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Russland/USA

Lawrow "spürt" US-Dialogbereitschaft im Sanktionsstreit

Im Sanktionsstreit mit den USA bemüht sich der russische Außenminister um versöhnliche Worte. Sein US-Ressortkollege Tillerson hält sich nach einem Treffen mit Lawrow in Manila bedeckt und schweigt.

Die Minister nutzten das Außenministertreffen der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN in der philippinischen Hauptstadt, um über die jüngsten US-Sanktionen gegen Russland zu sprechen. Er sei überzeugt, dass die USA trotz der bilateralen Spannungen willens seien, "komplexe Themen" mit der russischen Führung zu beraten, sagte Sergej Lawrow nach einem Gespräch mit US-Außenminister Rex Tillerson. "Wir haben die Bereitschaft unserer US-Kollegen gespürt, den Dialog fortzusetzen", fuhr Lawrow fort, ohne konkreter zu werden.

Um Schadensbegrenzung bemüht

Tillerson habe ihn nach Einzelheiten zu russischen Vergeltungsmaßnahmen für die neuen US-Sanktionen gefragt. Er habe diese erläutert, sagte Lawrow. Weitere Details sollen wohl eine diplomatische Ebene tiefer besprochen werden. Laut Lawrow werden sich der US-Sonderbeauftragte für die Ukraine, Kurt Volker, und Wladislaw Surkow, ein enger Berater von Russlands Präsident Wladimir Putin, bald treffen. Tillerson hielt sich bedeckt. Vor Journalisten wollte er sich nach dem Treffen mit Lawrow nicht zu dem Gespräch äußern.

Philippinen Manila - Rex Tillerson (picture-alliance /dpa/Reuters Pool/AP/E. De Casto)

US-Außenminister Tillerson äußert sich in Manila zu diversen Themen- zum Sanktionsstreit bleibt er stumm

US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche ein umstrittenes Gesetz des Kongresses unterzeichnet, das nach Einschätzung von Experten die schwersten Strafmaßnahmen gegen Russland seit Jahren enthält. Betroffen ist unter anderem der für die russische Wirtschaft wichtige Energiesektor. Später teilte das Außenministerium in Moskau mit, Lawrow habe das Gesetz als schweren Schlag für die Zusammenarbeit kritisiert. "Kurzsichtig, rechtswidrig, perspektivlos", lautete die erste Bewertung aus dem Kreml zu den Sanktionen.

 Ministerpräsident Dmitri Medwedew  sprach sogar von einem "Handelskrieg" gegen sein Land. Russland forderte die USA als Reaktion auf, ihr Personal in den über das Land verteilten amerikanischen Vertretungen um Hunderte Mitarbeiter zu kürzen. Kremlchef Wladimir Putin sprach von 755 betroffenen Stellen.

Mit den neuen Strafmaßnahmen wollen die USA Russland für die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim und wegen der mutmaßlichen Einflussnahme auf den US-Präsidentenwahlkampf über bereits existierende Sanktionen hinaus bestrafen.

qu/rb (rtr, dpa, APE)

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