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DokFilm

Lighter than Orange - Die Hinterlassenschaft von Dioxin in Vietnam

Noch immer leiden mehr als 4 Millionen Menschen an den Spätfolgen des Einsatzes von Agent Orange. Welche Erinnerungen haben nordvietnamesische Kriegsveteranen an die Ereignisse und wie leben sie heute mit dem Trauma?

Im Vietnamkrieg (1955-1975) setzten die USA Agent Orange zur Entlaubung von Wäldern und zum Zerstören von Nutzpflanzen ein. Der feindlichen Guerillabewegung FNL („Vietcong“) sollte so die Tarnung durch den dichten Dschungel erschwert und ihre Nahrungsmittelversorgung unterbrochen werden. Agent Orange wurde von Flugzeugen oder Hubschraubern aus großflächig versprüht. Das darin enthaltene Dioxin führte in Millionen Fällen zu schwerwiegenden Änderungen des Erbguts. Noch heute sind nicht nur Böden und Grundwasser in den betroffenen Regionen verseucht, auch Kinder kommen noch immer tot zur Welt oder sind von Geburt an schwer krank.

Die Schicksale der Opfer

25.11.2015 DW Doku Lighter-Than-Orange 3

Veteranen auf dem Balkon im „Dorf der Freundschaft“ in Hanoi - gegründet von einem ehemaligen US-Soldaten für die Opfer des Vietnamkrieges.

In seinem Dokumentarfilm LIGHTER THAN ORANGE zeigt der Regisseur Matthias Leupold die Folgen politischen Versagens anhand der Geschichten der Opfer. Nordvietnamesische Veteranen erzählen von ihren Erinnerungen an den Krieg und von den traumatischen Folgen von Agent Orange. Da sie während des Vietnamkriegs dem dioxinhaltigen Entlaubungsmittel Agent Orange ausgesetzt waren, veränderte sich die DNA der Veteranen. Die Folge sind unheilbare Krankheiten und Fehlstellungen, an denen ihre Kinder immer noch leiden.

Ein Trauma, das nie endet

25.11.2015 DW Doku Lighter-Than-Orange4_

Dó Du’c Diu trauert an der Grabstelle seiner zwölf verstorbenen Kinder.

Hà Ngoc Phúc lebte seit seiner Rückkehr aus dem Krieg mit seiner Frau in der Provinz Phu Tho. Ihr gemeinsames Kind kam mit Missbildungen zur Welt und verstarb wenig später. Dasselbe passierte auch mit ihrem zweiten Kind. Zusammen trafen sie deshalb die Entscheidung, in Zukunft kinderlos zu bleiben. Auch Dó Du’c Diu und seine Frau leiden bis heute unter den Folgen. Von ihren fünfzehn Kindern überlebten nur drei. Es vergingen Jahre, bevor sie herausfanden, dass dies die Folgen der Entlaubungsmittel waren, denen sie während des Kriegs ausgesetzt waren. Sie hatten keine Ahnung, dass die Gesundheit der Menschen Schäden tragen könnte. Ihre Schicksale stehen stellvertretend für das von Millionen betroffenen Opfern.



Ausstrahlungszeiten:

DW (Amerika)


FR 04.12.2015 – 17:15 UTC
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