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Afrika

Libyen entlässt Schweizer Geschäftsmann

Erste Entspannung zwischen Bern und Tripolis: Der in Libyen inhaftierte Schweizer Geschäftsmann Max Göldi ist überraschend freigelassen worden. Das teilte sein Anwalt mit.

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Aus der Haft entlassen: Max Göldi (Mitte)

Göldi sei in guter körperlicher und moralischer Verfassung. Nach Beendigung aller Formalitäten werde der Schweizer das Land vermutlich am Samstag oder Sonntag verlassen können. Göldi kommt damit einige Tage vor Ende seiner viermonatigen Haftstrafe frei. Insgesamt war er zwei Jahre in Libyen festgehalten worden.

Die Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey zeigte sich erleichtert über die Entwicklung. Die Freilassung Göldis sei eine weitere Etappe auf dem Weg zur Lösung der Krise, sagte sie am Donnerstagabend (10.06.2010). Als nächstes Ziel nannte die Ministerin, dass Göldi in die Schweiz ausreisen könne. Garantien gebe es jedoch keine.

Spannungen zwischen Libyen und Schweiz

Muammar Abu Minyar al-Gaddafi

Muammar al-Gaddafi

Göldi und ein zweiter Schweizer Geschäftsmann tunesischer Herkunft waren in Libyen vor Gericht gestellt worden, nachdem der Sohn von Staatschef Muammar al-Gaddafi, Hannibal, im Sommer 2008 in Genf wegen der angeblichen Misshandlung von Hausangestellten vorübergehend festgenommen worden war.

Seitdem haben sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern drastisch verschlechtert. Libyen zog außerdem Investitionen aus der Schweiz ab. Der gebürtige Tunesier konnte Libyen im Februar verlassen. Dagegen wurde Göldi im Februar zu der viermonatigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Autor: Dirk Bathe (dpa/AFP/Reuters)

Redaktion: Katrin Ogunsade