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Aktuell Afrika

Libyens Ministerpräsident übersteht Attentatsversuch

Erst forderten aufgebrachte bewaffnete Männer vor dem Parlament den Rücktritt des Premiers. Kurz darauf wurde sein Fahrzeug unter Beschuss genommen. Der Regierungschef entkam.

Abdullah al-Thani im Juni 2014 vor Journalisten in Tripolis (Foto: AFP)

Abdullah al-Thani im Juni 2014 vor Journalisten in Tripolis

Der international anerkannte libysche Ministerpräsident Abdullah al-Thani ist nur knapp einem Attentat entkommen. Sein Wagen sei "von Kugeln getroffen worden", als mehrere Bewaffnete das Feuer eröffnet hätten, teilte ein Regierungssprecher mit. Der Premier sei nicht verletzt worden, jedoch einer seiner Leibwächter.

Zuvor hatten Bewaffnete versucht, das Parlamentsgebäude in der Stadt Tobruk zu stürmen, in dem sich Al-Thani zu einer Sitzung aufhielt. Die Angreifer schossen in die Luft und forderten den Rücktritt des Ministerpräsidenten.

Verfolgungsjagd

Nachdem der Premier das Gebäude verlassen hatte, verfolgten bewaffnete Männer in mehreren Fahrzeugen seine Entourage. Dann eröffneten sie das Feuer.

Libyen versinkt seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi vor dreieinhalb Jahren immer tiefer im Chaos. Radikale Organisationen wie die Dschihadisten-Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS) fassen immer stärker Fuß.

Die Miliz Fadschr Libya kontrolliert mittlerweile große Teile der Hauptstadt Tripolis und hat dort eine Gegenregierung unter Führung des islamistischen Politikers Omar al-Hassi eingesetzt. Die international anerkannte Regierung von Al-Thani und das Parlament sind in die Hafenstadt Tobruk im äußersten Osten des Landes geflüchtet. Seit Januar verhandeln beide Seiten unter UN-Vermittlung über die Bildung einer Einheitsregierung.

se/sti (ape, afpe, rtr)