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Fußball

Leverkusen verabschiedet sich aus Europa

Nach der 2:3-Heimschlappe im Hinspiel hat Bayer Leverkusen in der Europa League auch das Achtelfinal-Rückspiel beim FC Villareal verloren. Nach einer insgesamt zu schwachen Leistung der Werkself hieß es am Ende 1:2.

Spielszene (Foto: AP)

Leverkusen fand gegen Villarreal kein Mittel

Bayer Leverkusen hatte sich viel vorgenommen – doch ungefähr genauso viel sind die Spieler der Werkself über weite Strecken des Achtelfinal-Rückspiels beim FC Villareal auch schuldig geblieben. In der ersten Stunde der Partie fand das Team von Trainer Jupp Heynckes kein Mittel, den Tabellen-Vierten der spanischen Primera Division in Bedrängnis zu bringen. Am Ende reichte es nur zu einem enttäuschenden 1:2 (0:1).

Bayer nervös und ängstlich

Anders als beim 1:0-Auswärtserfolg in Mainz am vergangenen Sonntag in der Bundesliga verzichtete Bayer-Coach Jupp Heynckes in der Startformation auf Michael Ballack, der nur auf der Bank Platz nehmen durfte. Anstelle des 98-maligen Nationalspielers lief der junge Lars Bender auf, der mit Kapitän Simon Rolfes das defensive Mittelfeldpärchen der Leverkusener bildete. Außerdem stellte Heynckes sein System um und brachte mit Eren Derdiyok und Stefan Kießling zwei Stürmer.

Spielszene (Foto: AP)

Einer gegen alle - Rossi setzte sich trotzdem durch und war an beiden Toren beteiligt

In der ersten Halbzeit war zunächst nichts zu spüren vom vorher angekündigten Willen zur Aufholjagd der Leverkusener. Die Spieler des FC Villareal überließen der Werkself das Feld und lauerten auf Kontergelegenheiten. Doch Bayer zeigte sich nervös, agierte fast ein wenig ängstlich und brachte kaum gelungene Offensivaktionen zustande. Besser machten es die Hausherren in der 33. Minute: Der italienische Publikumsliebling Giuseppe Rossi spielte einen Doppelpass mit Santi Cazorla, der zog aus 14 Metern ab und traf zum 1:0. Die besten Chancen für Leverkusen hatte Renato Augusto, doch bei einem direkten Freistoß und einem weiteren Schuss zielte der brasilianische Nationalspieler jeweils genau auf Cesar Lopez, den Schlussmann der Spanier.

Bessere zweite Halbzeit reicht nicht

Jupp Heynckes schreibt Autogramme (Foto: AP)

"Es war schwer" - Bayer-Coach Heynckes

Nachdem Heynckes bereits kurz vor der Pause Sidney Sam für Gonzalo Castro eingewechselt hatte, durfte ab der 53. Minute auch Michael Ballack mitwirken. Bayer zeigte sich nun etwas stärker, setzte das Tor der Spanier unter Druck und kam durch Renato Augusto und Derdiyok zu Chancen. Mitten in diese leichte Drangphase der Leverkusener fiel das zweite Tor für Villareal. Sami Hyypiä leistete sich einen folgenschweren Fehlpass, Rossi schloss zum 2:0 ab (61.). Bayer tat nun endlich mehr fürs Spiel, war aber immer noch nicht zwingend. Zu mehr als dem 1:2-Anschlusstreffer reichte es nicht mehr. Gonzalo Rodriguez versuchte nach einem scharfen Flachpass von Daniel Schwaab vor Derdiyok zu klären und versenkte den Ball im eigenen Tor.

"Wir hatten einfach nicht die Mittel, die Spanier unter Druck zu setzen", sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler nach der Partie. "In der ersten Stunde hat Villareal mehr an den Erfolg geglaubt. Wir haben erst in den letzten 20 Minuten gezeigt, was uns auch in der Bundesliga stark macht. Das war zu spät." Zu einer ähnlichen Analyse kam Jupp Heynckes. "Villareal war in der ersten Halbzeit klar besser", sagte er. "Wir haben in der Defensive bei den Gegentoren mitgeholfen. Aber es war schwer. Wir mussten taktisch etwas anders spielen und haben ihnen daher viele Räume geboten."

Manchester und Liverpool draußen

Neben Villareal, das in der Europa League damit im heimischen Estadio El Madrigal auch weiterhin ungeschlagen ist, stehen auch Porto, Eindhoven, Braga, Benfica Lissabon, Dynamo Kiew, Enschede und Spartak Moskau im Viertelfinale. Ausgeschieden sind dagegen namhafte Teams wie der FC Liverpool, Manchester City, Ajax Amsterdam und die Glasgow Rangers. Nach dem Aus der Leverkusener in der Europa League ist damit als letzter deutscher Verein nur noch der FC Schalke 04 im Europapokal dabei.

Autor: Andreas Ziemons
Redaktion: Joscha Weber

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