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Filme

Lieblingsfilme aus zwölf Monaten

Was waren die Kinohöhepunkte 2010? Wie sahen die schönsten Kinomomente aus, wer hatte die tollsten Auftritte? 3 x 5 Lieblingsfilme aus ganz subjektiver Sicht.

Filmszene aus dem Film 'A Single Man' des Ex-Gucci-Modedesigners Tom Ford ***Achtung: Nur zur Berichterstattung über diesen Film verwenden!***

"A Single Man"

"Up in the Air" … weil der Film von Jason Reitman beweist, dass Unterhaltung intelligent und bissig, humorvoll und dennoch gesellschaftsrelevant sein kann. Außerdem läuft George Clooney als Unternehmensrausschmeißer vom Dienst in Höchstform auf. Kein Kinobesucher wusste, wie schön es sein kann, gefeuert zu werden…

"Inception" … weil man noch nie einen Big-Budget-Hollywoodfilm gesehen hat, der derart zerstörerisch mit dem Szenenbild umgeht, und dennoch hat man das Gefühl, dass Action und Spezialeffekte immer der Handlung dienen. Allerdings haben die tolle Idee und ein überzeugendes Drehbuch diesem Film die ideale Grundlage gegeben. Applaus für Regisseur und Drehbuchautor Christopher Nolan!

Szene aus der Grabeskirche im Film 'Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen' (Foto: x-verleih)

"Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen"

"Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen" … weil es fast unglaublich ist anzusehen, wie sechs christliche Konfessionen um die Hoheit in der Grabeskirche in Jerusalem rangeln. Gleichzeitig bleibt die spirituelle Atmosphäre des Ortes erhalten. Ein großartiger Dokumentarfilm von Hajo Schomerus, der die Menschen mit all ihren Schwächen zeigt. Nie zuvor lagen Andacht und Lachen so nah beieinander.

"Same same but different" von Detlev Buck … weil es sich um die ungewöhnlichste Liebesgeschichte seit Jahren handelt. David Kross verliebt sich so ungezwungen, ernsthaft und überzeugend in eine kambodschanische Ex-Prostituierte (Apinya Sakuljaroensuk), dass man ihm in jedem Moment die Daumen drückt. Ein wunderbarer Balanceakt zwischen kulturellen Differenzen, Armut, Aids und dem Glauben an eine gemeinsame Zukunft.

"Von Menschen und Göttern" … weil der Regisseur Xavier Beauvois beweist, dass langsames Erzählen und ruhige Schnitte dennoch eine große Spannung erzeugen können. Wenn die französischen Mönche miteinander diskutieren und ihre Ängste offenbaren, ob ihres bevorstehenden Todes, dann geschieht das in großer französischer Tradition: intellektuell scharfsinnig, sprachlich geschliffen, jede Szene voller Kraft und Mitgefühl.

Bernd Sobolla

"Carlos" von Olivier Assayas ... weil die Saga vom Aufstieg und Fall des Terroristen Carlos atemberaubend und packend inszeniert ist. Nur in der 5 ½ stündigen Fassung ansehen!

Carlos mit erhobener Waffe - Szene aus dem film Carlos (Foto: Film En Stock - Egoli Tossell Film)

"Carlos - der Schakal"

"Das Konzert" von Radu Mihaileanu ... weil es eine wunderbare Komödie mit tragischen Einschüben ist. Der Film feiert die russische und jüdische Seele und man lacht und weint als Zuschauer mit.

"Ajami" von Scandar Copti und Yaron Shani ... weil die beiden israelischen Regisseure (einer ist Palästinenser, der andere Jude) in ihrem Episodenfilm meisterhaft vom Alltag im Stadtteil Ajami in Jaffa erzählen. Dabei verschiebt sich immer die Erzählperspektive.

"Die Beschissenheit der Dinge" ... weil der zweite Spielfilm von Felix van Groeningen eine Ode an das Unangepasste ist, ein ebenso lauter, derber wie auch einfühlsamer und melancholischer Film.

"Im Angesicht des Verbrechens" von Dominik Graf ... weil die packende 10teilige TV-Serie um die Verwickelungen eines jüdisch-russischstämmigen Polizisten mit der russischen Mafia in Berlin Kinoqualitäten hat und leider nur während der Berlinale auch auf der großen Leinwand gezeigt wurde.

Jörg Taszman

"Lourdes" von Jessica Hausner ... weil es die Regisseurin mit den einfachsten filmischen Mitteln schafft die Zuschauer in eine ganz fremde Welt (der Religion) mitzunehmen und glaubhaft von Dingen erzählt, die einem eigentlich gänzlich fremd sind.

"Ein Prophet" von Jacques Audiard ... weil die Erlebnisse des jungen Malik (großartig: Tahar Rahim) im Gefängnis hart, kompromisslos, voller Dramatik und Tragik erzählt werden und der Regisseur damit an die große französische Kriminalfilmtradition anknüpft.

"Serious Man" von Ethan und Joel Coen .... weil es die beiden Genies des amerikanischen Kinos geschafft haben uns mit dem Physikprofessor Larry Gopnik eine der aberwitzigsten und mitleiderregendsten Filmfiguren der jüngeren Kinogeschichte nahezubringen.

Mann vor beschriebener Tafel - Szene aus dem Film A Serious Man (Foto: Tobis Film)

"A Serious Man"

"Single Man" von Tom Ford ... weil der Modemacher Tom Ford unvergleichlich schöne, atmosphärische Bilder auf die Leinwand zaubert, die niemals kitschig wirken und uns darüber hinaus die zu Herzen gehende Geschichte eines Homosexuellen erzählt.

"Sin Nombre" von Cary Fukunaga ... weil selten so kraftvoll und dynamisch von den Menschen erzählt wurde, die weltweit auf der Flucht sind und der in Kalifornien geborene Regisseur mit japanisch-schwedischen Wurzeln für das neue "Weltkino" steht.

Autor/Redaktion: Jochen Kürten

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