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Kultur

Lesungen um Bachmann-Preis ohne eindeutige Favoriten beendet

Mit leidenschaftlichen und fundierten Diskussionen sind am Samstag (25.6.) in Klagenfurt die Lesungen im Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis zu Ende gegangen. Thomas Lang aus München steuerte mit seiner Erzählung "Am Seil" einen weiteren Text bei, der nach der Jurydebatte als preisverdächtig gilt. Großen Chancen werden vor allem der in Mönchengladbach lebenden Natalie Balkow, Nikolai Vogel aus München und Julia Schoch aus Potsdam eingeräumt. Am Ende des dreitägigen Wettlesens waren jedoch keine eindeutigen Favoriten für den ersten Preis auszumachen, der am Sonntag verkündet werden sollte.

Insgesamt bescheinigten Beobachter den Kandidaten mit wenigen Ausnahmen hohe literarische Qualität. Manchen waren die vorgestellten Texte handwerklich "fast zu perfekt". Inhaltlich dominierten private Themen, die fehlende Auseinandersetzung mit dem konkreten Alltag, etwa der Arbeitswelt wurde bemängelt. Auch die Expertenrunde aus Literaturwissenschaftlern, Kritikern und Autoren lobte einen Großteil der vorgestellten Texte für hohe Qualität und Stilsicherheit und war im positiven wie im negativen Urteil meist einig.