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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten – 30.01.2011

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Sonntag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KAIRO: In Ägypten haben mehrere tausend Gefängnisinsassen die seit Tagen anhaltenden Unruhen zur Flucht genutzt. Wie das lokale Fernsehen in Kairo berichtet, sind darunter auch Schwerverbrecher und islamistische Extremisten. Nach einer zweiten Nacht mit Brandstiftungen und Plünderungen auch in Wohngebieten versuchen Hunderte von Ausländern, die Hauptstadt zu verlassen. Wegen der kritischen Lage in Ägypten riegelte die Regierung in Kairo die Grenze zum benachbarten Gazastreifen ab. Der Empfang des arabischen Fernsehsenders El Dschasira wurde verboten.

ADDIS ABEBA: Die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union beraten in der äthiopischen Hauptstadt über die Krisen auf dem Kontinent. Auf der Tagesordnung der zweitägigen Konferenz steht neben den Unruhen in Ägypten und Tunesien der Machtkampf in der Elfenbeinküste. Als Gastteilnehmer der Konferenz reiste auch der französische Präsident Sarkozy an.

JUBA: Im Südsudan hat die Auszählung aller Stimmen der Volksabstimmung über die Loslösung des Landesteils vom Norden die bisherigen Teilergebnisse bestätigt. Nach dem vorläufigen Endergebnis stimmten rund 99 Prozent der Südsudanesen in dem einwöchigen Referendum für einen eigenen Staat. Insgesamt sprachen sich 3,8 Millionen Wähler für die Unabhängigkeit aus. Nur knapp 45.000 Berechtigte votierten für einen geeinten Sudan mit dem Norden. - Die sudanesische Regierung in Khartum hatte versichert, sie werde das Ergebnis anerkennen.

BERLIN: Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger und ihre Ressortkollegen aus den 16 Bundesländern haben die iranischen Behörden aufgefordert, zwei seit mehreren Monaten inhaftierte deutsche Journalisten freizulassen. In dem gemeinsamen Appell wird die Führung in Teheran darum gebeten, internationale Standards und rechtliche Verpflichtungen einzuhalten, berichtet die "Bild am Sonntag". Deren Reporter waren 2010 bei dem Versuch verhaftet worden, Sohn und Anwalt der Iranerin Aschtiani zu interviewen, die wegen Ehebruchs zum Tod verurteilt worden ist. Den Deutschen wird ein Verstoß gegen Visabestimmungen vorgeworfen.

MAGDEBURG: Bei einem schweren Zugunglück in Sachsen-Anhalt sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen und mehr als 40 verletzt worden. Mit hoher Geschwindigkeit stießen auf der eingleisigen Strecke Magdeburg-Halberstadt ein Güterzug und ein Nahverkehrszug zusammen. Durch die Wucht des Aufpralls in der Nähe des Bahnhofs Hordorf sprangen Waggons aus den Gleisen. Beide Züge gehörten privaten Bahnunternehmen.

ATHEN: Die Europäische Union, der Internationale Währungsfonds und die Europäische Zentralbank arbeiten nach einem Pressebericht an gemeinsamen Maßnahmen, um die Finanzlage Griechenlands zu verbessern. Wie die griechische Zeitung "To Vima" berichtet, orientiert sich das Vorhaben am sogenannten Brady-Plan, der Lateinamerika in den 80er Jahren vor dem Bankrott rettete. Unter Berufung auf einen hochrangigen Banker schreibt das Blatt, in einem ersten Schritt würde sich das krisengeschüttelte Griechenland Kapital von dem neuen Rettungsfonds der EU borgen, um die griechischen Anleihen zu 75 Prozent des Nominalwerts zurückzukaufen. Die EU und der Internationale Währungsfonds würden dann die Fälligkeit ihrer Rettungskredite für Griechenland auf 30 Jahre verlängern.

DUBLIN: Irland hat mit der Verabschiedung eines drastischen Sparhaushalts die Voraussetzungen für die Auszahlung des milliardenschweren Rettungspakets von EU und Internationalem Währungsfonds geschaffen. Nach dem Unterhaus stimmte auch der Senat dem Etatgesetz zu, das Kürzungen bei den Sozialleistungen und höhere Einkommensteuern vorsieht. Ministerpräsident Cowen wird am Dienstag die Auflösung des Parlaments beantragen.

MINSK: Nach fast sechs Wochen Haft hat der weißrussische Geheimdienst sieben Oppositionelle wieder freigelassen, darunter einen ehemaligen Herausforderer von Staatschef Lukaschenko. Wladimir Nekljajew sei ebenso auf freiem Fuß wie Irina Chalip, die Frau des inhaftierten früheren Präsidentschaftskandidaten Sannikow, teilte der KGB in Minsk mit. Beide wurden unter Hausarrest gestellt. Der oppositionelle Autor Nekljajew und die regierungskritische Journalistin Chalip waren Mitte Dezember bei Protesten gegen die Wiederwahl Lukaschenkos festgenommen worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vielfach heiter und trocken. Nur im norddeutschen Tiefland dichtere Wolken und vereinzelt geringer Schneefall oder Nieselregen. Höchstwerte zwischen minus fünf und plus vier Grad. Zuletzt meldeten bei zumeist dunstigem Himmel: Hamburg: minus 2 Grad, Berlin: minus 6 Grad, Dresden: minus 8 Grad, Köln/Bonn: minus 8 Grad, Frankfurt am Main: minus 6 Grad sowie München: minus 9 Grad.

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