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USA

Libyer wegen Bengasi-Anschlags festgenommen

Der Angriff auf das US-Konsulat vor fünf Jahren kochte im US-Wahlkampf noch einmal hoch. Donald Trump attackierte seine Kontrahentin Clinton, sie treffe als Ex-Chefdiplomatin eine Mitschuld. Jetzt meldet er einen Erfolg.

Libyen Angriff auf das US Konsulat in Bengasi (picture-alliance/dpa/M. El-Shridi)

Die Attacke am 11. September 2012 dauerte vier Stunden - die Täter setzten Brandbomben und Panzerfäuste ein

Das Weiße Haus hat die Festnahme eines Mannes in Libyen bekanntgegeben, der an der Ermordung von vier Amerikanern im US-Konsulat in der Stadt Bengasi beteiligt gewesen sein soll. Der Beschuldigte werde in den USA vor Gericht gestellt, teilte Präsident Donald Trump mit.

Bei dem Anschlag im September 2012 waren der US-Botschafter in Libyen, Christopher Stevens, einer seiner Mitarbeiter und zwei Sicherheitskräfte getötet worden. Wegen der Tat wird in den Vereinigten Staaten bereits einem anderen Libyer der Prozess gemacht. Er gilt als Drahtzieher des Angriffs und wurde 2014 bei einer US-Kommandoaktion in Libyen festgenommen.

"Sicherheitslücken ignoriert"

Trump und Teile seiner republikanischen Partei weisen der damaligen Außenministerin Hillary Clinton eine Mitverantwortung an dem Anschlag zu. So habe das Außenministerium im Vorfeld Hinweise auf Sicherheitslücken in Bengasi und die Bedrohung durch Extremisten ignoriert.

Außerdem beschuldigten die Republikaner den demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama, den terroristischen Hintergrund der Attacke zunächst verheimlicht zu haben.

Im Präsidentschaftswahlkampf 2016 kamen die Vorfälle von Bengasi wiederholt als rhetorische Munition gegen die demokratische Kandidatin Clinton zum Einsatz. Trump selbst hatte seine Kontrahentin immer wieder mit entsprechenden Vorwürfen überzogen.

jj/cw (dpa, afp)