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Politik

Lasst den Markt frei!

Mehr Pep in der Politik - Brasilien will nach vorne. Marco Aurélio Garcia, außenpolitischer Berater des neuen Präsidenten Lula, erklärt im Interview mit der Deutschen Welle, wie der Kurs seines Landes aussehen soll.

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Viele deutsche Firmen produzieren in São Paulo - das soll so bleiben

In Porto Alegre (im Süden Brasiliens) geboren, ist Marco Aurélio Garcia, 61, Professor für Geschichte an der Landesuniversität Campinas im Bundesstaat São Paulo. 1980 hat er die Arbeiterpartei PT mit begründet. Da er zehn Jahre lang Sprecher für Internationale Beziehungen der Partei war, gilt er als der wichtigste Mentor der Außenpolitik der PT. Trotzdem wurde nicht er zum Außenminister der Lula-Regierung ernannt – dieses Amt übernimmt der Tradition gemäß ein Diplomat, diesmal Celso Amorim. Marco Aurélio Garcia war bereits Stadtverordneter in Porto Alegre und Kulturdezernent in der Stadt São Paulo (2001-2002).

Was ändert sich in der brasilianischen Außenpolitik?

Es werden die Prioritäten, der Stil und der Ton verändert. Priorität werden die Nachbarn haben, das heißt Südamerika. Wir werden eine aktivere, souveräne und bejahende Politik haben. Wir wollen einen viel schnelleren Rhythmus haben, sodass die Außenpolitik als Plattform dient, die im Land stattfindenden Wandlungen international zu projizieren, während die internationale Szene uns bei der Durchführung der in Brasilien notwendigen Reformen unterstützt.

Welche Themen werden die Außenpolitik bestimmen?

Selbstverständlich haben wir großes Interesse daran, die internationalen Zwänge zu beseitigen — seien sie wirtschaftlicher oder politischer Natur —, welche die Entwicklung unseres Landes heutzutage erschweren. Natürlich wollen wir auch die von uns vertretenen Werte international verteidigen und verbreiten: Frieden, Solidarität, Sozialgerechtigkeit, die Suche nach Lösungen für Konflikte durch Verhandlung, die emphatische Bejahung des Pluralismus, der Multilateralität und der Menschenrechte.

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