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Aktuell Nahost

Laridschani erneut iranischer Parlamentspräsident

Im Iran steht Präsident Ahmadinedschad unter Druck. Ein Bündnis konservativer Politiker wendet sich gegen ihn. Als Hauptwidersacher gilt Ali Laridschani, der jetzt als Vorsitzender des Parlaments wiedergewählt wurde.

Der frühere Atom-Chefunterhändler Teherans setzte sich deutlich mit 173 zu 100 Stimmen gegen seinen Herausforderer Hadad Adel durch, wie das Staatsfernsehen berichtet. Laridschani gehört zur Führungsspitze eines Bündnisses von Konservativen, das Irans geistlichem Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei sehr nahe steht.

Ahmadinedschad unter Druck

Die Gruppe der ulktrakonservativen Politiker hatte die Parlamentswahlen im März haushoch gewonnen. Dem noch amtierenden Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad steht das Bündnis kritisch gegenüber. Insbesondere die Wirtschaftspolitik des Präsidenten wurde von den Konservativen wiederholt kritisiert.

Obwohl Laridschani in der Außenpolitik und im Atomstreit mit dem Westen auf einer Linie mit Präsident Ahmadinedschad liegt, gilt er als moderater und kompromissbereiter. Laridschani wurde formal zunächst nur zum vorübergehenden Parlamentspräsidenten bestimmt.

Favorit für das Präsidentenamt

Es wird aber erwartet, dass der 55-Jährige das Amt - traditionsgemäß und wie in der vergangenen Legislaturperiode auch - dauerhaft ausübt. Er gilt auch als Favorit für die Präsidentenwahl im nächsten Jahr, bei der Ahmadinedschad nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten darf.

haz/nis (dpa, dapd, afp)

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