Leuchtendes Mahnmal gegen Christenverfolgung | Aktuell Welt | DW | 24.02.2018
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Kolosseum

Leuchtendes Mahnmal gegen Christenverfolgung

Um auf verfolgte Christen in aller Welt aufmerksam zu machen, ist das Kolosseum in Rom in blutrotes Licht getaucht worden. Vertreter aus Kirche und Politik, aber auch Opfer erinnerten an das Schicksal der Betroffenen.

Das blutrote Kolosseum erinnere an das Blut christlicher Märtyrer, erläuterte auf einer Kundgebung der Generalsekretär der Italienischen Bischofskonferenz, Bischof Nunzio Galantino. Die geschätzt rund 200 Millionen verfolgten Christen seien nicht nur Opfer von Fanatismus und Ideologien, sondern auch "Opfer unserer Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit", sagte Galantino. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani forderte daher, Europa müsse "die Botschaft der Freiheit für jeden, der seinen Glauben öffentlich leben will, verteidigen".

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin kritisierte, dass Christen vielfach auch Opfer geostrategischer Interessen würden. Dagegen müssten Christen gemeinsam für die Religionsfreiheit aller Gläubigen eintreten und so die Liebe und Vergebung bezeugen, die Christus vorgelebt habe. Die Aktion am Kolosseum war von der italienischen Sektion des Päpstlichen Hilfswerks "Kirche in Not" organisiert worden.

Verfolgte Christen berichten

Der Mann und die Tochter der in Pakistan wegen Blasphemie zum Tod verurteilten Katholikin Asia Bibi sowie eine von islamistischen Terroristen entführte und misshandelte Nigerianerin berichteten von der Gewalt, die sie als Christen erleben mussten. Die Drei waren am Samstag von Papst Franziskus zu einer Privataudienz empfangen worden.

Asia Bibi (I. Jabeen)

Asia Bibi

Parallel zur Kundgebung in Rom wurden am Samstagabend zwei weitere christliche Gotteshäuser an Orten der Christenverfolgung rot angeleuchtet: die Paulus-Kathedrale in Mossul und die maronitische Elias-Kirche in Aleppo. Zu beiden Orten gab es kurze Live-Schaltungen, in denen die dort anwesenden Christen von ihren Erfahrungen berichteten.

wa/haz (kna)

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