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Fußball

Leverkusen beendet Negativserie

Während Schalke 04 Kurs auf die Champions League nimmt, drängen sich Leverkusen und Hannover nicht gerade für einen Platz in Europas Wettbewerben auf. In Hamburg geht es nur mit kleinen Schritten voran.

Bei seinem Debüt als Bayer-Coach hat Sami Hyypiä die Leverkusener Negativserie zwar beenden können, aber eben auch nicht mehr als ein Unentschieden in Hamburg holen können. Das 1:1 (1:0) zwischen dem Hamburger SV und Bayer Leverkusen hilft beiden Mannschaften in der Tabelle nur bedingt weiter.

Ballack mit ordentlichem Comeback

In der ersten Hälfte spielte der abstiegsbedrohte HSV den besseren Fußball als die Europa-League-Asprianten aus Leverkusen. Während Hamburg wieder etwas ansehnlicher kombinierte als an den Spieltagen zuvor, sah man bei Bayer zunächst noch keine neue Handschrift des frisch installierten Trainers Sami Hyypiä. Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger wollte der Werkself wieder zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen. Eine seiner ersten Maßnahmen war die Rückkehr von Michael Ballack in die Startelf. Nach zehn Spieltagen Pause erhielt der Ex-Nationalmannschaftskapitän von Hyypiä wieder seine Chance und machte ein ordentliches, wenn auch nicht außergewöhnliches Spiel.

Ein Handspiel von Gonzalo Castro im Strafraum eröffnete Hamburg per Elfmeter die Chance zur Führung, die der im Sommer scheidende HSV-Stürmer Mladen Petric mit einem trockenen Schuss ins rechte untere Eck nutzte (40.). Nach dem Wiederanpfiff erarbeitete sich dann Leverkusen mehr Spielanteile und kam durch eine kuriose Spielszene in der 55. Minute zum Ausgleich: Nach einer Ecke köpfte Stephan Kießling das Leder aufs Tor, Robert Tesche rettete, doch HSV-Verteidiger Jeffrey Bruma köpfte aufs eigene Tor, der Ball prallte an die Latte und von dort auf den Kopf von André Schürrle, der zum 1:1 traf. Weder Hamburg noch Leverkusen waren im weiteren Verlauf in der Lage, aus dem Spiel heraus eine echte Gefahr für das gegnerische Tor zu erzeugen, dies gelang allenfalls durch Standardsituationen. Mit dem Punkt war Michael Ballack dennoch zufrieden: "Wir haben schwere Wochen hinter uns. Wir mussten versuchen, schnell den Schalter umzulegen. Jetzt geht's nur noch nach oben."

Standing Ovations für Raúl

Es ist diese Leichtigkeit, die Schalkes Raúl zu einem der außergewöhnlichsten Fußballer der Gegenwart macht. Torszenen mögen für die meisten Stürmer Stress-Situationen sein, nicht so aber für Raúl: In der 48. Spielminute der Partie Schalke 04 gegen Hannover 96 bewies der spanische Stürmer dies einmal mehr dem verzauberten Publikum. Er tanzte förmlich mit dem Ball am Fuß durch den Strafraum von Hannover 96 und schob den Ball spielerisch leicht an Hannovers Torhüter Ron-Robert Zieler vorbei zum 2:0. Schalkes Manager Horst Heldt scherzte später, dass ihm bei Rauls Treffer, fast "die Plomben rausgefallen" seien.

Raul jubelt über ein Tor (Foto: Reuters)

Der Mann des Spiels: "Tor-ero" Raúl verzauberte die Schalker Fans mit zwei klasse Toren

Es war aber nicht der einzige Streich von Schalkes "Tor-ero" an diesem Nachmittag: Beim 3:0 (1:0)-Sieg der Schalker im Duell mit Hannover traf Raúl auch zur frühen Führung für Königsblau. Nach einem perfekt gezirkelten Freistoß von Farfan gewann Raúl das Kopfballduell mit dem Ex-Schalker Christian Pander und köpfte aus zehn Metern ins lange Eck ein (6. Minute). Folglich erhoben sich dann die allermeisten der 61.673 Zuschauer in der ausverkauften Schalke-Arena zum Applaus als Matchwinner Raúl nach 70 Minuten ausgewechselt wurde.

Hannover muss um Europa-League-Teilnahme zittern

Neben dem Ausnahmestürmer Raúl war der Peruaner Jefferson Farfán der entscheidende Spieler der Partie. Er bereitete nicht nur beide Raúl-Treffer vor, sondern leitete auch mustergültig das 3:0 (63.) durch den niederländischen Goalgetter Klaas-Jan Huntelaar ein, der mit seinem ersten Torschuss in dieser Partie sein 24. Saisontor schoss und damit nun in der Torjägertabelle einen Treffer hinter Mario Gomez, der am Tag zuvor zweimal getroffen hatte, liegt.

Gegner Hannover fand nie ein Mittel gegen Schalkes geschickte Verteidigung und erst recht keinen effektiven Weg zum Tor der Königsblauen. Schalke war von Beginn an das eindeutig dominierende Team und machte mit dem Sieg das schmerzhafte Ausscheiden aus der Europa League unter der Woche vergessen – ein Schicksal, das gleichzeitig auch Hannover 96 ereilt hatte. Doch während Schalke nun mit fünf Punkten Vorsprung auf Verfolger Mönchengladbach fast schon fest mit der Champions-League-Teilnahme planen kann, muss Hannover 96 um die erneute Teilnahme an der Europa League zittern.

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