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Leserbrief: "Mord ist Mord"

Das Festhalten der USA an der Todesstrafe war in der zurückliegenden Woche ebenso ein Thema, das die Leserinnen und Leser von DW-WORLD beschäftigt hat, wie der neue Job von Altkanzler Schröder.

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Todesstrafe in den USA

Sehr geehrte Damen und Herren, (…) Selbstverständlich muss ich mich für meine Taten verantworten, und bei Mord gibt es nun mal lebenslange Haft, das finde ich an sich schon eine harte Strafe. Aber aus meiner Sicht steht es keinem Menschen zu, über das menschliche Leben zu entscheiden, damit stelle ich mich auf die gleiche Stufe wie der vermeintliche Mörder, der einzige Unterschied ist, dass ich mich dafür durch ein von Menschen "gemachtes" Gesetz legitimiere! (…) Es ist immer wieder interessant, wie die USA mit Menschenrechten umgehen, die sie doch angeblich so hoch halten und auch immer wieder so vehement verteidigen.

Mit freundlichem Gruß, Ulrich Krügel

Als gläubige Christin bin ich entschieden gegen jede Art von Todesstrafe. Man kann und darf einen "illegalen" Mord nicht mit einem "legalen" Mord sühnen. Mord ist Mord, egal wie. Wer immer einem anderen Menschen das Leben nimmt, ist ein Mörder. Hätte Tookie Williams bis an sein Lebensende in einem Hochsicherheitstrakt verbringen müssen und weiter Bücher gegen Gewalt, Hass usw. schreiben können, wäre der Nachwelt etwas Gutes getan worden. Nun aber haben ihn Weiße wie Bush, Schwarzenegger usw. "ermordet". Ich bete für die Seele von Stanley "Tookie" Williams.

GOD already forgave him. Henny Nor

Was für ein grausames Spektakel! Mir wird schlecht, wenn ich höre, dass und wie "Tookie" Williams umgebracht wurde. Da bestehen noch ernsthafte Zweifel an seiner Schuld und da leugnet er bis zuletzt die Tötungen, und dennoch hat Gouverneur Schwarzenegger keine Skrupel, Williams hinrichten zu lassen. Es ist unfassbar. Letztlich ist die Todesstrafe in den USA in vielen Fällen eine Hinrichtung "auf Verdacht". Nicht zuletzt hat eine Studie von Rechtsstudenten im Bundesstaat Illinois bewiesen, dass viele Todeskandidaten in den dortigen Gefängnissen unschuldig sind bzw. dass erhebliche Zweifel am Schuldspruch bestehen.

Dirk Rahmer

Kritik an Schröders Pipeline-Job

Muss nicht auch die Vertrauensfrage zur Auflösung des Parlaments in einem anderen licht gesehen werden; denn ein Jahr später wäre der Posten weg gewesen?

mfg Rosenberg

Immer wieder bestätigt: Diese Leute werden mit Schmiergeld zugeschüttet; auch nach ihrem politischen Ableben.

Helmut Kober

Israelfeindliche Äußerungen von Irans Präsident Ahmadinedschad

Es ist wohl so - vorsichtig gesagt -, dass der iranische Präsident nicht unbedingt mehrheitsfähig ist im eigenen Land, was seine Aussagen zur Existenz Israels betrifft. Es sieht eher so aus, dass er sich von anderen Verantwortungen, also den sozialen Versprechungen, die er gemacht hat, ablenken möchte. Besonders herb finde ich allerdings Reaktionen, dass das ein Fall für Krieg sein müsste, wie sie sich auch auf Ihren Seiten findet. Es ist ja auch so, dass solche Militärschläge schon im Vorfeld geplant werden. Also wartet man nur auf die Gelegenheit, den Krieg führen zu können. (…) Nicht die Soldaten, sondern viel stärker die Kriegsplaner sind obsolet und zu vermeiden.

Wolfgang Hartmann

Verhaftung von Ante Gotovina

Sehr geehrte Frau Burkart, es macht einen sehr großen Unterschied ob man sich verteidigt oder ob man angegriffen wird. Ich mag es deshalb auch nicht grundsätzlich als absurd ansehen, so wie Sie es formulieren. Im einzelnen bleibt sicherlich die Frage offen, wie sich die Streitkräfte eines teilokkupierten Landes gegenüber Feinden zu verhalten haben. Da haben wir ja die Genfer Menschenrechtskonvention. Leider gilt die ja nicht für alle. Mittlerweile gibt es mit dem Haager Kriegsverbrechertribunal für das ehemalige Jugoslawien ein "künstliches Gericht", welches als Gewissen für Recht und Gerechtigkeit streiten will. Allerdings ohne geeignetes Prozessrecht, vermengt mit merkwürdig anmutenden politischen Ränkespielchen. Wäre eine eigene gerichtliche Aufarbeitung der Geschehnisse im ehemaligen Jugoslawien, unter Eliminierung der kriminellen Elemente, nicht sinnvoller? Vielleicht findet sich auch mal ein amerikanischer oder russischer Soldat in Den Haag vor Gericht wieder? Ohne Herrn Gotovina und den seinen, hätte es unter Umständen kein Kroatien gegeben. Politisch korrekte Opfer und Tote wird es nur in unserer Vorstellung geben. Insofern halte ich das UN-Kriegsverbrechertribunal für absurd.

W.Kraft

Für kroatische Nationalisten war und ist der General a. D. Gotovina ein Nationalheld. Ich kann nicht so gut deutsch, aber ich muss Ihnen schreiben. Es ist unschön zu lesen, dass jeder Kroate, der denkt, Gotovina sei unschuldig, Nationalist sei. Ich war 18, als der Krieg begann, und ich erinnere mich gut, was alles passiert ist. Heute bin ich Ante Gotovina (…) dankbar, dass ich in Ruhe mit meinen Kindern leben kann. Es ist traurig, dass Gotovina mit Karadzic und Mladic "zusammen" ist.

Jurica Curko

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  • Datum 17.12.2005
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