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Kultur

Levina zu ihrem ESC-Beitrag: "Es ist ein motivierender Song"

Am Samstag singt Levina für Deutschland im Finale des Musikwettbewerbs ESC in Kiew. Im DW-Interview spricht sie über Erwartungen und über ihr Leben nach dem großen Auftritt.

Eurovision Song Contest 2017 Levina (picture-alliance/dpa/J. Stratenschulte)

Levina bei Fotoaufnahmen in Kiew

Deutsche Welle: Wenn Sie die vergangenen drei Monate Revue passieren lassen, was geht Ihnen alles durch den Kopf?

Levina: Es ist so viel, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Nachdem ich den Vorentscheid gewonnen habe, habe ich wirklich so viele neue Erfahrungen gemacht. Ich habe mein Album aufgenommen, ich bin durch ganz viele Länder in Europa gereist, und habe wirklich so viele Erfahrungen mitgenommen.

Jetzt sind Sie in Kiew. Welchen Eindruck haben Sie von der Stadt oder von den Leuten hier?

Ich hab einen total guten Eindruck. Von der Architektur war ich ganz begeistert: Es gibt so viele helle Gebäude. Und die Leute sind wirklich ganz nett, freundlich. Ich fühle mich hier sehr willkommen und ich fühle mich eigentlich auch so, als würden die Leute sich freuen, dass hier jetzt der ESC gefeiert wird.

Dennoch ist das Land in einer schwierigen Situation. Auf den Straßen ist sehr viel Militär, die Polizei ist sehr präsent - auch vor der Konzerthalle. Was bekommen Sie davon mit?

Natürlich bekommt man das mit. Ich finde auch, man muss sich bewusst darüber sein, dass die Ukraine in einer schwierigen Situation ist, und dass es hier auch politische Konflikte gibt. Aber ich finde, dass die Stimmung trotzdem positiv wirkt. Hier sind auch immer zwei Ukrainer, die uns hier rumführen, und sichergehen dass die deutsche Delegation überall am richtigen Ort zur richtigen Zeit ankommt. Ich finde es wichtig, dass hier beim ESC alles gut geht.

Wenn Sie jetzt an Samstag denken, haben Sie dann ein bisschen Bammel vor dem Finale?

Nein, eigentlich nicht. Aber ich muss auch sagen, ich mach mir jetzt noch gar nicht so recht Gedanken. Ich bin noch gar nicht so weit, dass ich an Sonntag denken kann. Jetzt habe ich die ganze Zeit auf diesen Tag hingearbeitet. Mit dem ESC ist ja dann nicht alles auf einmal zu Ende, sondern vielleicht geht es dann ja auch noch mal richtig los. Es kommt wirklich darauf an, wie es läuft. Aber ich werde ja mit der Musik weiter machen. Mein Album ist auch auf dem Markt, daher ich bin eigentlich ganz guter Dinge.

Für Deutschland gab es in den vergangenen zwei Jahren die letzten Platzierungen. Sie sind sehr zuversichtlich an. Was gibt Ihnen diese Kraft und Optimismus?

Es nützt ja nichts beim ESC mitzumachen und die ganze Zeit zu denken: Oh Gott, das wird nichts. Dann hätte man ja gar keine schöne Erfahrung. Ich gehe immer sehr positiv an Dinge ran. Ich gehe wirklich davon aus, dass wir dieses Jahr einen super Song haben, der eben auch sehr positiv ist. Es ist ein motivierender Song, der vielleicht auch die Leute bewegen kann. Ich bringe ich ja auch mit meiner Stimme ein bisschen was anderes rein - eine andere Stimmfarbe zum Beispiel. Ich freue mich richtig darauf. Und dann wird man ja sehen wie es am Samstag alles läuft.

Was hat Sie bei den ESC-Vorbereitungen bisher am meisten überrascht?

Es hat mich positiv überrascht, dass vor dem eigentlichen Event schon so viel passiert: Es finden ESC-Partys statt, es gibt Reisen und man lernt bereits die anderen Kandidaten kennen. Wenn man dann nach Kiew kommt, dann fühlt man sich bereits sehr vertraut mit den anderen - das finde ich super!

Viele von meinem Team waren aber auch schon öfter auch beim ESC dabei und haben mir vorher erzählt, wie die Abläufe sind, wie alles so funktioniert - deshalb ist gab es auch nichts, was mich so negativ überrascht hat.

Würden Sie sich die Lieder vom ESC auch privat anhören?

Ja, viele sogar! Das sind echt coole Songs und die würde ich mir auch so anhören. Dieses Jahr sind viele gute Sänger- und Sängerinnen dabei.

Wie fühlen Sie sich denn auf der diesjährigen Bühne mit dem schwarz-weißen Bühnenbild?

Ich fühle mich sehr wohl auf der Bühne. Wenn man reinkommt und da steht, dann denkt man sich: Wow - das ist schon ein großes Ding! Aber irgendwie fühlt man sich auf der Bühne auch nicht verloren. Klar wir haben uns natürlich viel überlegt, was zu dem Bühnenbild passt, was wir an Effekten und bei der Optik machen. Wir werden mit Silber und weiß spielen. Ich bin auch eher so ein heller Typ und das alles passt dann auch farblich mit dem Kleid. So greift alles ineinander.

Isabella Levina Lueen ist als Künstlerin unter dem Namen Levina bekannt. Sie ist die Deutsche Kandidatin für das Finale des Eurovision Song Contest in Kiew. Für die Deutsche Welle moderiert Levina seit April die Sendung PopXport.

Das Interview führten: Hendrik Welling und Andreas Brenner

 

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