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Aktuell Amerika

Lavastrom auf Hawaii setzt erstes Haus in Brand

Der Vulkanausbruch auf Hawaii hat jetzt ein erstes immobiles Opfer gefordert: In dem Ort Pahoa setzte der Lavastrom ein Haus in Brand.

Die Bewohner der Farm hatten schon lange vor Eintreffen der heißen Flut kalte Füße bekommen und ihr Anwesen verlassen. Nachbarn berichteten, alle Pferde und anderen Tiere seien schon vor Wochen in Sicherheit gebracht worden.

Der Lavastrom aus dem Kilauea-Vulkan auf Hawaii, der größten Insel des gleichnamigen US-Bundesstaates, bewegt sich seit Juni gemächlich aber unaufhaltsam vorwärts. Mit einer Geschwindigkeit von fünf bis zehn Metern pro Stunde ist er keine große Gefahr für alle, die gehen können.

Feuerwehr ist machtlos

Allerdings stellt die rund 1000 Grad Celsius heiße Gesteinsmasse in all ihrer Langsamkeit eine zerstörerische Naturgewalt dar: Schon jetzt seien gut ein Dutzend weiterer Häuser in höchster Gefahr, weil der Lavastrom nicht aufzuhalten sei, so die Feuerwehr. Man könne lediglich verhindern, dass die Flammen Waldbrände auslösten. Den Sachschaden an dem ersten zerstörten Haus schätzen die Behörden auf 200.000 US-Dollar (ca. 160.000 Euro).

Seit September herrscht in der Region rund um den Vulkan der Notstand. Das erlaubt den Behörden unter anderem, vorsorglich Evakuierungen anzuordnen oder von der Lava bedrohte Straßen zu sperren.

Der Kilauea spuckt seit 1983 immer wieder Lava, aber der jüngste Ausbruch vom 27. Juni dieses Jahres ist seit 23 Jahren der erste, der menschliche Siedlungen gefährdet. In den Jahren 1990 und 1991 zerstörte Lava aus dem Kilauea mehr als 150 Häuser in der Stadt Kalapana.

mak/wl (dpa, ap, afp)

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