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Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten - 29.12.2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

SEOUL: Der südkoreanische Präsident Lee hat sich für international stärkere Bemühungen um eine atomare Abrüstung Nordkoreas ausgesprochen. Diese müsse im kommenden Jahr im Rahmen der Sechs-Parteien-Gespräche erreicht werden, erklärte Lee in Seoul. Eine harte militärische Haltung des Südens allein werde den Konflikt auf der koreanischen Halbinsel nicht entschärfen. Die Sechs-Parteien-Gespräche unter Beteiligung der USA und China sind derzeit ausgesetzt. Nach Einschätzung von Beobachtern ist noch unklar, ob Lee mit den Äußerungen seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen signalisieren wollte.

PEKING: China will die Ausfuhr der High-Tech-Rohstoffe Seltene Erden noch stärker drosseln als bisher angenommen. Wie das Handelsministerium mitteilte, werden die Exportquoten in der ersten Jahreshälfte faktisch um 35 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum 2010 gesenkt. Über die Höhe der Gesamtausfuhren für 2011 sei allerdings noch nicht entschieden. In China werden 97 Prozent der weltweiten Menge der 17 Metalle gefördert, die unter dem Sammelbegriff Seltene Erden zusammengefasst werden. Sie sind für den Bau von Computern, Halbleitern, Elektromotoren und Windturbinen unverzichtbar.

DÜSSELDORF: Die Bundesregierung wird nach Informationen der Wirtschaftszeitung "Handelsblatt" im zu Ende gehenden Jahr deutlich weniger neue Schulden machen als erwartet. Nach Berechnungen des Kieler Institutes für Weltwirtschaft werde die Summe bei 48 Milliarden Euro liegen, schreibt das Blatt. Zu Anfang des Jahres war die Bundesregierung noch davon ausgegangen, gut 80 Milliarden Euro neue Schulden machen zu müssen. Die Prognosen waren seither bereits mehrfach nach unten korrigiert worden.

MÜNCHEN: Die Zahl der Geburten in Deutschland ist in den ersten neun Monaten des Jahres stark angestiegen. Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes kamen zwischen Januar und September insgesamt etwa 510.000 Kinder zur Welt, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 492.000. Das entspricht einem Plus von 3,6 Prozent. Ein derart großer Zuwachs, so das Blatt, sei im gesamten letzten Jahrzehnt nicht feststellbar gewesen.

MOSSUL: In der nordirakischen Stadt Mossul haben sich zwei Selbstmordattentäter in einem Polizeigebäude in die Luft gesprengt und den Kommandanten mit in den Tod gerissen. Zudem fielen dem Anschlag drei weitere Polizisten zum Opfer. Einen dritten Attentäter erschossen die Sicherheitskräfte, bevor er das Gebäude betreten konnte. In irakischen Medienberichten ist von einem gezielten Anschlag auf den Polizeichef die Rede, weil er als entschiedener Verfolger von El-Kaida-Terroristen galt.

ABIDJAN: Der amtierende Präsident der Elfenbeinküste, Gbagbo, klammert sich trotz des Drucks anderer westafrikanischer Staaten an sein Amt. Eine Delegation dreier Präsidenten, die ihn zum Amtsverzicht bewegen wollte, blieb ohne Erfolg. Weitere Treffen seien nötig, teilten die Vertreter des Staatenbündnisses ECOWAS in der Wirtschaftsmetropole Abidjan mit. Gbagbo weigert sich, seine Niederlage bei der Präsidentenwahl im vergangenen Monat anzuerkennen und dem Sieger Ouattara das Amt zu übergeben.

NAIROBI: Somalische Piraten haben erneut einen deutschen Frachter entführt. Die "EMS River" mit acht Seeleuten an Bord wurde rund 280 Kilometer vor Oman gekapert. Nach Angaben der EU-Mission Atalanta war das unter der Flagge von Antigua und Barbuda fahrende Frachtschiff auf dem Weg nach Griechenland. Zuvor war ein deutscher Chemietanker nach mehr als einem halben Jahr wieder freigekommen. Die "Marida Marguerite" mit 19 Mann Besatzung sei auf dem Weg in sichere Gewässer, sagte ein Sprecher vom Ostafrikanischen Seefahrerhilfsprogramm. Die Piraten sollen 5,5 Millionen Dollar Lösegeld erhalten haben. Derzeit befinden sich noch 25 Schiffe mit 587 Geiseln in der Hand somalischer Piraten.

MOSKAU: Beim Absturz eines Militärflugzeugs im westlichen Zentralrussland sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Wie die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass meldet, stürzte die Transportmaschine zwischen den Regionen Tula und Orel südlich der Hauptstadt Moskau ab. Die Unglücksursache ist noch unklar.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südwesten wolkig, örtlich etwas Schnee oder gefrierender Regen. Höchsttemperaturen zwischen minus 15 und plus fünf Grad.

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