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Fußball

Lebenszeichen von Hoffenheim

Hoffenheim holt unter seinem neuen Trainer Markus Gisdol einen wichtigen Sieg. Für einen weiteren Rekord kann am 28. Spieltag Bayern München sorgen und den Titel holen – so früh wie keine Mannschaft zuvor.

Mit dem vierten Trainer in nur einer Saison ist der TSG Hoffenheim ein wichtiger Heimsieg gelungen. Gegen Fortuna Düsseldorf gewannen die Hoffenheimer mit 3:0 (1:0) und bescherten ihrem neuen Coach Markus Gisdol einen Einstand nach Maß. Der Tabellen-Vorletzte hat nun nur noch einen Punkt Rückstand auf den Relegationsplatz und Düsseldorf weiter in den Abstiegskampf gezogen. Die Tore erzielten Roberto Firmino (11.), Andreas Lambertz per Eigentor (75.) und Kevin Volland in der Nachspielzeit. Einziger Wehrmutstropfen: 1899-Torwart Heurelho Gomes musste verletzt ausgewechselt werden, damit könnte der zuletzt aussortierte ehemalige Nationaltorwart Tim Wiese wieder in den Kader rücken. Düsseldorf wartet nun schon seit sechs Spielen auf einen Sieg.

Matchball für Bayern München

Sie haben es in der der eigenen Hand, die Spieler des FC Bayern. Nur noch ein Sieg ist notwendig, dann ist den Münchnern die deutsche Meisterschaft 2013 nicht mehr zu nehmen. Aufsteiger Frankfurt präsentierte sich bisher zwar überraschend stark, doch - bei allem Respekt - drei Punkte bei der Eintracht sollten für den Rekordmeister drin sein. Und es wäre der nächste Rekord der Münchner, denn so früh holten selbst sie die Schale noch nie. In den Spielzeiten 1972/73 und 2002/03 sicherten sich die Bayern den Titel jeweils erst am 30. Spieltag.

In Dortmund gibt man sich schon lange realistisch und schaut bei 20 Punkten Rückstand auf die Spitze nicht mehr den Bayern hinterher. Platz zwei sichern und Verfolger Leverkusen auf Abstand halten ist das Ziel. Im Heimspiel gegen den FC Augsburg gilt es, den Tabellensechzehnten nicht zu unterschätzen. BVB-Verteidiger Neven Subotic weiß, worauf es da ankommt: "Ich denke, wir müssen geduldig sein. Augsburg setzt ein bisschen mehr auf Kampf und auf Konter, darauf müssen wir uns einstellen." Denn die Schwaben brauchen jeden Punkt und sind richtig gut geworden: Sie gewannen drei ihrer letzten fünf Spiele und kassierten mit elf Treffern die drittwenigsten Gegentore in der Rückrunde, eins weniger als die Westfalen.

Vier Punkte hinter dem BVB lauert Leverkusen. Die Werkself kann gegen den VfL Wolfsburg locker aufspielen: Schalke auf Platz vier liegt sechs Zähler zurück und zu Hause verlor Bayer 04 noch nie gegen die "Wölfe". Doch Kapitän Simon Rolfes warnt: "Sie sind sehr schwankend in ihren Leistungen. Vom Potenzial her könnten sie in ganz anderen Tabellenregionen sein." Deshalb sei Wolfsburg gefährlich und unberechenbar.

Leverkusen-Spieler Simon Rolfes, André Schürrle und Stefan Kießling jubeln (Foto: picture alliance/dpa)

Simon Rolfes will auch gegen Wolfsburg mit seinen Kollegen André Schürrle und Stefan Kießling (v.l.n.r.) jubeln

Weitere sieben Teams wollen nach Europa

Hinter den ersten drei Mannschaften hegen noch mindestens sieben Teams Hoffnungen auf einen Platz in der Europa League. Davon steht der FC Schalke auf dem Champions-League-Qualifikationsplatz vier noch am besten da. Doch die Gelsenkirchener müssen zu den angeschlagenen Bremern reisen: Werder und Trainer Thomas Schaaf sind seit sechs Runden sieglos und stehen entsprechend unter Druck - keine leichte Aufgabe für Königsblau, weiß auch Trainer Jens Keller: "Nach vorne sind sie sehr gefährlich. Im Moment stecken sie ein bisschen im Tief, aber ich denke, dass sie sich am Samstag gegen uns vor eigenem Publikum da rausziehen möchten." Deshalb erwarte er ein ganz schweres Spiel und eine hoch engagierte Mannschaft von Werder Bremen.

Gute Aussichten, sich für die Europa League zu qualifizieren, hat Mainz 05. Vor der Partie am Sonntag (07.04.2013) beim 1. FC Nürnberg rangieren die Mainzer auf Platz sechs, punktgleich mit dem Siebten aus Freiburg. Und in der Rückrunde verlor der FSV, der mit nur 30 Gegentoren die zweitbeste Abwehr der Liga hat, noch kein Auswärtsspiel.

Zwei Aspiranten auf die internationalen Startplätze stehen sich in Hamburg gegenüber. Der HSV empfängt den SC Freiburg, der die letzten beiden Gastspiele dort gewinnen konnte. Hauptfrage wird sein, wie die Hamburger das 2:9-Desaster vom vergangenen Spieltag in München weggesteckt haben. Marcell Jansen, der beim Debakel in München gesperrt fehlte, erwartet einen Mentalitätswechsel bei seinem HSV: "Es war einfach ein mieser Tag und jetzt geht es weiter. Wir haben einen Ist-Zustand und den können wir nur ändern, indem wir gegen Freiburg ein ganz anderes Spiel zeigen."

Die Anzeigetafel in München zeigt den 9:2-Endstand zwischen dem FC Bayern und dem Hamburger SV (Foto: picture alliance/augenklick/frio)

Ohne Worte

Mönchengladbach gibt Europapokal-Platz nicht auf

Auch Mönchengladbach möchte gerne wieder nach Europa, da scheint Schlusslicht Greuther Fürth gerade zur rechten Zeit in den Borussia-Park zu kommen. Doch bei der 0:2-Pleite in Freiburg am letzten Wochenende machten die Spieler des VfL nicht gerade den Eindruck, als würden sie alles für dieses Ziel geben, obwohl Torhüter Marc-André ter Stegen etwas anderes sagt: "Nein, wir wollen es unbedingt, das ist klar. Wir sind heiß darauf, dass wir nächstes Jahr wieder international spielen können mit Borussia."

Selbst Hannover 96 als Tabellenzehnter hat die internationalen Startplätze noch nicht ganz aufgegeben. Sollte im Heimspiel am Sonntag gegen den VfB Stuttgart allerdings nicht gepunktet werden, wird es mit dem neuerlichen Auftritt der Niedersachsen in Europa wohl nichts werden.

Hinweis: Die Deutsche Welle berichtet am Samstag (06.04.2013) in ihrem Live-Stream vom 28. Spieltag der Fußball-Bundesliga ab 16.05 MESZ.

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