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Kultur

Literaturpreis für Rothmann

Ralf Rothmann erhält den mit 15.000 EUR dotierten Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2008. Der 1953 in Schleswig geborene, im Ruhrgebiet aufgewachsene, seit 1976 in Berlin lebende Autor wird für seine bisherigen Werke ausgezeichnet. Die Jury hebt Rothmanns kompositorisches Talent hervor, sein mimetisches Vergnügen an Dialog und Milieuschilderung, vor allem in den Ruhrgebiets-Romanen ("Stier", "Wäldernacht", "Milch und Kohle", "Junges Licht" 1991-2004), seine seismographische Sensibilität für die Erinnerungslandschaften der westdeutschen Industriestädte und für die interkulturelle Gegenwart Berlins (z.B. "Flieh, mein Freund", 1998, und "Rehe am Meer", 2006), seine religiöse Grundorientierung (in dem Lyrikband "Gebet in Ruinen", 2000) sowie seine hohe erzählerische Empathie für soziale Lebenswelten.

Preiswürdig vor allem in Ralf Rothmanns Werken ist seine Überzeugung, dass "Kultur den Alltag humanisiert" und besonders jungen Menschen hilft, ihr Selbstdenken zu stärken und die "Fragen andas Leben etwas genauer zu stellen".