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Aktuell Deutschland

Leipziger Buchmesse-Preis für Wolfgang Herrndorf

Der diesjährige Preis der Leipziger Buchmesse geht an die Autoren Wolfgang Herrndorf und Jörg Baberowski sowie an die Übersetzerin Christina Viragh. Noch dominiert auf der Messe das gedruckte Buch, doch das E-Book kommt.

Der Berliner Autor Wolfgang Herrndorf ist mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet worden. Der 1965 in Hamburg geborene Schriftsteller erhielt die Ehrung für seinen Roman "Sand". Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Herrndorf nahm an der Preisverleihung nicht teil; er ist schwer krebskrank. In der Glashalle des Messegeländes wurde er vertreten durch den Chefdramaturgen des Staatsschauspiels Dresden, Robert Koall (im Bild links).

Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf (Foto: dpa/Archiv)

Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf

"Sand" ist ein Thriller, ein Spiel um Gewalt, Verfolgung, Selbstsuche und Tod. In der Begründung der Jury hieß es: "Was diesen Roman so einzigartig macht, ist, mit welcher Leichtigkeit, welcher Eleganz im Ton und welchem Sinn von Komik Wolfgang Herrndorf diese absolute Alptraumszenerie erzählt." Der Preis gehört zu den wichtigen Literaturauszeichnungen in Deutschland und wurde zum achten Mal verliehen.

Den ebenfalls mit 15.000 Euro dotierten Preis in der Sparte Sachbuch und Essayistik erhielt Jörg Baberowski für sein Buch "Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt". Der Übersetzerpreis wurde Christina Viragh zugesprochen für die Übertragung von Peter Nádas' "Parallelgeschichten". Die siebenköpfige Jury wählte die Preisträger aus 15 Nominierten aus.

Branche debattiert über E-Books

Auf dem Leipziger Messegelände präsentieren diesmal 2071 Verlage aus 44 Ländern die Neuigkeiten des deutschen und internationalen Literaturmarkts. Schwerpunktregion ist in diesem Jahr Osteuropa mit Polen, der Ukraine und Weißrussland. Bis Sonntag werden rund 160.000 Besucher auf Deutschlands zweitgrößter Bücherschau nach Frankfurt am Main erwartet.

Eines der großen Themen der Buchmesse dürfte die Digitalisierung werden. Nach zaghaften Anfängen wächst der E-Book-Markt in Deutschland inzwischen rasant. Während der Umsatz des klassischen Sortiments-Buchhandels im Jahr 2011 um drei Prozent geschrumpft sei, habe es im E-Book-Bereich erstmals nennenswerte Umsätze gegeben, teilte der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Gottfried Honnefelder, mit.

nm/hp (dpa, epd)