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Filme

Lennon-Karaoke und Riesenfotos von Breitz

Videos mit nachgesungenen Lennon-Liedern haben ihren Platz in einer Installation bekommen. Aber auch improvisierte Traktoren finden Beachtung. Oder doch lieber Nierendorf und Kokoschka?

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Karaoke goes Art

"Working Class Hero", nach dem Titel eines Songs von John Lennon, hat die in Berlin lebende Südafrikanerin Candice Breitz (geb. 1972) ihre Videoinstallation genannt. Sie ist jetzt noch bis zum 30. März im dänischen Louisiana-Museum für Moderne Kunst in Humlebæk zu sehen. Breitz montierte für die Installation ihre Videofilme der Karaoke-Einsätze von 25 Fans des 1980 ermordeten Ex-Beatles John Lennon. Knapp 40 Minuten lang singen diese Männer und Frauen alle Songs der Lennon-Platte "Plastic Ono Band" (1970) ab. Fans anderer Popmusik-Ikonen unserer Zeit (Abba, Grateful Dead, Iron Maiden und Britney Spears) stehen im Zentrum von fünf Breitz- Monumental-Fotografien, die ebenfalls zur Ausstellung innerhalb der Reihe "Louisiana Contemporary" in dem idyllisch am Öresund gelegenen Haus nördlich von Kopenhagen gehören.

Köpfe von Fans beim Singen von Lennon-Liedern

Singen für Lennon



Selbstgebaute Traktoren in Polen

Lukasz Skapski: Machines (2005-2007) (Foto: Zak-Gallery)

Lukasz Skapski: "Machines" (2005-2007)

Zu Zeiten des Sozialismus galt es in Polen als fast unmöglich, an einen eigenen Traktor zu kommen. Die Not machte Bauern erfinderisch, wie noch bis zum 1. März in der Foto-Ausstellung "Selbstgemacht" in der Zak-Gallery in Berlin zu sehen ist. Aus "teils sehr exotischen" Ersatzteilen seien funktionstüchtige Fuhrwerke zusammengebaut worden, heißt es in der Ankündigung der Galerie. Fotograf Lukasz Skapski halte mit seinen Bildern ein Phänomen fest, "das auch in Polen schon bald als ein Kuriosum der Vergangenheit gelten wird".

Tätowierungen seit der Urgeschichte

Plakat von der Ausstellung hautzeichen - segni sulla pelle - body signs in Bozen

Plakat von der Ausstellung "hautzeichen - segni sulla pelle - body signs" in Bozen

Im Archäologiemuseum in Bozen können sich Interessierte bis zum 18. Mai über die Geschichte der Tätowierung informieren. Ausgehend von den über 50 Hautzeichen einer Gletschermumie zeigt die Schau Beispiele von Tätowierungen, Narbenschmuck und Körperbemalungen aus verschiedenen Kulturen der Urgeschichte und Antike und untersucht ihre Funktion, ihren Symbolgehalt und sozialen Kontext - immer mit einem Blick auf die eigene Kultur. Denn "Körpermodifikationen, wie Tätowierungen, Narbenschmuck und Bemalungen sind nicht nur vorübergehende Moden, sondern in unserer Gesellschaft Ausdruck eines bestimmten Lebensgefühls", erklären die Kuratoren. Beispiele aus der Ethnologie, die vom Museum der Weltkulturen in Frankfurt in einer Ausstellung bereits behandelt wurden, sollen den Blick erweitern und ergänzen. Die Ausstellung trägt den Titel "hautzeichen - segni sulla pelle - body signs".

Nierendorf-Sammlung in der New Yorker Guggenheim

Zu Beginn seiner Karriere war Karl Nierendorf (1889-1947) ein deutscher Bankkaufmann, später wurde er zum begeisterten Kunstsammler. Seine Anfänge als Galeriebesitzer in Köln reichen in die 1920er Jahre zurück. Nach seiner Auswanderung in die USA 1936 eröffnete er die Nierendorf Gallery in New York. Dort bekam er über Hilla Rebay Kontakt zu der neu gegründeten Solomon R. Guggenheim-Stiftung, die mehrere der bei ihm ausgestellten Expressionisten wie Lyonel Feininger, Perle Fine und Franz Marc erwarb. Unter dem Titel "From Berlin to New York: Karl Nierendorf and the Guggenheim" zeigt das New Yorker Guggenheim Museum Werke aus dem Nachlass sowie Erwerbungen aus seinen Berliner und New Yorker Galerien - darunter Oskar Kokoschkas Selbstbildnis von 1915 sowie Gemälde von Paul Klee und frühe Werke von Adolph Gottlieb. Die Ausstellung ist bis zum 4. Mai zu sehen.

Oskar Kokoschka (1886-1980): Knight Errant (Der irrende Ritter, 1915) (Foto: Pro Litteris)

Oskar Kokoschka (1886-1980): Knight Errant (Der irrende Ritter, 1915)

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