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Aktuell Amerika

Lebenslang für Anschlagspläne

Vor drei Jahren soll er Selbstmordanschläge auf die New Yorker U-Bahn geplant haben. Jetzt wurde der in Bosnien geborene US-Bürger Adis Medunjanin dafür verurteilt.

Adis Medunjanin family walk out of federal court after his sentence hearing, for his conviction in May of plotting to bomb New York's subway system, in the Brooklyn borough of New York November 16, 2012. The Bosnian-born U.S. citizen was sentenced to life plus 95 years. A Bosnian-born U.S. citizen was sentenced to life in prison on Friday for his role in planning a suicide bomb attack on New York City subways in 2009 at the behest of senior al Qaeda operatives. Medunjanin, 28, was convicted in May by a federal jury in Brooklyn on nine counts including conspiracy to use weapons of mass destruction, conspiracy to commit an act of terrorism and providing material support to al Qaeda. REUTERS/Carlo Allegri (UNITED STATES - Tags: CRIME LAW)//eingestellt: von: haz/kle

Medunjanin - USA

Ein Bundesgericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn verhängte gegen Medunjanin eine lebenslange Haftstrafe. Die Jury hatte es als erwiesen angesehen, dass der gebürtige Bosnier entschlossen war, einen Terrorakt in der New Yorker Subway zu verüben.

Die Al-Kaida als Auftraggeber

Der Anschlag sollte im September 2009 ausgeführt werden und zwar laut Gericht auf Geheiß von Al-Kaida-Auftraggebern in Pakistan. Medunjanins Anwalt erklärte, sein Mandant sei kein Terrorist. Als Muslim sei er jedoch über das Vorgehen der US-Armee in Afghanistan empört gewesen. Deshalb habe er sich 2008 nach Afghanistan begeben.

Die Geschworenen sahen es dagegen als erwiesen an, dass Medunjanin gezielt an einem Al-Kaida-Ausbildungslager teilgenommen und die Tötung auch von US-Soldaten im Ausland geplant habe.

Urteil gegen Komplizen steht noch aus

Medunjanin war in den 1990er Jahren zusammen mit Familienangehörigen (siehe Foto oben) vor dem Krieg mit Serbien geflohen. Wie es heißt, soll er den Anschlag zusammen mit zwei Komplizen geplant haben. Die beiden Komplizen hatten sich bereits 2010 für schuldig bekannt. Gegen das Versprechen einer Straferleichterung erklärten sie sich bereit, gegen ihren früheren Freund auszusagen. Noch ist das Urteil gegen sie nicht gefällt. Es soll kommendes Jahr ergehen.

haz/kle (rtr,afp)