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Afrika

Leichenfunde in Burundi

Vor einem Jahr erst haben die letzten burundischen Rebellen ihre Waffen abgegeben. Die Burunder hatten mehr als 15 Jahre Bürgerkrieg hinter sich. Jetzt erschüttert neue Gewalt das zentralafrikanische Land.

Polizist bei einer Straßenkontrolle (Bild: AP)

Erinnerungen an den Bürgerkrieg werden wach

Mindestens 14 Leichen wurden im Verlauf der vergangenen Woche an der Mündung des Flusses Rusizi in den Tanganyika See in Burundi gefunden. Das berichtet die Nachrichtenagentur afp. Sie beruft sich auf mehrere Zeugen. Einige der Leichen sind verstümmelt. Eine der Leichen sei enthauptet, berichtete Julien Nimbona, ein lokaler Verwaltungsangestellter. Die Wunden deuten auf Verletzungen durch Macheten hin. "Ein Klima der Angst breitet sich in der Region aus", sagte Nimbona. "Die Leute haben Angst vor neuen Kämpfen." Noch ist unklar, wer für die Morde verantwortlich ist.

Die Identität der Toten ist noch ungeklärt. Offenbar vermissen mehrere Familien seit Wochen Angehörige, die in der Nähe der Leichenfunde gearbeitet haben.

"Unbekannte Banditen"

Pierre Nkurunziza (Bild: AP)

Umstrittener Präsident: Pierre Nkurunziza

Die Bevölkerung befürchetet, dass sich in der Nähe der Haupststadt Bujumbura, an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, neue Rebellengruppen bilden. Zur Zeit sind dort burundische Sicherheitskräfte aktiv, seit in der Region am 12. September mehrere verstümmelte Leichen gefunden wurden und sieben Menschen am 15. September bei einem bewaffneten Angriff ums Leben kamen. Die Polizei sprach allerdings von einem Überfall durch "unbekannte bewaffnete Banditen". Die Angst der Bevölkerung vor einem neuen Bürgerkrieg hat aber handfeste Gründe: Mehrere Oppositionelle sind wieder in den Untergrund gegangen oder haben das Land verlassen. Sie reagierten damit auf den Sieg von Pierre Nkurunziza bei den Präsidentschaftswahlen im Juni dieses Jahres. Die Opposition ficht das Ergebnis an.

Autorin: Christine Harjes (afp, ap)

Redaktion: Dirk Bathe

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