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Sport

Lisicki im Halbfinale von Wimbledon

Sabine Lisicki setzte sich in Wimbledon gegen die Französin Marion Bartoli durch. Seit dem Ende der Ära Steffi Graf hat keine Deutsche mehr in einem Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers gespielt.

Sabine Lisicki mit der Siegerfaust (Foto: AP)

Als erste deutsche Spielerin seit zwölf Jahren hat Sabine Lisicki das Halbfinale der All England Championships in Wimbledon erreicht. Nachdem sie im zweiten Satz schon drei Matchbälle vergeben hatte, zog Lisicki auf dem Centre Court durch ein 6:4, 6:7 (4:7) und 6:1 gegen die französische Weltranglistenneunte Marion Bartoli in die Runde der letzten Vier ein.

Beim einem Grand Slam war zuletzt Steffi Graf so weit gekommen, 1999 in Wimbledon. Graf unterlag damals im Endspiel Lindsey Davenport (USA). "Ich kann es noch gar nicht glauben", sagte Lisicki unmittelbar nach dem Match, "ich bin so happy, ich kann gar nicht beschreiben, wie glücklich ich bin. Ich freue mich so, auf dem Centre Court zu stehen, den Platz, den ich so liebe."

Sabine Lisicki returniert einen Ball am Netz im Viertelfinal-Match von Wimbledon gegen die Französin Marion Bartoli. (Foto: AP)

Sabine Lisicki ließ sich selbst von drei vergebenen Matchbällen im zweiten Satz nicht beirren

Im Halbfinale gegen Scharapowa

Lisicki, auf der Weltrangliste auf Platz 62 geführt, begann das Match gegen die Wimbledon-Finalistin von 2007 sehr konzentriert und dominierte den ersten Satz über weite Strecken mit ihrem Aufschlag und druckvollem Spiel. Am Ende des zweiten Durchgangs vergab sie in ihrem zweiten Viertelfinale in Wimbledon nach 2009 drei Chancen, das Spiel vorzeitig zu beenden und verlor den Satz im Tiebreak.

Die Berlinerin ließ sich dadurch aber nicht verunsichern. Nach 2 Stunden und 21 Minuten nutzte die 21-Jährige ihren vierten Matchball. Im Halbfinale am Donnerstag (30.06.2011) trifft sie auf Maria Scharapowa. Die Russin bezwang im Viertelfinale die Slowakin Dominika Cibulkova mit 6:1, 6:1. "Ich habe nichts zu verlieren, ich werde rausgehen und kämpfen", kündigte Lisicki an.

Sprung unter die Top 30

Der elfte Rasen-Sieg in Serie garantiert der Deutschen ein Rekord-Preisgeld von umgerechnet 307.000 Euro und den Sprung unter die Top 30 der Weltrangliste. Lisicki ist zugleich erst die zweite Spielerin nach der Chinesin Zheng Jie 2008, die als Wild-Card-Starterin die Runde der letzten Vier in Wimbledon erreichte.

Autor: Arnulf Boettcher (mit sid,dpa)
Redaktion: Sarah Faupel