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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 8.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

CANCUN: Mit einem eindringlichen Appell hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban, die Schlussphase der Weltklimakonferenz in Mexiko eröffnet. Je länger die Staatengemeinschaft zögere, desto höher würden die Kosten, für die Umwelt und für die Wirtschaft. Und es müssten auch mehr Menschen sterben, ermahnte Ban die Ministerrunde. Sicher lasse sich in Cancun kein perfektes Werk erzielen, Fortschritte seien aber durchaus in einigen Bereichen möglich. Die Verhandlungen kamen bisher unerwartet langsam voran. Umweltminister Röttgen sprach von schwierigen Gesprächen unter den Delegierten aus mehr als 190 Staaten. Er schloss nicht aus, dass die Konferenz am Freitag ohne Ergebnisse endet.

PORT-AU-PRINCE: Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses zur Präsidentenwahl in Haiti ist es in vielen Städten zu Ausschreitungen gekommen. In der Hauptstadt und Umgebung machten tausende Menschen ihrem Ärger Luft, dass der von ihnen favorisierte Kandidat, der populäre Sänger Michel Martelly, die für Mitte Januar geplante Stichwahl knapp verpasst hat. Bei der Abstimmung vom 28. November erhielt die frühere First Lady Manigat laut Wahlkommission gut 31 Prozent der Stimmen. Der Kandidat der Regierungspartei, Célestin, bekam danach 22 Prozent. Beide treten nun gegeneinander an. Martelly landete mit 21,8 Prozent auf dem dritten Platz. Der Sänger bekam nur knapp 7.000 Stimmen weniger als Célestin.

WASHINGTON: Die USA haben ihre Bemühungen aufgegeben, Israel zu einem neuen Baustopp für jüdische Siedlungen in Palästinensergebieten zu bewegen. Außenamtssprecher Crowley erklärte, auf einem entsprechenden Moratorium zu beharren, sei keine solide Basis, um ein Rahmenabkommen zwischen Israel und den Palästinensern zu erreichen. Wichtig sei nun, die unterbrochenen direkten Friedensgespräche zwischen beiden Seiten wieder anzukurbeln. Dazu werden nach Crowleys Worten in der kommenden Woche Unterhändler der Israelis und der Palästinenser in Washington zusammenkommen.

ISLAMABAD: Bei einem Selbstmordanschlag auf einem Markt im unruhigen Nordwesten Pakistans sind mindestens 13 Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden. Nach Polizeiangaben richtete sich der Angriff in der Garnisonsstadt Kohat gegen einen als Taliban-Gegner bekannten Stammesführer.

BERLIN: Geldwäsche und Steuerhinterziehung sollen künftig schärfer geahndet werden. Das Bundeskabinett beschloss dazu einen entsprechenden Gesetzentwurf. Nach den Plänen von Bundesfinanzminister Schäuble soll Steuersündern bei einer Selbstanzeige nur noch bei einer vollständigen Offenlegung aller Steuerangelegenheiten Strafbefreiung gewährt werden. Damit reagierte das Kabinett auf eine Flut solcher Selbstanzeigen, die zumeist nach Ankauf von Steuerdaten-CDs aus dem Ausland festzustellen war.

HAMBURG: Vor dem Hintergrund der neuen Ergebnisse der PISA-Studie hat der amtierende Präsident der Kultusministerkonferenz, Spaenle, Reformen beim Lehramtsstudium gefordert. Noch immer regiere zu viel Zufall bei der Frage, wer an deutschen Hochschulen ein Lehramtstudium anfange, sagte Spaenle dem "Hamburger Abendblatt". Er forderte klare Eignungskriterien und eine systematische Beratung, bevor Abiturienten ein Lehramtsstudium aufnähmen. SPD und Grüne fordern als Konsequenz aus der PISA-Studie die Einführung einer flächendeckenden und verpflichtenden Ganztagsschule, von der Grundschule bis zum Abitur.

WIESBADEN: Die deutschen Unternehmen haben auch im Oktober auf Jahressicht deutlich mehr exportiert. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, wurden Waren im Wert von rund 86,8 Milliarden Euro ausgeführt. Das waren 19,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gegenüber September sanken die Ausfuhren allerdings um 1,1 Prozent, das ist der stärkste Rückgang seit einem halben Jahr.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden vielfach wolkig mit einzelnen Auflockerungen, dabei aber meist trocken. In der Mitte gebietsweise Schneefall, im Süden regnerisch. Höchstwerte minus zwei bis plus dreizehn Grad.

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