Liberia schließt Grenze zu Guinea wegen Ebola | Aktuell Afrika | DW | 22.03.2016
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Aktuell Afrika

Liberia schließt Grenze zu Guinea wegen Ebola

Nach dem Tod von fünf weiteren Menschen in Guinea durch das Ebola-Virus sei das eine "reine Vorsichtsmaßnahme", heißt es in Liberia. Für Guinea bedeutet es den Rückfall in eine Katastrophe.

Am 29. Dezember vergangenen Jahres hatte Guinea aufgeatmet: An jenem Tag erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das westafrikanische Land für Ebola-frei. Jetzt ist das Virus zurück.

Die Behörden teilten mit, es seien in den vergangenen Tagen fünf Menschen an der Infektionskrankheit gestorben. Zwei der Toten seien bestätigte Ebola-Fälle, die anderen drei Verdachtsfälle, hieß es in der Hauptstadt Conakry. Es soll sich um einen Mann, seine drei Frauen und ein Kind handeln.

"Reine Vorsichtsmaßnahme"

Die Schließung der Grenze zu Guinea sei eine "reine Vorsichtsmaßnahme", sagte der liberianische Informationsminister Lenn Eugene Nangbe der Deutschen Presse-Agentur. Damit solle ein Übergreifen der Seuche auf sein Land verhindert werden.

Auch Liberia war von der bislang stärksten Ebola-Epidemie seit der Entdeckung des Virus in den 1970er-Jahren schwer getroffen worden. Insgesamt waren dort sowie in den Nachbarländern Sierra Leone und Guinea seit dem Ausbruch der Krankheit im Dezember 2013 in Guinea mehr als 11.300 Menschen gestorben. Mehr als 28.000 Menschen hatten sich infiziert. Am 14. Januar dieses Jahres war Liberia von der WHO für Ebola-frei erklärt worden.

Guinea Ebola in Dubreka

In Guinea stehen fast 1000 Menschen unter Beobachtung wegen Verdachts auf Ebola

Fast 1000 Menschen unter Beobachtung

Die Behörden in Guinea erklärten unterdessen, dass in der südlichen Region Nzérékoré 997 Menschen unter Beobachtung stünden. Sie hatten demnach Kontakt zu einer der fünf jüngst verstorbenen Personen.

Auch in Sierra Leone war das Virus Anfang Januar wieder ausgebrochen. Ebola ist hoch ansteckend, sobald Patienten Symptome der Krankheit wie Fieber, Schmerzen, Erbrechen oder Durchfall aufweisen. Übertragen wird die Krankheit durch Körperflüssigkeiten. Das Virus kann, wie Forscher herausfanden, noch mindestens neun Monate im Sperma von Überlebenden fortleben und möglicherweise ansteckend bleiben. Auch in Rückenmarksflüssigkeit oder im Auge von Patienten kann der Erreger überleben.

mak/jj (afp, dpa)