekündigt. In der Rothera-Research-Station werden fünf Mitarbeiter vor ihren 17 Kollegen auftreten, heißt es auf der Internetseite des British Antarctic Survey. Auch in Kyoto, wo 1997 das internationale Protokoll zur Reduktion von Treibhausgasen unterzeichnet wurde, findet ein kleineres Zusatzkonzert statt.

Ganz andere Dimensionen herrschen im brasilianischen Rio de Janeiro. Am Strand der Copacabana wollen sich nach Schätzungen der Veranstalter 700.000 Zuschauer versammeln. Das größte "Live-Earth"-Konzert, dem zwischenzeitlich aus Sicherheitsgründen das Aus drohte, wurde am Ende doch genehmigt. Eine Richterin hob ihre eigene Verbotsverfügung wieder auf; eine klagende Staatsanwältin will nun aber eine Entschädigung für gestörte Anwohner erreichen.

Erlöse gehen an die Klimaschutzbewegung

Das Hamburger Konzert wurde am frühen Samstagnachmittag von Latino-Sängerin Shakira eröffnet. Außerdem haben Rapper Snoop Dogg, der spanische Sänger Enrique Iglesias und der als Cat Stevens berühmt gewordene Sänger Yusuf zugesagt. Auch zahlreiche deutsche Stars wie Jan Delay, Sasha, Roger Cicero und die Band Silbermond haben ihr Kommen angekündigt.

Der Umweltaktivist und ehemaliger US-Vizepräsident Al Gore

Der Umweltaktivist und ehemaliger US-Vizepräsident Al Gore (Archivbild)

24 Stunden nach dem Start in Sydney werden Bon Jovi, die Smashing Pumpkins und The Police beim finalen Konzert im Giants-Stadium in New York die Schlussakkorde anstimmen. Die gesamten Erlöse aller Konzerte gehen an die Schutzinitiative "Alliance for Climate Protection", die von Al Gore ins Leben gerufen wurde. (wga)

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