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Politik

Leserpost: Kriegserklärung von neuer Qualität

Die Regierungskrise im Libanon hat die DW-WORLD-Nutzer ebenso beschäftigt, wie eine mögliche Aufhebung des Waffenembargos gegen China und die Aussicht, dass dieses Riesenland zum größten Umweltverschmutzer der Erde wird.

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Zum Themen-Komplex Libanon, Syrien und der Rolle der Hisbollah schreiben die DW-WORLD-Leser:

Die Hisbollah bekämpft Israel und misstraut den USA. Die meisten Araber teilen diese Haltung. Die Hisbollah wird deshalb zum zentralen Machtfaktor in der Region.

Guenther Lohre

Der Libanon braucht keine Schutzmacht. Syrien sollte seine Truppen schnellstens abziehen, um ein Eingreifen der USA zu verhindern. Der Libanon kann nur frei wählen ohne Gewehre im Rücken.

Der Libanon braucht auch keine Hisbollah als Helfer der Syrer und der Mullahs aus dem Iran. Wenn man sich auch heute als Partei ausgibt, die Hisbollah Organisation ist eine Terrorgruppe. Wir brauchen keinen weiteren Gottesstaat in dieser Region.

Bevor der Bürgerkrieg begann, war der Libanon die "Schweiz des Nahen Ostens" und das wird sie auch wieder, wenn die Einmischung durch religiöse Fanatiker aufhört.

Willi Treczokat

Die Hisbollah begann vielleicht einmal als eine Terrororganisation, aber gab es nicht zu Gründungszeiten Israels auch die terroristischen Gruppen, wie "Irgun zvei leumi" und "Haganah", die z. B. britische Politiker im King David Hotel töteten, um den britischen Einfluss abzuschalten? Diese Gruppen wurden nach der Ausrufung des Staates auch Teil der Regierung.

Es ist also möglich, das die Hisbollah die Fähigkeit besitzt, normale Politik ohne Attentate zu betreiben. Nur weil Politiker oder existierende Parteien muslimischen und vor allem schiitischen Glaubens sind, heißt das nicht gleichzeitig, dass genau diese unberechenbar sind und bei jeder sich ergebenden "Kleinigkeit" Krieg beginnen würden.

Zein Abbas

Ich bin eingebürgerter Deutscher, ursprünglich komme ich aus dem Libanon. Ich persönlich halte die Hisbollah für eine Freiheitsorganisation, die Menschenrechte schützt und das Land vor Angriffen und Besetzungen verteidigt. Ich finde es absurd, eine bewaffnete Organisation die inzwischen sozial sowie politisch engagiert ist sie als "terroristisch" hervorzuheben und sie schlecht darstellen.

Hassan Yassine

Über das Vorhaben der EU, das Waffenembargo gegen China abzuschaffen:

Ich bin schärfstens gegen eine Aufhebung des EU-Waffenembargos gegen China, da sich die Bedingungen, die zur Einführung des selbigen geführt haben, absolut nicht verbessert haben, im Gegenteil! China rüstet auch im Moment schon in gewaltigem Umfang sämtliche Militärbereiche auf und entwickelt sich mehr und mehr zu einer globalen Bedrohung. Ich sehe mit sehr viel Bedenken die vielen auf Taiwan gerichteten Raketen und Marschflugkörper, besonders da ich seit einiger Zeit selbst in Taiwan lebe und täglich Informationen von verschiedenen Quellen zu den irrationalen Machenschaften der Volksrepublik erhalte. Die Aufhebung des Waffenembargos ist für mich dasselbe, als würde man einem spielenden Kind auf dem Heuboden eine Schachtel Streichhölzer in die Hand drücken - absolut unverantwortlich!

Andreas Winkler

Chinas Wirtschaftswachstum

Das rasante Wirtschaftswachstum finde ich insofern gefährlich, da der chinesischen Regierung nicht zu trauen ist. Besonders wasl Taiwan betrifft.

Ingeborg Haberzeth

Ist das chinesische Wirtschaftswachstum gefährlich? Ich glaube kaum. Alles was in China produziert wird, geht in alle Welt. Der Stahl wird im Bau verwendet. Sämtliche Rohstoffe müssen im Welthandel erworben werden. Man gibt doch China nur was in der restlichen Welt nicht mehr benötigt wird. NOCH NICHT. Den Schrott der Wohlstandsgesellschaft. Das ist es was diesen kommunistischen Staat wohl auch in den nächsten fünf Jahren in den Ruin treibt.

Ralf Schmidt

Chinas Umweltsünden

Die sogenannten "Umweltsünden" gibt es bei uns auch. Nur der Maßstab ist ein anderer. Doch stellen Sie sich nur mal vor, dass jeder zweite Chinese ein Auto fährt ...

Robert Rossa (Ökologe)

China stellt ein Fünftel der Weltbevölkerung und ist zugleich der drittgrößte Umweltverschmutzer. Natürlich ist das rasante Wirtschaftswachstum auf der Grundlage von ebenso rasanter Rohstoffnachfrage, Energieverbrauch, Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung eine globale Gefahr. Wenn China annähernd denselben Lebensstandard wie Europa und Nordamerika erreichen will (und das wollen sie!), also über eine Milliarde Autos Benzin verbrauchen und Abgase erzeugen werden, dann müssen wir das als Kriegserklärung von neuer Qualität betrachten!

Christian Miltz

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