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Amerika

Letzter Abschied vom King of Pop

Im Kreis der Familie wurde Michael Jackson in Los Angeles beigesetzt. Zu den Gästen zählten Stars wie Elizabeth Taylor und Stevie Wonder. Anders als bei der Trauerfeier Anfang Juli sollte es keinen Medienrummel geben.

Trauriger Fan (Foto: ap)

Angereist, um Abschied zu nehmen

Mit Michael Jacksons goldenem Sarg auf einem Podium vor der Trauergemeinde haben die Familie und engsten Freunde am Donnerstagabend (Ortszeit) Abschied vom legendären "King of Pop" genommen. Die private Beisetzung wurde bis zum Eintreffen des Sargs live im Fernsehen übertragen. Danach ließ die Familie des Toten nur noch Aufnahmen aus 1000 Meter Höhe zu. Anders als bei der öffentlichen Trauerfeier Anfang Juli in Los Angeles wollte die Familie die Beisetzung im privaten Rahmen halten.

Mercedes vor Schild (Foto: ap)

Jackson wurde auf dem Prominenten-Friedhof Forest Lawn beigesetzt

Mutter Katherine (79), Jacksons drei Kinder und seine Geschwister waren mit fast eineinhalbstündiger Verspätung auf dem Prominentenfriedhof Forest Lawn Memorial Park in Glendale bei Los Angeles eingetroffen.

In einiger Entfernung von der Feier versammelten sich vor den Absperrungen etliche Fans, um Abschied von ihrem Idol zu nehmen. Einige kamen schon Stunden vor der Beisetzung. "Viel zu sehen gibt es nicht", erklärte Gregg Harris aus Irvine in Kalifornien. "Ich wollte einfach in der Nähe sein." So begann die Trauerfeier für Michael Jackson auf dem Prominenten-Friedhof Forest Lawn.

Ein Meer aus weißen Blumen

Michaels Vater Joe Jackson auf dem Weg zur Beerdigung seines Sohnes (Foto: AP)

Michaels Vater Joe Jackson auf dem Weg zur Beerdigung seines Sohnes

Bald darauf fuhr auch der Leichenwagen mit dem Sarg des Sängers vor. Jacksons Kinder - der zwölfjährige Prince Michael, die elfjährige Paris und der siebenjährige Prince Michael II. – stiegen als erste der Angehörigen aus ihrem Wagen aus, um sich zu den wartenden Trauergästen auf die Terrasse zu begeben. Jacksons Brüder trugen den reich geschmückten Sarg an seinen Platz. Auf dem Podium hatte die Familie ein Meer aus weißen Blumen arrangieren und Poster mit lebensgroßen Fotos ihres berühmten Sohnes aufstellen lassen. Rund 200 Familienangehörige und Freunde waren eingeladen.

Für die Gäste waren Reihen mit weißen Stühlen auf der "Heiligen Terrasse" vor dem Mausoleum aufgestellt, in dem der Popsänger seine letzte Ruhe finden soll. Durch die Verspätung begann die Andacht erst nach Sonnenuntergang. Unter den ersten Gästen, die zu der Feier unter freiem Himmel eintrafen, war die Hollywood-Diva Elizabeth Taylor (77). Sie verband eine enge Freundschaft mit Jackson, dessen Kindheit ebenso wie ihre der Karriere geopfert wurde.

Jacksons zweite Frau nicht anwesend

Bürgerrechtler Reverend Al Sharpton (Foto: ap)

Bürgerrechtler Reverend Al Sharpton nimmt Abschied von seinem Freund

Auch Lisa Marie Presley kam, um in der heißen Sommernacht Abschied von ihrem ehemaligen Mann zu nehmen. Dagegen blieb Jacksons zweite Frau, die Krankenschwester Debbie Rowe, der Feier trotz Einladung fern. Sie hatte den "King of Pop" 1996 geheiratet. Die Ehe scheiterte nach drei Jahren. Jacksons ältere Kinder Prince und Paris waren von Rowe nach einer künstlichen Befruchtung ausgetragen worden. Als weitere Gäste waren der ehemalige Kinderstar Macaulay Culkin ("Kevin allein zu Haus“) und der Bürgerrechtler Reverend Al Sharpton aus New York angereist, der auf der Feier sprach. Die Soulsängerin Gladys Knight widmete Jackson einen letzten Song. Auch Stevie Wonder, Jacksons Freund und 22-facher Grammy-Preisträger, war zugegen.

Die beiden Söhne Prince und Blanket sowie Jacksons Brüder trugen einheitlich schwarze Trauerbinden und rote Krawatten. Paris erschien in einem schwarzen Kleid mit weißem Kragen und weißen Manschetten. Vater Joe Jackson hatte wie immer einen schwarzen Hut auf. Die Trauergäste erhielten eine neunseitige Einladung mit cremefarbenem Einband und Hochglanzfotos, die Jackson als Kind und als Erwachsenen auf seiner Neverland-Ranch zeigen. Die erste Seite der Einladung zierte ein Spruch aus Michaels Buch "Dancing The Dream" von 1992: "Wenn du dein Leben mit der Gewissheit beginnst, dass du geliebt wirst, und es mit dem gleichen Wissen beendest, kann dir die Zeit dazwischen nichts anhaben." (nem/mag/dpa/afp/ap)

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