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Champions League

Leverkusen hofft auf ein Wunder in Madrid

Bayer 04 Leverkusen steht vor dem Aus in der Champions League. Nach der Hinspiel-Niederlage gegen Atletico Madrid sind die Chancen auf ein Weiterkommen für die Elf von Trainer Korkut gering, trotzdem lebt die Hoffnung.

Die Lust auf das Champions-League-Rückspiel bei Atletico Madrid (15.03.2017, 20:45 Uhr MESZ) verkommt für Bayer Leverkusen zur lästigen Pflichtaufgabe. "Normalerweise sollte man sich auf jedes Champions-League-Spiel freuen. Aber dieses trifft uns im denkbar ungünstigsten Moment", sagte Bayer-Geschäftsführer Michael Schade beim Abflug der Leverkusener am Dienstag. Nach der 2:4-Hinspielniederlage hat der Bundesligist so gut wie keine Chance mehr auf das Erreichen des Viertelfinals in der Königsklasse.

Leverkusens Trainer Tayfun Korkut. Foto: dpa-pa

Der neue Bayer-Trainer Korkut

Für Trainer Tayfun Korkut ist das Duell gegen Madrid die Premiere auf internationaler Ebene, dementsprechend motiviert trat er die Reise nach Spanien an. "Wir fahren nicht dorthin, um einen Ausflug zu machen. Wir müssen dran glauben", sagte der 42-Jährige. "Wir haben gesehen, was im Fußball möglich ist." Korkut erinnerte an das Fußball-Wunder von Barcelona. Die Katalanen hatten in der Vorwoche durch einen 6:1-Erfolg gegen Paris den Einzug in die nächste Runde noch geschafft. "Wunder gibt es immer wieder - gerade im Sport", ergänzte auch der Leverkusener Geschäftsführer Schade.

Völler warnt vor Relegationsplatz

Das dürfte jedoch nicht so leicht werden, denn die Werkself steckt momentan in einer schwierigen Phase - auch das Debüt von Korkut auf der Trainerbank von Bayer 04 konnte nicht erfolgreich gestaltet werden. Gegen Werder Bremen musste sich seine Elf mit einem 1:1-Unentschieden zufrieden geben. "Wir sind wieder eine Woche weiter, und das wollen wir auch auf dem Platz zeigen. Wir werden versuchen, das Ergebnis zurechtzurücken", gab sich der neue Coach dennoch zuversichtlich. An das Hinspiel, das  Leverkusen noch unter der Leitung von Roger Schmidt gespielt und verloren hatte, wollte sein Nachfolger keine Gedanken verschwenden. Korkut versuchte dagegen, den Blick nur nach vorn auf das Champions-League-Rückspiel zu richten.

Jubelnde Spieler von Atletico im Hinspiel in Leverkusen. Foto: dpa-pa

Im Hinspiel in Leverkusen war Atletico Madrid für Bayer 04 eine Nummer zu groß

Im Gegensatz zu Rudi Völler, der beim Abflug noch einmal mahnende Worte an die versammelten Journalisten richtete. Angesichts von nur fünf Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz in der Bundesliga, warnte der Sportchef gar davor, den Blick nach unten "nicht auf die leichte Schulter zu nehmen." Auf das Duell mit Atletico freue er sich aber dennoch. "Man hat im Fußball schon viel gesehen. Wenn wir sicher stehen und Nadelstiche setzen können, wird Atletico vielleicht nervös." Doch Völler sieht die Ausgangslage realistisch: "Das ist eine Mammutaufgabe. Am wichtigsten ist, dass wir eine gute Leistung zeigen und Selbstvertrauen tanken.

Korkut baut auf Leno

Allerdings reist Leverkusen nicht gerade in Bestbesetzung nach Spanien. Die Innenverteidiger Ömar Toprak und Jonathan Tah sowie Kapitän Lars Bender stehen nicht zur Verfügung. Und auch Stürmer Stefan Kießling und Jungstar Benjamin Henrichs sind in Leverkusen geblieben, um sich behandeln zu lassen. Immerhin kann Korkut auf Torwart Bernd Leno zählen, der nach seiner Nasen-OP mit einer Maske spielen wird. Beim Gegner meldete sich dagegen Torjäger Fernando Torres rechtzeitig fit. Im Hexenkessel Vicente Calderon in Süden der spanischen Hauptstadt braucht Leverkusen ein Fußball-Wunder um weiterzukommen - so richtig glaubt daran jedoch wohl niemand.

tk/sn (sid, dpa)

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