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Reise

Liebe auf den zweiten Blick

Seit dem 16. Juni hat die documenta 12 in Kassel ihre Tore geöffnet. Die alle fünf Jahre stattfindende Weltkunstschau macht die sonst eher zurückhaltende Stadt aufregend.

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In Kassel gibt es mehr zu sehen als die "documenta"

Eine Skulptur, die Spitzhacke von Claes Oldenburg, steht in Kassel

Spitzhacke von Claes Oldenburg

Kassel - das ist die "documenta", die alle fünf Jahre stattfindende bedeutendste Ausstellung moderner, bildender Kunst in der Welt. Wenn man durch die Stadt an der Fulda läuft, stößt man auf so allerlei Verrücktes: einen 1000 Meter langen Metallstab zum Beispiel, senkrecht in die Erde gerammt - das "Kasseler Loch" des Künstlers Walter de Maria. Und bei einem Spaziergang an der Fulda trifft man auf eine überdimensionale Spitz-Hacken: Eine 12 Meter hohe Skulptur des Künstlers Claes Oldenburg, die zur "documenta 7" (1982) realisiert wurde.

Herkules nimmt's gelassen

Moderne Kunst ist hier überall sichtbar. Nicht nur neue Kunstwerke zieren das Kasseler Betonpflaster, sondern auch historische Monumente, die über Hügel ragen: So steht der sagenhafte Held Herkules in aller Ruhe, auf eine Keule gestützt, auf der Spitze einer Pyramide im waldigen Kurpark unmittelbar vor den Toren Kassels. Aus 600 Metern luftiger Höhe schaut er weit über das kurfürstliche Schloss Wilhelmshöhe auf die Stadt herunter. Und auf das hektische Treiben, wenn die "documenta" alle fünf Jahre wieder Besucher aus aller Welt lockt.

Kassel: Tapetenmuseum

Das Tapetenmuseum

Aber nicht nur Gegenwartskunst ist präsent, sondern auch die alten Meister: Die Galerie alter Meister im Schloss Wilhelmshöhe birgt eine der bedeutendsten Rembrandt-Sammlungen der Welt. Kurioses gibt es auch zu sehen: In Kassel gibt es ein Museum für Tapeten und Wandschirme.

Schneewittchen und der böse Wolf

Kassel ist nicht nur Heimat alter und neuer Kunstvisionen, sondern auch der märchenhaften Träume: Kassel bildet den Mittelpunkt der "Deutschen Märchenstraße", einer romantische Touristenstrecke von Hanau nach Bremen. Die Brüder Wilhelm und Jacob Grimm lebten und arbeiteten in Kassel. Zwischen 1812 und 1815 trugen sie hier den größten Teil ihrer weltberühmten Sammlung von Märchen zusammen. Schneewittchen und die sieben Zwerge, Rotkäppchen und der böse Wolf, Frau Holle - Märchen, die in Deutschland jedes Kind kennt.

Skulptur mit Denkmal der Brüder Grimm in Kassel

Denkmal der Brüder Grimm in Kassel

Die Grimmschen Märchen wurden in über 140 Sprachen übersetzt und sind auch in anderen Kulturen fester Bestandteil der Märchen- und Sagenwelt geworden. Natürlich wird das Erbe der Gebrüder Grimm in Kassel gepflegt. Das Brüder-Grimm-Museum im Palais Bellevue ist immer einen Besuch wert. Hier findet man im zeitgenössischen Ambiente eine Sammlung historischer Märchenbücher aus der ganzen Welt.

Kunst, Märchen und die Wurst

Und was ist Kassel noch, außer Kunst und Märchen? In Kassel geht es auch um die Wurst: Die Kasseler sind stolz auf ihre Fleischspezialitäten. Doch es geht nicht um die namensverwandte Spezialität "Kasseler", sondern um die "Ahle Wurscht". Diese Wurstspezialität, oft auch als die hessische Antwort auf die ungarische Salami bezeichnet, gibt es nur hier in Kassel und sonst nirgendwo in Deutschland. (pg)

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