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USA

Laptop beim Secret Service gestohlen

Erst wird einem Sicherheitsmitarbeiter von US-Präsident Trump ein Dienstlaptop gestohlen, dann gelangt ein Mann auf das Gelände des Weißen Hauses. Offenbar hapert es noch mit der Sicherheit, einem von Trumps-Topthemen.

Mitarbeiter des Secret Service bewachen die Limousine des US-Präsidenten (picture-alliance/AP Photo/C. Kaster)

Mitarbeiter des Secret Service bewachen die Limousine des US-Präsidenten

Der Sicherheitsdienst teilte in einer Erklärung mit, dass ein Mitarbeiter Opfer "einer kriminellen Handlung" geworden sei, nachdem man dessen Dienstlaptop entwendet hatte. Der Secret Service machte keine Angaben zu den Daten, die sich auf dem Computer befinden.

Der Secret Service erklärte, die von ihm verwendeten Computer seien gut gesichert. Auch dürften auf ihnen keine vertraulichen Daten gespeichert werden. Die Laptops des Secret Service hätten ein vielschichtiges Sicherheitssystem, seien komplett verschlüsselt und es dürften keine geheimen Informationen darauf gespeichert sein", beschwichtigte der Sicherheitsdienst in einer Erklärung. Der Fall werde jetzt untersucht, heißt es weiter.

Der Sender CNN berichtete, auf dem Laptop seien Pläne vom Trump Tower und auch Angaben zu Evakuierungseinsätzen für den New Yorker Wolkenkratzer zu finden. Trump residierte dort bis zu seiner Vereidigung am 20. Januar, seine Frau Melania und sein Sohn Barron wohnen weiterhin im Trump Tower.

Heikle Informationen?

Nach Informationen des Senders ABC befinden sich auf dem Laptop auch Informationen zur E-Mail-Affäre der unterlegenen demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton. Während des Wahlkampfes hatte Trump seine Rivalin Clinton wegen der Nutzung privater E-Mail-Server während ihrer Zeit als Außenministerin scharf angegriffen und eine Gefängnisstrafe gefordert.

Aber nicht nur der gestohlene Laptop hält den Secret Service, der für die Sicherheit der US-Präsident zuständig ist, auf Trab. Auch das Eindringen eines Mannes auf das Gelände des Weißen Hauses vor einer Woche, bringt die Sicherheitsleute in Erklärungsnot. Eine Woche nach der Sicherheitspanne sind nun Details des Zwischenfalls bekannt geworden: Der Eindringling, der nachts über den Zaun auf das Außengelände gelangte, hielt sich mehr als 16 Minuten dort auf, wie der Secret Service mitteilte. Der Präsident hielt sich zu diesem Zeitpunkt im Weißen Haus auf.

"Blamage"

Sicherheitsbeamte nahmen den Mann schließlich fest. Er sei nicht in das Innere des Weißen Hauses gelangt, betonte der Secret Service. Laut dem Nachrichtensender CNN ist der Festgenommene ein 26-Jähriger aus Kalifornien. Nach Angaben der "Washington Post" trug er einen Rucksack mit zwei Tränengas-Kartuschen bei sich. Ihm drohen bis zu zehn Jahre Haft. Der republikanische Abgeordnete Jason Chaffetz bezeichnete den Zwischenfall als große "Blamage". Der Eindringling habe sich dem Weißen Haus nähern und an einem Türgriff rütteln können.

Immer wieder gelangen Personen auf das Gelände des Weißen Hauses (picture alliance/dpa/M. Reynolds)

Immer wieder gelangen Personen auf das Gelände des Weißen Hauses

Der Zaun um das Weiße Haus gilt als Schwachstelle bei den Sicherheitsmaßnahmen für den US-Präsidenten und soll demnächst verstärkt werden. Im September 2014 war es einem verwirrten Ex-Soldaten gelungen, mit einem Klappmesser bewaffnet ins Weiße Haus einzudringen. Er kletterte über den Sicherheitszaun des Weißen Hauses und wurde erst überwältigt, nachdem er durch eine Tür in den Nordflügel des Gebäudes gelangt war.

cgn/uh (afp, afpe, dpa)

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