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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 30.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEL AVIV: Der frühere israelische Staatspräsident Katzav ist von einem Gericht in Tel Aviv wegen Vergewaltigung in zwei Fällen schuldig gesprochen worden. Dem 65-Jährigen drohen damit mindestens vier Jahre Gefängnis. Katzav ist noch wegen weiterer mutmaßlicher sexueller Übergriffe angeklagt, mit einem Urteil in diesen Fällen wird noch im Laufe des Donnerstags gerechnet. Katzav war im Juni 2007 zwei Wochen vor dem Ende seiner Amtszeit zurückgetreten, nachdem ihn mehrere ehemalige Mitarbeiterinnen sexueller Übergriffe beschuldigt hatten.

KOPENHAGEN: Nach dem vereitelten Terroranschlag auf die Redaktion der Zeitung "Jyllands-Posten" in der Hauptstadt Kopenhagen steht Dänemark unter Schock. Ministerpräsident Rasmussen sagte zur Festnahme von fünf mutmaßlichen Islamisten, es bestehe für sein Land eine sehr ernste Bedrohung durch Terroristen. Die Verdächtigen sollen in Verbindung mit internationalen Terror-Netzwerken gestanden haben. Die Zeitung "Jyllands-Posten" hatte 2005 zwölf Karikaturen mit dem Propheten Mohammed veröffentlicht und damit eine massive Protestwelle in der islamischen Welt ausgelöst.

ATHEN: Im Zentrum der griechischen Hauptstadt ist am Morgen eine Bombe explodiert. Der Sprengsatz war auf einem Motorrad vor zwei Gerichtsgebäuden deponiert. Die Polizei erklärte, zuvor seien telefonische Warnungen bei einer Zeitung und einem Fernsehsender eingegangen. Die Behörden evakuierten daraufhin die Gebäude. Verletzt wurde niemand. Im November hatte eine Serie von Paketbombenanschlägen Athen erschüttert. Sie sollen von griechischen Linksextremisten verübt worden sein.

NEW YORK: Angesichts des anhaltenden Machtkampfs in der Elfenbeinküste wächst die Angst vor einem Bürgerkrieg. Sein Land stehe kurz vor einem Völkermord, sagte der neue ivorische UN-Botschafter Bamba in New York. Der Diplomat war kürzlich vom international unterstützten Sieger der Präsidentenwahl, Ouattara, zum UN-Botschafter ernannt worden. Anhänger des eigenmächtig im Amt verbliebenen Präsidenten Gbagbo drohten unterdessen mit dem Sturm auf das Hauptquartier des Wahlsiegers.

ESSEN: In der Übernahmeschlacht um Deutschlands größten Baukonzern Hochtief ist die Frist für das Angebot des spanischen Konkurrenten ACS abgelaufen. Stunden zuvor hatte der hochverschuldete ACS-Konzern mitgeteilt, er verfüge bereits über 29,4 Prozent der Stimmrechte an Hochtief. Das Ergebnis ihrer Übernahmeofferte werden die Spanier erst im Januar mitteilen. Falls das Unternehmen die 30-Prozent-Hürde überschritten haben sollte, könnte ACS Hochtief mit seinen 11.000 Mitarbeitern in Deutschland faktisch kontrollieren. Der Essener Baukonzern wehrt sich erbittert gegen die als "feindlich" bezeichnete Übernahme.

BERLIN: Die Bundesregierung erwartet von Ungarn eine Überarbeitung des international schwer kritisierten neuen Mediengesetzes. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Hoyer, betonte, in der Europäischen Union müsse die Wahrnehmung der Grundrechte ohne jeden Zweifel gewährleistet sein. Am Samstag, dem 1. Januar, übernimmt die ungarische Regierung unter dem rechtskonservativen Ministerpräsidenten Orban den EU-Vorsitz. An dem Tag tritt auch das neue Mediengesetz in Ungarn in Kraft. Es stellt alle Fernseh- und Radiosender, Zeitungen und Internetprotale unter die Kontrolle einer neu geschaffenen Behörde.

BERLIN: Weltweit werden immer mehr Journalisten im Zusammenhang mit ihrer Arbeit entführt. Im ablaufenden Jahr wurden mindestens 51 Medienvertreter gekidnappt, 18 mehr als im Jahr zuvor, heißt es in der Jahresbilanz der Journalistenvereinigung "Reporter ohne Grenzen". Ein besonderes Risiko besteht danach in Afghanistan und Nigeria. In Kriegsgebieten getötet wurden 2010 insgesamt 57 Medienvertreter. Besonders gefährdet ist das Leben der Reporter in Pakistan, Irak, Mexiko aber auch in Afghanistan, Kolumbien, in Russland, Somalia und den Philippinen. Die Neutralität und die Arbeit der Journalisten werde oftmals nicht respektiert, beklagt "Reporter ohne Grenzen".

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordosten einige Aufheiterungen und zunächst trocken. Sonst wolkig oder trüb, auch leichter Schneefall ist möglich. Höchstwerte zwischen minus zehn Grad im Nordosten und plus zwei Grad am Oberrhein. Am Vormittag meldeten: Hamburg: -8 Grad, dunstig; Berlin: -13 Grad, leichter Schneefall; Dresden: -15 Grad, dunstig; Köln/Bonn: -1 Grad, bedeckt; Frankfurt am Main: -3 Grad, bedeckt und München: -7 Grad, bedeckt.

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