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Kultur

Libeskind erweitert Jüdisches Museum in Berlin

Das Jüdische Museum Berlin erhält eine Hofüberdachung nach einem Entwurf von Daniel Libeskind. Ende des Jahres werde mit dem Bau begonnen, teilte das Museum am Dienstag mit. Die Finanzierung des 8,2 Millionen Euro-Projektes sei weitgehend gesichert: Neben Sponsoren und Spendern beteilige sich auch der Bund an den Baukosten.

Der Entwurf bezieht sich auf eine "Sukkah" (hebräisch für Laubhütte) und besteht aus einem Glasdach, das den hufeisenförmigen, 600 Quadratmeter großen Innenhof des Altbaus überdecken soll. Das Dach wird von vier freistehenden Stützenbündeln aus Stahlbeton

getragen, die an Baumstämme erinnern und sich am Modell einer Laubhütte orientieren. Damit werde ein im Judentum wichtiges Bild aufgegriffen, da beim Laubhüttenfest dem Auszug der Juden aus Ägypten gedacht werde, teilte das Museum mit.

Mit der Überdachung des Innenhofes des Altbaus schaffe das Museum einen großen, ganzjährig nutzbaren Veranstaltungsraum für rund 500 Personen. Dies sei wegen des ungebrochen hohen Besucherstroms zwingend notwendig geworden. 2004 besuchten mehr als 700.000 Besucher das Haus. Der Bau von Libeskind ist ein Anziehungspunkt für Menschen aus aller Welt.