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Deutschlehrer-Info

Lehrer in Deutschland: zufrieden trotz Schülern

Fast drei Viertel aller Lehrer in Deutschland haben Freude an ihrer Arbeit. Allerdings beklagt die Hälfte von ihnen in einer aktuellen Umfrage, dass das Unterrichten in den letzten Jahren schwieriger geworden sei.

ARCHIV - Der Schulleiter und Lehrer des Unterrichtsfaches Glück, Ernst Fritz-Schubert (M), spricht mit den Schülern Sezen (l-r), Fanny und Marcel über das Schulfach Glück in der Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg (Archivfoto vom 13.09.2007). Als erste Schule in Deutschland setzte sie 2007 das Fach Glück auf den Stundenplan. Nach einem Jahr Pilotphase zieht Schulleiter Ernst Fritz-Schubert ein positives Fazit. Foto: Ronald Wittek dpa/lsw (zu dpa-Korr: Glück-Unterricht: 'Kein Glücksrittertum, kein esoterisches Geschwätz' vom 08.08.2008) +++(c) dpa - Bildfunk+++

zufriedener Lehrer

Das Institut für Demoskopie Allensbach führte im Auftrag der Vodafone-Stiftung und des Deutschen Philologenverbands eine Umfrage unter 550 Lehrern und Lehrerinnen durch, die an Grund-, Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien unterrichten. Gefragt wurde nach dem Prestige des Lehrerberufs und nach der Situation an den Schulen. Das Ergebnis: 71 Prozent der Befragten sagten, dass sie Spaß an ihrem Job hätten. Allerdings fanden ihn jüngere Lehrer interessanter als ältere. Beide Gruppen waren sich einig, dass das Unterrichten noch vor fünf bis zehn Jahren deutlich einfacher gewesen sei.

Schuld an dieser Entwicklung ist ihrer Meinung nach das Verhalten der Schüler. Beklagt werden vor allem fehlende Disziplin, Respektlosigkeit, ein geringes Konzentrationsvermögen und sinkende Motivation. Auch der Umgang mit den Eltern sei schwieriger geworden.

Nahezu alle befragten Lehrkräfte sind sich sicher, dass der soziale Hintergrund die Leistungen der Schüler maßgeblich beeinflusse. Dabei hätten die Leistungsunterschiede von Schülern aus unterschiedlichen sozialen Schichten zugenommen, wie 60 Prozent der Befragten beobachteten. Fast 40 Prozent würden es begrüßen, wenn Lehrer, die an Schulen in einem sozialen Brennpunkt unterrichten, mehr Geld bekämen.

Kritisiert wurden in der Umfrage die mangelnde Durchlässigkeit des dreigliedrigen Schulsystems sowie der Unterrichtsausfall vor allem in den weiterführenden Schulen. Als wichtigste Verbesserungsmaßnahme an den Schulen nannten drei Viertel der Pädagogen eine Verkleinerung der Schulklassen.

ip/bw (dpa, dapd, afp, epd)