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Testspiel England gegen Deutschland

Leroy Sané ist einer für Russland

Die DFB-Elf zeigt eine solide Leistung beim torlosen Testspiel gegen England. Besonders in der ersten Halbzeit hat die Elf von Bundestrainer Joachim Löw viele Chancen, auch weil Leroy Sané offensive Akzente setzen kann.

Er hob kurz den Kopf, nahm Maß und zog ab. Der Schuss von Leroy Sane in der 20. Minute knallte gegen die Latte und verursachte lautes Raunen im Fanblock der deutschen Nationalmannschaft im Wembley Stadion. Der Profi von Manchester City zählte beim 0:0 gegen England zu den besten Akteuren auf dem Platz. "Beide Seiten hatten ihre Chancen. Wir hätten das Spiel entscheiden müssen", sagte Sané nach dem Spiel und ärgerte sich über seine vergebene große Chance. "Mich ärgert das, weil ich immer noch kein Tor für die Nationalmannschaft gemacht habe."

Vor allem in der ersten Halbzeit war Sané engagiert, lief viel und setzte auch in der Defensive Akzente. Im Angriff war der 21-Jährige bei fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt. Sein größtes Plus sind seine schnellen Dribblings und genau solche Spieler seien selten geworden, hatte Bundestrainer Joachim Löw vor dem Spiel noch bemängelt. "Wir haben viel zu wenig schnelle Spieler, die ins Eins-gegen-Eins gehen. Wir dürfen nicht glauben, dass nur bei uns der Fußball gut ist", warnte Löw. Immerhin: Sané bringt genau diese Qualität im aktuellen Aufgebot mit. "Er hat nach vorne heute ein paar gute Aktionen gehabt", lobte Löw. "Ich bin zufrieden."

„Guardiola hat mir sehr geholfen"

Großbritannien Fußball Champions League - Manchester City vs. AS Monaco (Reuters/L. Smith)

Zählt in Manchester zu den Besten: Leroy Sané

Auch bei seinem Verein Manchester City ist Sané nach leichten Startschwierigkeiten eine feste Größe. Mit nur einem Startelfeinsatz in den sechs Pflichtspielen läuft es für ihn inzwischen hervorragend. Wettbewerbsübergreifend gelangen Sané in 17 Spielen schon acht Tore und sieben Vorlagen - fast so viele wie in der gesamten letzten Spielzeit. Seine rasante Entwicklung hat einen Grund: Trainer Pep Guardiola. "Er hat mir sehr geholfen. Ich kann sagen, dass er meine Spielweise komplett verändert hat", erklärte Sané jüngst im Interview dem britischen Sender Sky Sports.

"Ich hab mich in so vielen Dingen verbessert, und er versucht weiter, mich perfekt zu machen und mir Druck zu machen." Den Druck, räumte Sané ein, brauche er auch. "Das erinnert mich immer daran, dass ich noch mehr und noch härter arbeiten muss und auch sehen muss, was ich noch nicht so gut mache." Coach Guardiola nannte Sané nach dem 3:2-Sieg bei West Bromwich Albion ein "besonderes Talent", mahnte aber zugleich: "Er ist noch jung, es gibt noch viele, viele Dinge, die er verbessern kann."

In Russland mehr als nur Ersatz?

Die Nominierung des WM-Kaders steht vor der Tür, Sané dürfte ein Platz im Weltmeister-Team aber sicher sein. Schon bei der Europameisterschaft 2016 war er dabei, gespielt hatte er aber lediglich ein paar Minuten. Im Halbfinale gegen Frankreich wurde der ehemalige Schalker kurz vor dem Abpfiff eingewechselt, am Ausscheiden der DFB-Elf konnte aber auch er nichts mehr ändern. Bei der Mission Titelverteidigung in Russland will und wird der Offensivkünstler dann aber eine größere Rolle spielen.