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Aktuell Afrika

Libyens Nationalversammlung wählt neuen Premier

Ein Jahr nach dem Tod des gefürchteten Diktators Gaddafi ist Libyen auf dem Weg zur Demokratie. Nach der Wahl des Parlaments im Juni wurde jetzt auch ein neuer Ministerpräsident ernannt.

Die 200 Vertreter der Nationalversammlung (Artikelbild) wählten den amtierenden Vize-Ministerpräsidenten Mustafa Abu Schagur zum neuen Premier. Schagur hatte lange Jahre an Universitäten in den USA und am Golf gelehrt und gilt als Technokrat. Er war erst kürzlich aus dem Exil in seine Heimat zurückgekehrt.

Insgesamt hatten sich acht Kandidaten zur Wahl gestellt. Schärfster Konkurrent Schagurs war der Vorsitzende der Mehrheitsfraktion, Mahmud Dschibril. Er erhielt im ersten Wahlgang auch die meisten Stimmen, verfehlte in der zweiten, entscheidenden Abstimmungsrunde aber die nötige Mehrheit.

Für Frieden und Ordnung sorgen

Hauptaufgabe des neuen Regierungschefs ist es, als Chef einer Übergangsregierung für mehr Sicherheit und Stabilität in dem nordafrikanischen Land zu sorgen. Ein Jahr nach dem Sturz und Tod von Diktator Muammar al-Gaddafi strotzt das Land noch vor Waffen. Es kommt immer wieder zu Gewaltakten. Betroffen sind zum einen rivalisierende Gruppen, zum anderen aber auch Auslandsvertretungen wie die jüngsten Gewaltakte gegen das US-Konsulat in der Stadt Bengasi im Nordosten Libyens zeigen.

haz/fab (rtr, afp)