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Kolumbien

Letzter Marsch tausender FARC-Kämpfer

Sie kommen per Boot, mit dem LKW oder zu Fuß. Sie tauchen aus dem Dschungel auf oder steigen Berge hinab. Alle Ex-Guerilleros haben ein Ziel: die sogenannten Entwaffnungszonen in Kolumbien.

Bis zu 7000 ehemalige Rebellen der linken FARC-Guerilla werden an diesem Mittwoch in den Entwaffnungszonen erwartet. Dort sollen sie unter UN-Aufsicht ihre Pistolen, Gewehre, Granaten und sonstige Waffen abgeben, um das historische Friedensabkommen in Kolumbien umzusetzen.

Der Regierungsbeauftragte für den Friedensprozess, Sergio Jaramillo, sprach angesichts der bereits zu tausenden versammelten Ex-Guerilleros von einem außergewöhnlichen Ereignis. "Das ist der Friedensprozess in Aktion." Nach seinen Worten gab es bislang keine größeren Zwischenfälle in den 26 über das ganze Land verteilten Entwaffnungszonen. Kolumbiens Regierung spricht vom "letzten Marsch" der FARC-Kämpfer.

Vorbereitung auf ein Leben in Frieden

Kolumbien FARC Guerilla (Getty Images/AFP/L. Robayo)

Ehemalige FARC-Kämpfer warten darauf, ihre Waffen abzugeben

In den Entwaffnungszonen sollen die einstigen Rebellen auch auf die Wiedereingliederung in das zivile Leben vorbereitet werden. Das Parlament in Bogotá hatte Ende Dezember ein Amnestiegesetz für die FARC verabschiedet, das Teil des im November geschlossenen Friedensabkommens zwischen Guerilla und Regierung ist.

Mit der kleineren linken Rebellengruppe ELN soll es ein ähnliches Abkommen geben. Auf Anordnung der Regierung kamen Anfang der Woche ELN-Häftlinge frei. Die Aufständischen wollen im Gegenzug am Donnerstag einen früheren Abgeordneten aus ihrer Geiselhaft entlassen. Die Friedensgespräche sollen am 7. Februar beginnen.

se/wa (afp, rtr)

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