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Aktuell Asien

Lebenslange Haft für Uber-Fahrer in Indien wegen Vergewaltigung

Vergangenen Monat sprach ein indisches Gericht einen Fahrer des Taxi-Vermittlungdienstes Uber schuldig, eine Frau vergewaltigt zu haben. Jetzt legten die Richter das Strafmaß fest.

Der 32-jährige Täter hatte sich nach Ansicht des Gerichts Ende des vergangenen Jahres in seinem Auto in Neu Delhi an einer 27-jährigen Frau vergangen. Der Mann muss nun lebenslang hinter Gitter und erhielt damit die Höchststrafe für die Tat. Er war bereits im vergangenen Monat wegen Vergewaltigung, Menschenraub, Bedrohung und Beschädigung von einem Gericht in Neu Delhi verurteilt worden. Medienberichten zufolge soll der Mann bereits früher unter Vergewaltigungsverdacht gestanden haben.

Vorwürfe an Uber

Dem US-Unternehmen Uber war nach der Tat vorgeworfen worden, die vermittelten Fahrer nicht ausreichend zu prüfen. Nach dem Übergriff auf die junge Frau hatte ein Gericht in Indien Uber die Zulassung entzogen. Mittlerweile hat das Unternehmen seine Lizenz aber zurückerhalten. Zuvor hatte Uber angekündigt rund eine Milliarde Euro für den Ausbau des Services und weiterer Produkte in den indischen Markt zu investieren. In diesem Rahmen sollen auch die Sicherheitsbedingungen verbessert worden sein.

Uber mit Sitz in Kalifornien bringt über eine Smartphone-App Fahrer und Fahrgäste zusammen. Die Preise für die Fahrten liegen deutlich unter denen der herkömmlichen Taxitarife und setzen damit die Taxibranche unter massiven wirtschaftlichen Druck. Inzwischen betreibt Uber in rund 250 Städten weltweit Fahrdienste.

Harte Strafen für Vergewaltiger

Vergewaltigungen sorgen in Indien immer wieder für Schlagzeilen. Im Dezember 2012 hatte die Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem öffentlichen Bus in Neu Delhi für weltweites Aufsehen gesorgt. Die junge Frau starb an den Folgen. Die Tat löste eine landesweite Debatte über Gewalt gegen Frauen aus. Die indische Regierung verschärfte daraufhin die Gesetze für Sexualverbrechen, Wiederholungstätern droht die Todesstrafe. Außerdem wurden Schnellgerichte eingerichtet, die sich ausschließlich mit Sexualdelikten beschäftigen.

cr/uh (dpa, afp)